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Die schlechte Nachricht zuerst: Passformen sind so individuell, dass es nicht ganz so einfach ist, objektive Kriterien aufzustellen, da  jedes Handgelenk in seiner Form unterschiedlich ist. Dazu kommen zudem externe Faktoren wie beispielsweise die Temperatur, die ihre Haut maßgeblich beeinflussen kann. Die für sich richtige Uhrengröße zu finden, bedarf deswegen vor allem Zeit und ein gewisses Maß an Erfahrung. 

Um Ihnen deshalb schon einmal vorweg die Angst zu nehmen: Sie werden Fehler machen. Vielleicht verlieben Sie sich in eine Uhr und bestellen diese, ohne Sie anprobiert zu haben – nur um dann festzustellen, dass Sie eigentlich doch gar nicht die richtige Größe für Sie hat. Vielleicht haben Sie eine Lieblingsuhr, die Ihnen nicht ganz passt und tragen diese aber trotzdem – bis sie deswegen einmal einen Kratzer abbekommt. Viele Uhrenträger haben dies bereits durchgemacht – die meisten oftmals schon mehrere Male.



Die passende Uhrengröße finden: Worauf kommt es an?


Neben einer Reihe von ausschlaggebenden Faktoren zur Ermittlung der richtigen Uhrengröße sollte man bei der Passform vor allem die folgenden vier Größen beachten: Durchmesser, Ansatz zu Ansatz, Design der Lünette und nicht zuletzt Ihr Handgelenk. Da das Zusammenspiel dieser Größen ausschlaggebend für die richtige Passform einer Uhr ist, werden sie nachfolgend etwas detaillierter erläutert.


Audemars Piguet Jules Audemars 25955OR.OO.D002CR.01 und Breitling Emergency V76325G1.BC46 Uhren auf schwarzem Hintergrund
AUDEMARS PIGUET JULES AUDEMARS vs. BREITLING EMERGENCY


Der Durchmesser der Uhr

Da man mit dem Auge oftmals besser lernt, haben wir eine punktuelle Übersicht mit Beispielen zusammengestellt, um ein grundlegendes Gefühl für die Durchmesser von Uhren zu vermitteln. Den für Sie geeigneten Durchmesser berechnen Sie, indem Sie die Breite ihres Handgelenkes abmessen. Legen Sie dafür ein Maßband direkt an Ihrem Handgelenksknochen entlang an und fügen Sie zu dem Endergebnis etwa 5 mm hinzu, um eine angenehme Passform zu garantieren.

Zur Orientierung: Eine Damenuhr hat einen durchschnittlichen Durchmesser von 28 bis 33 mm, wobei sich der Trend zu größeren Modellen bis 38 mm bewegt. Mit einigen zusätzlichen Tipps finden Sie garantiert die richtige Damenuhr. Damit Sie auch die passende Herrenuhr finden, sollten ebenfalls einige Hinweise beachtet werden. Uhren für Herren liegen standardmäßig zwischen 36 bis 44 mm. Doch natürlich ist nach oben und unten noch Spielraum, je nachdem wie sportlich oder klassisch eine Uhr ausfallen soll und für welchen Anlass sie genutzt wird. Ab einem Durchmesser von 45 mm spricht man bereits von übergroßen Modellen. Besonders große Uhren können dabei schon einmal einen stolzen Durchmesser von bis zu 55 mm aufweisen. Halbschritte beim Durchmesser wurden in der nachfolgenden Tabelle ausgelassen. Nominell machen diese zwar einen Unterschied, in der Praxis trägt sich eine 42,5 mm Uhr allerdings wie eine 42 mm Uhr.


Durchmesser Modellname Referenznummer
14 mm Audemars Piguet Charleston 67025BC.ZZ.1091BC.01
16 mm Longines Dolce Vita L5.158.7.16.6
19 mm Cartier Tank Américaine WB7018L1
22 mm Jaeger-LeCoultre Reverso Classique 252.8.86
25 mm Jaeger-LeCoultre Reverso
Day & Night
270.8.54
28 mm Omega Seamaster Diver 300M 224.80.00
30 mm Breitling Starliner A71340
32 mm Omega Constellation Quartz 396.1070.1
34 mm Rolex Oyster Perpetual Date 15210
36 mm Rolex Datejust 116234
38 mm TAG Heuer Classic Monza
CR2113.FC6164
40 mm Rolex Submariner 116610LN
42 mm Omega Speedmaster Moonwatch Chronograph 311.30.42.30.01.005
44 mm Rolex Deepsea 116660
46 mm Breitling Cockpit B50 Night Mission VB501022.BD41.155S.V20DSA.2
48 mm Breitling Avenger Blackbird V1731010.BD12.100W.M20BASA.1


36 mm Audemars Piguet Jules Audemars, 42 mm IWC Portugieser Automatic und 51 mm Breitling Emergency Uhren mit verschiedenen Gehäusegrößen nebeneinander
AUDEMARS PIGUET | IWC PORTUGIESER AUTOMATIC | BREITLING EMERGENCY


Ansatz zu Ansatz

Die Größe Ansatz zu Ansatz misst die komplette Länge des Gehäuses und ist entscheidend für die tatsächliche Passform der Uhr. Ragt das Modell zu weit über das Handgelenk hinaus, kann die Uhr leichter wackeln und Schäden abbekommen. Ist das Gehäuse hingegen zu klein, kann Ihr Handgelenk schnell leer wirken.


