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Nach den bedauerlichen, weltweiten Absagen aller Messen und Großveranstaltungen aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie sah es auch am Horizont der Haute Horlogerie zunächst düster aus. Jedoch fand eine der größten Messen für Luxusuhren einen Weg, dem Virus die Stirn zu bieten: Die Watches & Wonders hat am vergangenen Wochenende eine Art virtuelle Messe veranstaltet und bot vielen Uhrenherstellern so die Möglichkeit, ihre Neuheiten bei diesem Online-Event vorzustellen.



Neues von der Watches & Wonders 2020


Am Samstag, den 25. April 2020 um 12:00 Uhr mittags wurde auf der Webseite der Watches & Wonders eine bis dato einzigartige Online-Plattform für die multimediale Präsentation der neuesten Modelle und Entwicklungen aus der Welt der Luxusuhren . 18 verschiedene Marken, darunter Branchengrößen wie Vacheron Constantin, A. Lange & Söhne, Cartier und Jaeger-LeCoultre, präsentierten bei der Online-Premiere der Watches & Wonders unter dem Motto „Let’s Connect“ ihre neuesten Kollektionen.

Doch ist mit den bisher teilnehmenden 18 Marken noch lange nicht genug. 12 weitere Hersteller, unter anderem Fabergé, Parmigiani und Ulysse Nardin, werden dieses Portal ebenfalls nutzen, um ihre neuesten Kreationen in den kommenden Wochen und Monaten zu präsentieren.



Die Highlights der Watches & Wonders 2020


Wie jedes Jahr ist die Auswahl an bewundernswerten Zeitmessern riesig und schier erschlagend. Einige Armbanduhren sind uns dabei besonders ins Auge gefallen. Dies sind die Highlights der Watches & Wonders.


Vier singende Vögel von Vacheron Constantin

Den Anfang macht der legendäre Hersteller Vacheron Constantin mit vier einzigartigen neuen Modellen, deren farbenfrohe emaillierte Zifferblätter je ein Singvogel ziert. Die Les Cabinotiers „La Musique Du Temps“ Kollektion zollt der hohen Handwerkskunst der Uhrmacherei durch eine Reihe aufwendig und filigran gestalteter Zeitmesser mit Repetitionsschlagwerk Tribut. Die zarten Klänge der Minutenrepetition erinnern bei jedem einzelnen Schlag an die feine Mechanik und das aufwendige Handwerk dahinter.


A. Lange & Söhne gibt sich sportlich

Doch nicht nur Vacheron Constantin weis dieses Jahr zu begeistern. Die Glashütter Manufaktur A. Lange & Söhne wagt mit der sportlichen „Odysseus“ Kollektion den Sprung in neue Gefilde. Die Odysseus präsentiert sich wie ihr Namensgeber aus der griechischen Mythologie als abenteuerlustig und wagemutig, büßt dabei jedoch nichts von der beruhigenden Sicherheit einer A. Lange & Söhne Uhr ein. Erstmals präsentiert das Unternehmen eine Uhr für sportliche Aktivitäten, die wahlweise auch mit einem Kautschuk-Armband kombiniert werden kann. Hier bekommen wir zweifellos eine der aufregendsten Uhren des Jahres geboten.

Darüber hinaus wurde eine Weißgold-Version der 2015 lancierten A. Lange & Söhne Zeitwerk Minute Repeater mit blauem Zifferblatt vorgestellt, deren Klang im Vergleich zur Platin-Variante lauter und voller ist.


Panerai überrascht mit 70-Jahre-Garantie

Eine ebenfalls sehr einfallsreiche Innovation hatte Panerai zu bieten. Anlässlich des 70. Geburtstages des Leuchtstoffes Luminor stellt das Unternehmen eine Sonderaktion vor, die für Schmunzeln und Staunen gleichermaßen sorgte: Käufer der neuen und jeweils auf 270 Stück limitierten Panerai Luminor Marina DMLS, Carbotech und Fibratech Modelle erhalten eine irrwitzige und bis dato nie dagewesene Garantie von 70 Jahren.


Cartier präsentiert ausgefallene Dresswatch

Mehr als nur eine weitere Überraschung bescherte uns die Pariser Maison des berühmten Uhren- und Schmuckherstellers Cartier. Neben neuen Interpretationen der Tank Asymétrique, der Pasha und der Santos überraschte Cartier durch eine designtechnisch wegweisende neue Damenuhrenserie.

Mit der „Maillon de Cartier“ Kollektion vereint Cartier ein vollkommen neues Design mit der unverkennbaren Cartier-DNA in einer außergewöhnlichen Dresswatch. Diese Damenuhr gleicht aufgrund der geringen Größe des Gehäuses von gerade einmal 16 mm mal 17 mm zwar eher einem Schmuckarmband als einer Armbanduhr, jedoch bewies Jaeger-LeCoultre bereits 1929 mit der Calibre 101, dass dieses Konzept einwandfrei funktionieren kann. Das Armband der Maillon de Cartier besteht aus einzelnen, scheinbar nicht wirklich ineinander passenden Gliedern – doch tun sie dies natürlich ganz zweifellos auf perfekte Art und Weise, denn die feine Damenuhr bietet einen einwandfreien Tragekomfort. Hinzu kommt, dass diese Kollektion ausschließlich in Edelmetall oder Diamant-Pavé-Besatz erhältlich ist.



