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Auch 2020 stellen sich Käufer oft noch dieselbe Grundsatzfrage: Kommt zuerst die Uhr oder die Verzierung? Komplikationen vor Karat oder andersrum? Der Markt ist jedoch dabei, sich zu verändern und mit diesen Klassifikationen zu brechen. Immer mehr Juweliere und Luxusmarken versuchen, den Uhrenmarkt zu erschließen, während Kunden der etablierten Marken neben hochwertigen Werken auch dementsprechende Verzierungen erwarten. Auch die bisher starren Rollenbilder brechen immer weiter auf. Diamanten, die traditionell mit Damenuhren assoziiert werden, finden sich inzwischen auch bei der Rolex Daytona, während Frauen immer öfter auch nach mechanischen Werken und Komplikationen verlangen. Dies wirft auch ein neues Licht auf Luxuslabels, denn oftmals stehen Kunden dem Wechsel von Schmuck oder Mode zu Uhren eher skeptisch gegenüber und fürchten fehlende Erfahrung und Tradition. Aus diesem Grund haben wir einige der größten Modemarken unter die Lupe genommen, die auch in der Uhrenbranche aktiv sind.



Welche Luxusmodemarken überzeugen in der Uhrenbranche?


Bvlgari: Luxus verpflichtet

Obwohl Bvlgari schon seit seiner Gründung im Jahr 1884 Uhren produziert, präsentierte das Unternehmen erst im Jahr 1918 die historisch erste mit Diamanten besetzte Uhr. In den 40er Jahren folgte dann der Meilenstein der Marke: die Serpenti Schlangenuhr, die sich aufwendig verziert mehrfach ums Handgelenk schlängelt und zu einer Ikone in der Mode- und Uhrenbranche avancierte – ganz ähnlich wie die aus den 60ern stammende Turbogas Serpente. 1970 zog Bvlgari in die Schweiz, um sich dort als Uhrenmanufaktur zu spezialisieren. Es folgten Kollaborationen mit Gérald Genta, aus der unter anderem die populäre Bvlgari Bvlgari entstand. Auch die Herrenkollektionen wurden erweitert und Serien wie die Diagono und die Bvlgari Chronograph wurden zu einem wichtigen Bestandteil der Schweizer Uhrenindustrie.


Schwarze Bvlgari Octo 102581 Stahl-Uhr mit schwarzem Kautschukarmband
BVLGARI OCTO 102581


Chanel: Mechanische Revolution

1913 als Haus für Damenmode gegründet, erlangte Chanel zunächst durch die Erfindung eines simplen, schwarzen Etuikleides, auch bekannt als das „kleine Schwarze“, und eines Duftes mit dem Namen „Chanel No. 5“ Bekanntheit. Seit 1932 fertigt das Unternehmen ebenfalls Schmuck und seit 1987 auch Luxusuhren. Das erste Modell war die Damenuhr Première. Auch danach konzentrierte sich Chanel vor allem auf Dresswatches mit Quarzwerken, bevor im neuen Millennium eine Manufaktur in La Chaux-de-Fonds erbaut und die Produktion auf mechanische Werke spezialisiert wurde. Der Durchbruch in der Uhrenbranche gelang mit der Chanel 12, die das persönliche Projekt von Jacques Helleu war, der von 1987 bis 2003 als Chefdesigner bei Chanel arbeitete. Helleu designte die J12 als eine Unisex-Sportuhr, was auch zu ihrem kommerziellen Erfolg beitrug. Die Haute Horlogerie wurde auf die J12 aufmerksam, da in der Luxusuhr Keramik verarbeitet wurde.


Chopard: Gelebte Tradition

Als Chopard 1860 von Louis-Ulysse Chopard im Schweizer Sonvilier gegründet wurde, fertigte das Unternehmen zunächst Präzisionsuhren als Chronometer und extraflache, hochpräzise Taschenuhren für den täglichen Gebrauch an. Seit 1963 wird die Firma von der deutschen Juwelier- und Uhrmacherfamilie Scheufele geführt. Ab 1996 besaß Chopard auch eine eigene Manufaktur in Fleurier, in der entsprechend der Philosophie von Louis-Ulysse Chopard neue Kollektionen und Kaliber entworfen werden. 108 Mitarbeiter produzieren jährlich etwa 3.000 L.U.C. Uhren, die allesamt COSC-zertifiziert sind. Chopards Versatilität zeigt sich sowohl in der Mille Miglia, die das gleichnamige italienische Autorennen würdigt, als auch in der Happy Sport, die Dresswatch mit einer Sportuhr verbindet und Chopards Tradition der berühmten, frei schwingenden Diamanten fortführt.


