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Die Begriffe Chronograph, Chronometer und Cosmograph sind allgegenwärtig in der Uhrenbranche. Doch was bedeuten sie eigentlich und wie kann man sie voneinander unterscheiden? Nachfolgend gehen wir näher auf ihre Bedeutung und deren Verwendung ein und erklären Ihnen die Unterschiede.



Chronograph, Chronometer und Cosmograph – leicht erklärt


Was ist ein Chronometer?

Ein Chronometer ist eine Uhr mit einer sehr hohen Präzision. Bei der Prüfung auf ihre Eigenschaften als Chronometer zeigen diese Uhren besonders geringe Gangabweichungen in Abhängigkeit von Lage und Temperatur. Die Prüfung der Ganggenauigkeit einer Uhr wird meist von der COSC (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres, deutsch: Chronometerprüfung der Schweiz) durchgeführt. „Chronometer“ dürfen sich demnach nur Uhren nennen, die eine tägliche Gangabweichung von maximal -4 bis +6 Sekunden aufweisen und die 15-tägige Prüfung bestanden haben. Nach der erfolgreichen Prüfung erhalten die Uhren einen Gangschein und dürfen fortan als Chronometer bezeichnet werden.

Die Ursprünge des Chronometers gehen auf die Seefahrt des späten Mittelalters zurück. Damals benötige man präzise Uhren, um den Längengrad auf See exakt ermitteln und so die Orientierung zu behalten zu können. 1759 stellte John Harrison schließlich ein Chronometer vor, mit dem eine präzise Längengradbestimmung möglich wurde.


Was ist unter einem Chronographen zu verstehen?

Eine Uhr wird als Chronograph bezeichnet, wenn eine zusätzliche Stoppfunktion vorhanden ist, mit der sich Zeitabschnitte messen lassen. Es ist wichtig, zwischen Chronograph und Chronometer zu unterscheiden, da „Chronometer“ nur die Qualitätsauszeichnung für die Ganggenauigkeit eines Zeitmessers ist, dieser aber keine Stoppfunktion aufweisen muss. 1816 wurde der erste anerkannte Chronograph der Geschichte von Louis Moinet entwickelt. Dieses Instrument nannte er damals noch „Compteur de Tierces“, auf deutsch „Terzzähler“. Nur wenige Jahre später, im Jahr 1821, präsentierte der Uhrmacher Nicolas Mathieu Rieussec seine Erfindung zur Kurzzeitmessung unter dem Namen „Chronograph“. Rieussec und seiner Erfindung zollt Montblanc heute noch mit seiner Nicolas Rieussec Kollektion Tribut. Chronographen sind heute oft anhand ihrer markanten Zifferblätter mit drei Totalisatoren in Tri-Compax-Anordnung, also beispielsweise auf 3, 6 und 9 Uhr, und den zwei Drückern rechts und links neben der Uhrenkrone erkennbar.


Breitling Navitimer 01 AB012012.BB02.447A Uhr mit schwarzem Zifferblatt und drei weißen TotalisatorenBREITLING NAVITIMER 01 AB012012.BB02.447A


Zu den bekanntesten Herstellern von Chronometer zertifizierten Chronographen zählt übrigens der Schweizer Hersteller Breitling. Modelle wie die Navitimer oder die Chronomat feierten bereits kurz nach ihrer Lancierung riesige Erfolge in der Aviatik und wurden schnell zu einem unerlässlichen Hilfsinstrument für Piloten. Durch zusätzliche Features wie der Tachymeterskala am Rand der Lünette konnten mit ihnen schnell und einfach auch während des Fluges komplexe und überlebenswichtige Berechnungen bewältigt werden.


Wofür steht der Begriff Cosmograph?

Bei der Bezeichnung „Cosmograph“ handelt es sich um eine Wortkreation von Rolex, welche erstmals in den 1950er Jahren für eine Uhr mit Mondphase und Kalenderfunktion genutzt wurde und heute für die Daytona Chronographen gebräuchlich ist. Der Schweizer Uhrenhersteller hat die Geschichte der Zeitmessung essentiell beeinflusst und mit dem Cosmographen ein Modell geschaffen, das sich nicht nur namentlich von allen anderen Chronographen unterscheidet. Der Cosmograph Daytona wird darüber hinaus nämlich auch als „Chronometer der Superlative“ bezeichnet, da dieser eine Gangabweichung von lediglich etwa ±2 Sekunden pro Tag aufweist. Aus diesem Grund findet man auf dem Zifferblatt der Daytona den Schriftzug „Superlative Chronometer Officially Certified“.


Panda-Zifferblatt einer Rolex Cosmograph Daytona 116503 Bicolor-Uhr mit schwarzen Totalisatoren
ROLEX DAYTONA 116503


Ursprünglich wurde die Rolex Cosmograph Daytona für den Motorsport entwickelt, um Rekord-Bestzeiten zu erreichen, erfreute sich jedoch auch abseits der Rennstrecken schnell einer großen Beliebtheit. Einige Modelle, die Abweichungen und Besonderheiten bei den Zifferblättern aufweisen, sind sogar äußerst begehrte Raritäten auf dem Uhrenmarkt. Interessant ist auch, dass es sich bei einer der teuersten Uhren der Welt um einen dieser Cosmographen handelt. Die Paul Newman Daytona erreichte bei einer Auktion im Jahr 2017 einen sagenhaften Preis von 17.800.000 US-Dollar. Gekauft wurde sie einst zu einem Ursprungspreis von gerade einmal knapp 200 US-Dollar. Die Daytona umgibt ganz klar eine eigene Aura, wozu nicht zuletzt wohl auch die neuartige Bezeichnung beitrug.