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Bedeutende Auszeichnungen der Uhrenwelt


Neben den branchenüblichen Design- und Brand-Awards, wie beispielsweise dem European Product Design Award, Good Design Award, iF Product Design Award und German Brand Award, haben sich auch spezielle Auszeichnungen für die Uhrenbranche entwickelt. Insbesondere der Grand Prix d’Horlogerie de Genève hat es geschafft, auch branchenübergreifend Interesse hervorzurufen und wird in den Medien entsprechend rezipiert. Auch in Deutschland hat sich in jüngerer Zeit ein Interesse an neuen Wettbewerben begründet, das den Weg für neue Talente ebnet.



GPHG: Der Grand Prix d’Horlogerie de Genève

Der wichtigste Preis der Haute Horlogerie ist der Grand Prix d’Horlogerie de Genève, kurz GPHG, der jedes Jahr in Genf vergeben wird. Die Uhren müssen dafür zwischen März des Vorgängerjahres und dem 31. Oktober des aktuellen Jahres lanciert werden, um teilnahmeberechtigt zu sein. Alle teilnehmenden Uhren treten in den verschiedensten Kategorien gegeneinander an und werden von einer internationalen Jury bestehend aus 27 Experten bewertet. Die Kategorien des GPHG aus dem Jahr 2019 waren die folgenden:

  • Goldener Zeiger („Aiguille d’Or“ Grand Prix)
  • Damenuhr (Ladies’ Watch Prize)
  • Damenuhr mit Komplikation (Ladies’ Complication Watch Prize)
  • Herrenuhr (Men’s Watch Prize)
  • Herrenuhr mit Komplikation (Men’s Complication Watch Prize)
  • Ikone (Iconic Watch Prize)
  • Chronometer (Chronometry Watch Prize)
  • Kalender und Astronomie (Calendar and Astronomy Watch Prize)
  • Mechanische Besonderheit (Mechanical Exception Watch Prize)
  • Chronograph (Chronograph Watch Prize)
  • Taucheruhr (Diver’s Watch Prize)
  • Juwelierskunst (Jewellery Watch Prize)
  • Kunsthandwerk (Artistic Crafts Watch Prize)
  • Kleiner Zeiger („Petite Aiguille“ Prize)
  • Herausforderung (Challenge Watch Prize)
  • Innovation (Innovation Prize)
  • Wagemut (Audacity Prize)
  • Horologische Offenbarung („Horological Revelation“ Prize)
  • Preis der Jury (Special Jury Prize)

Zwei der Preiskategorien weisen zusätzliche Vorgaben auf: Die Kategorie „Petite Aiguille“ wird nur an Uhren zwischen 3.770 € (CHF 4.000) und 9.420 € (CHF 10.000) vergeben und Uhren in der Kategorie Herausforderung müssen unter 3.770 € (CHF 4.000) liegen.


Audemars Piguet Royal Oak Jumbo Extra-Thin 15202BC.OO.1240BC.01 Uhr mit goldenem Petite Tapisserie Zifferblatt
AUDEMARS PIGUET ROYAL OAK JUMBO EXTRA-THIN 15202BC.OO.1240BC.01 | 2019: Iconic Watch
(Photo: Audemars Piguet)


Vier der oben genannten Preise werden zudem übergreifend an alle teilnehmenden Uhren vergeben. Als wichtigste Auszeichnung gilt dabei der Preis „Aiguille d’Or“, der an die insgesamt beste Uhr aus allen Kategorien vergeben wird. Die gewinnende Marke ist zwar vom Wettbewerb im nächsten Jahr ausgeschlossen, der Gründer oder CEO des Unternehmens erhält jedoch einen Platz in der Jury. Die anderen drei Preise werden nach Ermessen der Jury vergeben. Den Preis für Innovation erhält das Modell, das eine neue Konzeption der Zeitdarstellung aufweist, zum Beispiel in Bezug auf Technik, Design oder Materialien. Der Preis für Wagemut wird an eine Uhr vergeben, die sich durch eine unkonventionelle, ausgefallene Herangehensweise an die Uhrmacherei auszeichnet. Bei der Horologischen Offenbarung handelt es sich ebenfalls um eine optionale Auszeichnung, die entweder an eine erst seit zehn Jahren bestehende Marke oder an ein Modell geht, welches von einem jungen Talent entworfen wurde.


Montre de l’Année und die „Uhr des Jahres“

Das Schweizer Uhrenmagazin „Montres Passion“ vergibt jährlich den Titel Montre de l’Année. Dafür trifft eine Kommission aus Uhrenexperten eine Vorauswahl bestehend aus 40 Uhren aus etwa 100 neuen Modellen. Vergeben werden ein erster, zweiter und dritter Preis der Jury, eine Auszeichnung für die Damenuhr des Jahres und optional ein Spezialpreis der Jury. Die Leserschhaft des Magazins kann online zudem über den Gewinner des Publikumspreises abstimmen.

