Win a Rolex at Watchmaster.com

Welche Folgen hat Covid-19 für die Uhrenbranche?


Veranstaltungen werden reihenweise abgesagt, Schulen und Kitas geschlossen und das öffentliche Leben erfährt dramatische Einschränkungen. Die Covid-19-Erkrankung, besser bekannt unter dem Namen „Coronavirus“, hält aktuell die ganze Welt in Schach. Was seinen Ursprung allem Anschein nach in Wuhan (Provinz Hubei, China) nahm, bringt nun das Konstrukt unserer Weltwirtschaft ins Wanken. Wo und wie die Infektion tatsächlich ausbrach, ist noch nicht endgültig geklärt. Sicher ist aber, dass sich die Folgen weltweit bereits mehr als deutlich bemerkbar machen. Die Auswirkungen von Corona auf die Uhrenwelt hinterlassen schon seit Beginn der Krise einen enormen Flurschaden. Doch wie stark ist die Uhrenbranche vom Coronavirus tatsächlich betroffen?



Auswirkungen von Corona auf die Uhrenwelt


Absage von Schmuck- und Uhrenmessen

Bereits zu Beginn des Jahres stand auf der Kippe, ob Großveranstaltungen wegen des neuartigen Coronavirus noch stattfinden können oder aus Sicherheitsgründen abgesagt werden sollten. Als erstes entschieden sich die Veranstalter der Watches and Wonders (ehemals SIHH) gegen eine Ausrichtung der geplanten Messe, um etwaige Infektionen verhindern zu können. Kurz darauf folgte auch die Absage der Baselworld 2020. Stattdessen wurde die große internationale Messe für Schmuck und Uhren auf den Januar 2021 verschoben.

Als eine Art Rettungsschirm riefen daraufhin einige Uhrenhersteller die Geneva Watch Days ins Leben. Dabei handelt es sich um eine neue Art der Messe, welche die Ausstellungen auf verschiedene Genfer Hotels verteilt und so die Hygienestandards gewährleisten und aufrecht erhalten kann. Zudem lassen es sich viele Luxusuhrenhersteller nicht nehmen, ihre neuesten Zeitmesser auch abseits der Messen zu vorzustellen, und präsentieren diese daher kurzerhand online. Die Neuheiten findet man also aufgrund der aktuellen Lage vorerst nicht an aufwändig gestalteten Messeständen, sondern auf den Webseiten der Hersteller.


Produktionsstopps und Kurzarbeit in der Uhrenbranche

Was bedeutet die Ausbreitung des Coronavirus für die Produktion von Luxusuhren? Nicht nur internationale Messen werden nach und nach abgesagt, sondern auch Fertigungsanlagen vorübergehend geschlossen. Branchen-Gigant Rolex gab beispielsweise bekannt, seine Werke vorerst vom 17. bis zum vorerst 27. März 2020 zu schließen. Nun wurde der Produktionsstopp von Rolex verlängert, die Werke bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Im offiziellen Statement von Rolex heißt es, das Unternehmen versuche so, seine Mitarbeiter und deren Familien so gut es geht vor der Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. Genaue Zahlen werden zwar nicht genannt, da Rolex auf der firmeneigenen Webseite aber angibt, bis zu 6.000 Mitarbeiter zu beschäftigen, ist mit Zwangsurlaub für eine Mitarbeiterzahl in ähnlicher Größenordnung zu rechnen. Es zogen unter anderem auch die Swatch Group, Audemars Piguet, Patek Philippe und Hublot mit ähnlichen zeitlich befristeten Konzepten nach.

Damit wird die Schweiz als Mekka der Haute Horlogerie von den Folgen der Pandemie wirtschaftlich hart getroffen. Jedoch ist dieser Schritt notwendig, da Unternehmen wie Rolex viele Mitarbeiter aus dem Ausland beschäftigen, die tagtäglich die Grenze zwischen Arbeitsplatz und Wohnsitz passieren und eine mögliche Infektion so über Landesgrenzen hinaus übertragen können.