Weiße Chopard Happy Sport 288515-9001 Uhr mit Roségold-Gehäuse und weißem Kautschuk-Armband
CHOPARD HAPPY SPORT 288515-9001


Dior: New Look aus Frankreich

Wer an Dior denkt, sieht auch heute vor allem noch den New Look, der nach dem Zweiten Weltkrieg Paris erneut zur Modehauptstadt erhob. Die anliegenden Schulterpartien und eng geschnittenen Taillen lassen sich allerdings auch in Diors Uhrenkollektionen wiederfinden. 1975 erschien mit der Herrenuhr Black Moon das erste Modell des Modelabels und startete Diors Partnerschaft mit dem Lizenznehmer Benedom aus Meyrin. Obwohl sich das Unternehmen mit der Black Moon zunächst nur auf Herren fokussierte, wurde es schließlich vor allem durch Kollektionen wie die La Parisienne und die La D de Dior für seine Damenuhren bekannt.


Gucci: Zeitlos automatisch

Am Anfang stehen bei Gucci damals wie heute die ikonischen Handtaschen. Davon ausgehend etablierte sich das Unternehmen jedoch schnell als Luxusmarke und nahm schon bald Schmuck und Accessoires mit ins Portfolio auf. Uhren ließ das Luxuslabel ab 1967 von der Schweizer Firma Severin Montres unter Lizenz herstellen, bis diese 1997 durch Gucci übernommen und in Gucci Timepieces umbenannt wurde. Während Design und Verzierung der Luxusuhren im eigenen Haus vorgenommen werden, verlässt man sich bei den Werken auf die Zulieferer ETA und Ronda. Insbesondere Damenuhren wie die Signoria und die G-Timeless stechen aus dem Katalog hervor und sind bei Uhrenenthusiasten beliebt.


Harry Winston: Königliche Komplikationen

Diamanten sind das Metier von Harry Winston. Anders als manche Juweliere, die sich ebenfalls in der Haute Horlogerie versuchten, dabei aber weniger Sinn für die Geschichte und Komplexität von Luxusuhren haben, besticht Harry Winston mit Neugierde. Das Unternehmen hat sich auf Luxusuhren im oberen Preissegment spezialisiert und zählt so manches Königshaus zu seinem treuen Kundenstamm. Seit 2013 ist Harry Winston offiziell Teil der Swatch Group. Kollektionen wie die Histoire de Tourbillon oder die Ocean Tourbillon versuchen sich in jedem Modell an Komplikationen zu übertreffen. Diamanten und Technik treffen besonders bei Modellen mit ewigem Kalender aufeinander, deren Lünette auch hier mit Diamanten geschmückt ist.


Roségoldene Harry Winston Ocean Tourbillon Bigdate 400/MMTBD45R Uhr mit skelettiertem Zifferblatt und schwarzem Lederarmband
HARRY WINSTON OCEAN TOURBILLON BIGDATE 400/MMTBD45R


Hermès: Modische Mondanbeter

Luxusuhren hatten bei Hermès schon immer denselben Status wie das Hauptgeschäft, welches zu Beginn vor allem aus Reitzubehör, Schals und Tüchern bestand. Ab den 30ern bis in die 50er Jahre arbeitete Hermès eng mit Universal Genève zusammen, bevor das Unternehmen in den 70er Jahren eine eigene Manufaktur in Bienne eröffnete. Heute lassen sich im Sortiment sowohl Quarzuhren wie die Cape Cod als auch Modelle mit Komplikationen wie die Arceau l’heure de la lune bestaunen, die die Mondphasen der südlichen und nördlichen Hemisphäre anzeigen. Doch auch neuen Impulsen bleibt Hermès aufgeschlossen: 2015 schloss sich das Unternehmen mit Apple zusammen, um die Apple Smartwatch mit dem Hermès Design zu vereinen. Auch andere Uhrenhersteller haben bereits gezeigt, dass sich Smartwatches und feine Uhrmacherkunst verbinden lassen.