Für die Berechtigung zur Teilnahme am Wettbewerb müssen die Uhren in der Schweiz hergestellt sein und das Swiss Made-Label tragen, in einer Mindestmenge von 200 Stück produziert werden und dürfen einen Verkaufspreis von 47.100 € (CHF 50.000) nicht überschreiten.


Rolex GMT-Master II 126710BLRO Pepsi mit blau-roter Lünette
ROLEX GMT-MASTER II 126710BLRO | 2019: Sportliche Uhr des Jahres


Das deutsche Pendant ist die Auszeichnung als „Uhr des Jahres“, die jedes Jahr von den Lesern der „Welt am Sonntag“ und des Fachmagazins „Armbanduhren“ sowie einer Fachjury am ersten Publikumstag der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld verliehen wird. Bei diesem Preis gibt es insgesamt sechs verschiedene Kategorien: Die „Sportliche Uhr des Jahres“ und die „Klassische Uhr des Jahres“ werden von der Leserschaft gewählt, während die Vergabe der Preise für die drei weiteren Kategorien und die Auszeichnung für die „Uhren-Persönlichkeit des Jahres“ durch eine Fachjury erfolgt.


Der Prix Gaïa: Nobelpreis der Uhrmacherei

Seit 1993 zeichnet das Musée International d’Horlogerie (MIH) in La Chaux-de-Fonds mit dem undotierten Ehrenpreis Prix Gaïa bedeutende Persönlichkeiten der Uhrenbranche aus, die einen wichtigen Beitrag für die Welt der Horlogerie geleistet haben, und rückt somit den Mensch hinter der Uhr in den Fokus. Von vielen wird er auch als „Nobelpreis der Uhrmacherei“ bezeichnet.

Sofern passende Kandidaten gefunden werden, wird er jährlich in den Kategorien „Artisanat création“ (Handwerkskunst und Kreation), „Esprit d’entreprise“ (Unternehmergeist) und „Histoire“ (Geschichte und Forschung) vergeben.


Der Chrono Award: Leserwahl in Österreich

Während sich die Preiskategorien anderer Auszeichnungen in der Uhrenwelt an ästhetischen Kriterien orientieren, nimmt der Chrono Award einen rein ökonomischen Maßstab. In fünf Preisklassen entscheiden hier die Leserinnen und Leser der österreichischen Luxusmagazine „trend“ und „FORMAT“ über die Gewinner. Alle für den Chrono Award nominierten Modelle werden Anfang Oktober in einem Sonderheft vorgestellt.

Die Kategorien sind die folgenden: First Class (ab 25.000 €), Premium Class (bis 25.000 €), Success Class (5.000 € bis 10.000 €), Business Class (bis 5.000 €) und Trendsetter (bis 1.500 €). Darüber hinaus gibt es noch die Sonderkategorie „Ladies Special“, in der im Jahr 2019 die Breitling Navitimer Automatic 41 auf dem ersten, die Cartier Baignoire Allongée auf dem zweiten und die Grand Seiko Elegance Collection auf dem dritten Platz landeten.


Breitling Premier B01 Chronograph 42 Norton Uhr mit schwarzem Zifferblatt und braunem Lederarmband
BREITLING PREMIER B01 CHRONOGRAPH 42 NORTON AB0118A21B1X1 | 2019: 1. Platz Success Class
(Photo: Breitling)


Auch in Deutschland gibt es bereits seit 1988 eine ähnliche Auszeichnung, bei der die Leser vom Uhren-Magazin und Focus die Qual der Wahl haben. Die Leserschaft sowie alle Interessierten können über Focus Online ihre Stimme für die „Goldene Unruh“ abgeben und die besten Uhren der Welt küren. Wie auch beim Chrono Award erfolgt die Einteilung nach Preisklassen: Uhren bis 2.500 €, bis 5.000 €, bis 10.000 €, bis 25.000 € und Modelle ab 25.000 €. Seit 2007 werden zudem zusätzlich maximal drei Preise in der Kategorie „Technik“ von der Redaktion des Uhren-Magazins vergeben und seit 2019 ebenfalls die „Damenuhr des Jahres“ mit einem Jury-Preis ausgezeichnet.


Der INHORGENTA Award

Als eine der wichtigsten europäischen Fachmessen für Schmuck und Uhren vergibt auch die INHORGENTA MUNICH seit 2016 einen Preis, der neben Schmuckstücken und Designern auch besondere Uhren ehrt. Der INHORGENTA Award wird in insgesamt acht Kategorien verliehen, darunter die Auszeichnungen „Watch Design“, bei der es auf innovative Konzepte, Materialien und Funktionen sowie einen hohen Wiedererkennungswert ankommt, und „Public Choice Award – Best Watch“, bei der das Publikum aus Uhren, die Teil einer aktuellen Kollektion sind, einen Gewinner wählt. Die Jury stellt dabei eine bunte Mischung aus Prominenz und Vertretern der Uhrenbranche. Die Award-Gala findet immer im Februar während der Messe statt.