Watchmaster’s Favoriten der Watches & Wonders


Wie jedes Jahr gibt es Uhren, die einen etwas mehr begeistern als andere. Natürlich ist dies letztendlich eine Frage des Geschmacks. Dennoch möchten wir Ihnen unsere bisherigen persönlichen Favoriten der Watches & Wonders 2020 keinesfalls vorenthalten.

Werfen wir also zunächst einen Blick auf die bereits angesprochene neue Cartier Santos Serie. Mit der Santos-Dumont XL erweist Cartier der ersten Herrenarmbanduhr der Welt durch eine limitierte Edition gravierter Armbanduhren mit dem Handaufzugskaliber 430 MC seinen Respekt. Die Modelle kommen teils mit dem vertrauten blauen Saphir-Cabochon oder, in diesem speziellen Fall, mit einem roten Cabochon. Limitiert auf 30 Exemplare ist dieses Modell mit einer „La Demoiselle‟-Gravur auf dem Gehäuseboden versehen. Bei der „La Demoiselle‟ handelt es sich um die wohl eleganteste Flugmaschine von Alberto Santos Dumont, mit der er 1908 die Lüfte eroberte. Die Uhr selbst verfügt über ein creme-weißes Zifferblatt in einem 46,6 mm mal 39,9 mm großen Platingehäuse an einem creme-weißen Armband aus gewebtem Leinen. Im Zentrum des Zifferblattes befindet sich wiederum ein quadrat aus gewebtem Leinen. Dieses Material erinnert an die Panamahüte, welche Alberto Santos Dumont seiner Zeit zu tragen pflegte. Eine weitere Besonderheit dieses Modells sind die für die Santos untypischen Breguet-Zeiger. Doch ist damit bei Weitem nicht genug: Wenn man zu den glücklichen Käufern dieser seltenen Uhr gehört, dann erhält man zu der Uhr auch ein Travelcase und ein Wechselarmband aus braunem Alligatorleder sowie ein Paar weißgoldene Santos-Manschettenknöpfe mit Tigeraugen-Besatz.

Neben der Cartier beeindruckten uns jedoch auch Hersteller wie IWC mit einer Neuauflage der Portugieser Yacht Club – erstmals nun auch an einem Metallarmband. Die neue Yacht Club reiht sich mühelos in die Reihe der raffinierten Chronographen von IWC ein und besticht durch das teilweise satinierte und polierte Metallarmband. Dieses verspricht einen ausgezeichneten Tragekomfort und verleiht der Yacht Club eine noch sportlichere Note. Des Weiteren erhielt das Zifferblatt einen etwas moderneren Anstrich, was die Portugieser Yacht Club zu einem tollen und sportlichen Chronographen für jeden Anlass macht. Besonders gefällt uns das Modell aus Stahl mit dem dunkelblauen Zifferblatt und der Referenz IW390701. In dem gewachsenen Gehäusedurchmesser von 44,6 mm findet sich zudem genug Platz für eines der zuverlässigen Automatik-Kaliber aus dem Hause IWC.

Eine gelungene Alternative zum sportlichen Look der IWC bietet Jaeger-LeCoultre mit der Master Control Chronograph Calendar aus Roségold. Die extrovertierte Persönlichkeit dieser Dresswatch umfasst neben dem auffälligen „La Grande Rose‟-Gehäuse an einem Alligatorlederband auch das neue Manufakturkaliber 759 und eine ganze Reihe von Komplikationen. So bietet dieser Zeitmesser einen Chronographen, eine Mondphase, ein Zeigerdatum sowie je ein Fenster für Wochentag und Monat. Ein phänomenaler Auftritt ist Ihnen mit dieser Uhr am Handgelenk jedenfalls stets sicher.

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen einen weiteren unserer diesjährigen Favoriten vorstellen: die Baume et Mercier Hampton (Ref. 10523). Typisch für einen „Underdog‟ gelingt es auch der Hampton unsere Herzen im Sturm zu erobern. So bietet dieser Zeitmesser im Art déco-Design ein Datumsfenster auf 12 Uhr sowie eine zweite Zeitzone mit Tages- und Nacht-Indikation auf 6 Uhr. Durch ein schwarzes Alligatorlederband lässt sich dieses zeitlose Modell bequem am Handgelenk tragen. Baume et Mercier bietet mit diesem Modell eine tolle Uhr für den Alltag, welche es vermag, uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Auf der Rückseite des rechteckigen Gehäuses lässt sich das Schweizer Automatikkaliber bewundern.



Fazit zur digitalen Watches & Wonders 2020


Das Watches & Wonders Online-Event hat bisher auf ganzer Linie überzeugt und nicht mit Überraschungen gegeizt, was wiederum hohe Erwartungen an alle noch kommenden Marken richtet. Als weiterhin anhaltender Trend ließ sich Roségold nicht vom Thron stoßen und wird in den kommenden Monaten wohl vermehrt an den Handgelenken der Welt zu sehen sein. Wir freuen uns über den Pioniergeist, die Watches & Wonders wegen der Auswirkungen der Coronakrise in digitaler Form anzubieten und bleiben gespannt, was uns von den anderen Herstellern noch geboten wird.

Vom 9. bis zum 13. September 2020 findet die Watches & Wonders in Shanghai statt – allerdings nicht für jedermann, sondern nur mit persönlicher Einladung. Messebesucher können sich dort über die Aussteller A. Lange & Söhne, Baume & Mercier, Cartier, IWC Schaffhausen, Jaeger-LeCoultre, Panerai, Parmigiani Fleurier, Piaget, Purnell, Roger Dubuis und Vacheron Constantin freuen.