Louis Vuitton: La Fabrique du Pop

Louis Vuitton zählt zu einem der jüngeren Modemarken, die auch Luxusuhren für sich entdeckt haben. Erst im Jahr 2002 wurde mit der Tambour die erste offizielle Luxusuhr lanciert. Unter der Führung von Michel Navas und Enrico Barbasini, Leiter der Manufaktur und Ideenschmiede „La Fabrique du Temps“, ging der Aufstieg allerdings rasch. 2009 stellte Louis Vuitton mit der Spin Time sogar das erste eigene Kaliber vor. Das Duo legte auch das idiosynkratische Design vor, dass knallige Farben in klaren geometrischen Formen bändigt. Dieses kommt besonders in der Escale Serie zum Ausdruck, die mehrere Zeitzonen gleichzeitig abbildet. 2019 lancierte das Unternehmen zum 10-jährigen Jubiläum seines Spin Time Kalibers die Tambour Spin Time Air.


Mouawad: Luxus für den Luxus

Viele denken bei Juwelieren und Luxusmarken oft fälschlicherweise ausschließlich an europäische oder amerikanische Marken. Mouawad hingegen zeigt, dass sich auch im arabischen Raum Diamantenexperten finden lassen. In der vierten Generation familiengeführt und bereits fünfmal mit dem Guinness Weltrekord ausgezeichnet, hat sich Mouawad in der Juwelierbranche bereits mehr als etabliert. Im Bereich der Luxusuhren übernimmt Alain Mouawad die Führung und verbindet dabei Schweizer Innovation mit außergewöhnlichen Diamantenträumen. Die Preise rangieren dabei zwischen erschwinglichen Modellen wie der Grand Ellipse Sport Ville mit der Referenz S2079 und einer der wertvollsten Uhren in unserem Sortiment: Die Grande Ellipse Chrono Monopoussoir Tourbillon mit der Referenz 22211523.


Weißgoldene, mit Diamanten besetzte Grande Ellipse Chrono Monopoussoir Tourbillon 22211523 Uhr der Luxusmarke Mouawad
MOUAWAD GRANDE ELLIPSE CHRONO MONOPOUSSOIR TOURBILLON 22211523


Tiffany & Co: Kollaborationskönige auf Solopfaden

Wenn man sich im Markt der Luxusuhren Kredibilität verschaffen will, hilft es, mit den Besten der Branche gearbeitet zu haben. Besonders mit Patek Philippe verbindet Tiffany & Co eine lange Partnerschaft, die bis ins Jahr 1854 zurückreicht, als Tiffany der erste offizielle Händler für Patek Philippe Uhren in den USA wurde. Die berühmten Tiffany & Co. Zifferblätter findet man daher beispielsweise bei vintage Modellen von Patek Philippe und Rolex. Das Unternehmen entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts aber auch zu einer eigenständigen Uhrenmarke mit Manufakturen in Genf, eigenen Patentanträgen und zahlreichen internationalen Auszeichnungen.

Der Einfluss von Tiffany & Co. reichte aber noch weiter. Den Eingang des New Yorker Geschäfts schmückte ab 1853 eine der ersten öffentlichen Uhren New Yorks. Dies war für viele New Yorker die einzige Möglichkeit, die Uhrzeit zu überprüfen. Die Uhr wurde von einer Atlas-Statue getragen und als Atlas-Uhr bekannt. 1995 lancierte Tiffany dieser Uhr zu Ehren eine eigene Atlas Kollektion. Auch schaffte es Tiffany an das Handgelenk des US-Präsidenten, als man Franklin D. Roosevelt eine goldene Kalenderuhr schenkte. In seiner Essenz bleibt Tiffany & Co. aber immer New York und huldigt dem rasanten Lebensstil des Big Apple mit der CT60 Kollektion.


Versace: Treu wacht die Medusa

Der Medusenkopf wacht sorgfältig über das jüngste Mode-Imperium auf dieser Liste. Versace wurde 1978 gegründet und ist zwar das jüngste Unternehmen in dieser Auflistung, konnte sich aber durch die genialen Kreationen und gefragten Designs von Gianni und Donatella Versace schnell in der Haute Couture etablieren. Seit 1990 bringt das Modelabel Versace auch Luxusuhren auf den Markt und überträgt sein unverkennbares Design auf Kollektionen von Dresswatches, wie beispielsweise bei der Ref. VQI010015 aus der Dylos Kollektion oder der Ref. 01AC1 aus der DV Kollektion. Seit 2004 kollaboriert das Unternehmen dafür mit der Timex-Group, die für Design, Produktion und Distribution der Uhren verantwortlich sind.