Der weltgrößte Luxusuhrenhändler Bucherer sieht sich ebenfalls mit den Auswirkungen der Infektion konfrontiert. Bereits im vergangenen Jahr brachen die Verkaufszahlen von Luxusuhren an Endkunden in China um über 20% ein. Aufgrund der aktuellen Lage wird diese Zahl vermutlich weiter ansteigen. Anfang März stellte Bucherer in den Schweizer Städten Luzern und Interlaken bereits auf Kurzarbeit um. Mitte März entschied sich Bucherer dann schließlich für die Schließung aller noch geöffneten Geschäfte in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich und Dänemark. Des Weiteren wurden einzelne Ableger des Juweliers wie der Rolex Showroom im Londoner Stadtteil Knightsbridge vorübergehend geschlossen. Bucherer Kunden wurden darüber jedoch zeitnah per Newsletter des Juweliers informiert.



Wert- und Preisverfall von Luxusuhren?

Bei all diesen unerfreulichen Nachrichten liegt auch der Gedanke nahe, ob der der gesamte Luxusuhrenmarkt in der Corona-Krise schwanken oder sogar einbrechen wird. Viele reden bereits vom „Platzen einer Rolex-Blase“ und einige Sammler spielen mit dem Gedanken, ihre Uhrensammlung schnell zu Geld zu machen. Sind diese Sorgen aufgrund der akuten Lage berechtigt oder handelt es sich hier um vorschnelle Handlungen? Müssen wir tatsächlich mit einem Wertverlust bei Luxusuhren rechnen?

Eine Umfrage des YouTube Kanals „TenPastTen“ befragte diesbezüglich rund 1.300 Uhrensammlerinnen und -sammler und ließ die Ergebnisse anschließend von Prof. Dr. Christian Rieck an der Frankfurt University of Applied Sciences wissenschaftlich auswerten. Das Resultat: Nur einige wenige Sammler machen sich wegen der aktuell anhaltenden Corona-Krise ernsthafte Sorgen bezüglich eines Wertverfalls ihrer Sammlung. Dennoch könnten die Preise auf dem Graumarkt durch den plötzlich auftretenden Wunsch einiger Sammler, ihre Uhren zu verkaufen, dramatisch fallen. Dafür muss das Angebot lediglich die Nachfrage übersteigen und schon könnten die Preise in den Keller sinken.

Wird das auch mit neuen Uhren der Fall sein? Falls die Nachfrage tatsächlich sinken sollte, dann wird die Uhrenbranche wohl oder übel mit verringerten Stückzahlen und anderen Lieferzeiten reagieren, um so die Exklusivität der angebotenen Modelle wahren zu können. Dies ist allerdings eines der momentan unwahrscheinlichsten Szenarien. Realistischer ist eine Verknappung der Uhren durch die bereits erwähnten Produktionsstopps und damit einhergehend sogar ein leichter Preisanstieg zu erwarten. Außerdem haben große Marken in der Vergangenheit bereits Überbestände von Händlern oder sogar dem Graumarkt aufgekauft, um das Angebot kontrollieren und die Preise stabil halten zu können.



Watchmaster ist weiterhin für Sie da


Deshalb möchten wir Sie an dieser Stelle beruhigen und raten von schnellen Verkäufen aus Ihrer Uhrensammlung ab. Falls Sie Ihre Sammlung unabhängig von den aktuellen Entwicklungen erweitern, verkleinern oder verändern möchten, dann stehen Ihnen unsere Watchmaster Mitarbeiter natürlich auch in dieser schwierigen Zeit mit Rat und Tat zur Seite und beraten Sie gerne zum Kauf oder Verkauf Ihrer Luxusuhr.

Unsere Mitarbeiter halten die erforderlichen Hygienevorschriften ein und sind bemüht, alle Bestellungen schnellstmöglich zu bearbeiten. Auch unser Versandpartner UPS hat uns offiziell bestätigt, dass es derzeit zu keinen Verzögerungen bei Abholungen und Auslieferungen kommt. Bleiben Sie gesund und achten Sie auf Ihre Mitmenschen!