Die Lünette der Uhr

Auch das Design der Lünette ist entscheidend. Dresswatches, die keine Lünette besitzen, wirken beispielsweise schmaler als Taucheruhren, bei denen eine breite Lünette Standard ist. Wenn dies für Sie ein Problem darstellt, suchen Sie nach Funktionsuhren mit einer inneren Lünette wie die Aquatimer von IWC – diese fallen an der Hand oftmals schmaler aus.


Das Handgelenk des Trägers

Allgemein gilt: Wenn Sie ein zierliches Handgelenk haben, dann sollten Sie nicht unbedingt zu großen oder sogar übergrößen Zeitmessern greifen. Das gleiche gilt auch andersherum, denn an einem starken Handgelenk wirkt eine kleine Uhr schnell verloren und kindlich. Wichtig ist an dieser Stelle vor allem das Zusammenspiel zwischen Ihrem Handgelenk und der Uhr. Dennoch müssen glücklicherweise weder jene mit zierlichen Handgelenken auf große Uhren, noch solche mit kräftigen Handgelenken auf kleine Uhren verzichten. Falls Sie sich hier wiedererkennen, dann greifen Sie am besten zu einer Uhr, deren Maße in der Mitte liegen, also einen Durchmesser von etwa 40 mm aufweisen. Sie werden staunen, wie unterschiedlich ein und dieselbe Uhr an verschiedenen Handgelenken wirken kann.

Die Weisheit „Probieren geht über Studieren‟ ist hier oberstes Gebot. Wie zuvor bereits erwähnt, ist das Anprobieren einer Uhr unerlässlich. So können auf der anderen Seite je nach Handgelenk auch „normal‟ große Uhren wie die IWC Portugieser mit einem Durchmesser von 41 mm je nach Handgelenk als zu klein oder zu groß empfunden werden. Wenn Ihnen die Uhr jedoch gefällt und sich an Ihrem Handgelenk richtig anfühlt, obwohl sie zum Beispiel etwas zu zierlich für Ihr Handgelenk zu sein scheint, dann vertrauen Sie uns, wenn wir Ihnen sagen: Sie werden sich daran gewöhnen. Das gleiche gilt für zu groß wirkende Zeitmesser. Aber hier sei dennoch Vorsicht geboten. Das Risiko, mit einer zu großen Uhr wortwörtlich anzuecken, ist nicht außer Acht zu lassen. 
Außerdem geben wir zu bedenken, dass es schwieriger wird, eine Uhr dezent zu tragen, je größer diese ausfällt. Sollten Sie zum Beispiel ein starkes Handgelenk haben und deshalb zu einer übergroßen Uhr wie einer Breitling Bentley 6.75 mit einem Durchmesser von einschüchternden 48,8 mm greifen, dann ist das nachvollziehbar. Sie sollten bedenken, dass sich diese Uhr vermutlich nicht unter einer Hemdmanschette verstecken lassen wird. Mit einem solchen „Problem‟ werden Sie sich bei „normal‟ großen oder kleineren Uhren nicht konfrontiert sehen. 
Wenn Ihnen eine Uhr jedoch gefällt, diese zu Ihnen passt und Sie mit ihr ein harmonisches Gesamtbild abgeben, dann greifen Sie zu und lassen sich nicht davon abhalten. Fühlen Sie sich mit der Uhr an Ihrem Handgelenk wohl, dann werden Sie diese auch mit Selbstbewusstsein tragen und keine Zweifel an Ihnen aufkommen lassen.


Weitere Faktoren für die Passform einer Armbanduhr

Informieren Sie sich über den Uhrentypen. Sport- oder Funktionsuhren wie Taucher- und Fliegeruhren sind oftmals massiver und können am Handgelenk bis zu 50 mm beanspruchen. Dresswatches fallen hingegen schmaler aus und sind somit unauffälliger.
 
  • Achten Sie bei rechteckigen oder tonnenförmigen Gehäusen auf die Höhe der Uhr. Diese schließt auch die Ansätze mit ein, die beim Gehäusedurchmesser nicht mitgerechnet werden, aber das Erscheinungsbild am Handgelenk signifikant verändern können. Die Ansätze sollten, wenn möglich, nicht über die Weite Ihres Handgelenkes hinauslaufen, um die Uhr vor Kratzern und Schlägen zu schützen.

  • Auch die Dicke des Gehäuses ist entscheidend. Ist das Gehäuse sehr sperrig und verkantet, fällt es am Handgelenk  automatisch auch größer aus. Ist es dagegen sehr dünn und dynamisch, kann es das Handgelenk möglicherweise nicht genügend ausfüllen und zu viel Platz lassen.

Gehäusedicke einer Breitling Emergency, IWC Portugieser und Audemars Piguet Jules Audemars Uhr


  • Auch Armbänder spielen bei der richtigen Uhrengröße eine wichtige Rolle. Neben der Länge – durchschnittlich 165 bis 180 mm für Damenuhren und 184 bis 197 mm für Herrenuhren – ist hier vor allem auch die Breite des Armbandes entscheidend. Als generelle Richtlinie für die Breite eines Uhrenarmbandes kann gesagt werden, dass die Bandbreite einer Uhr der Hälfte des Gehäusedurchmessers entsprechen sollte. Die gängigste Stegbreite liegt etwa bei 20 mm, kann sich aber durchaus in einem Bereich von 18 mm bis 24 mm bewegen. Einige Damen- und Vintage-Uhren haben sogar noch weitaus schmalere Armbänder. Hier gilt, dass Uhrenträger mit eher dünnen Handgelenken schmalere Stegbreiten bis 18 mm wählen sollten, während für Personen mit breiteren Handgelenken Uhren ab 18 mm Stegbreite zu empfehlen sind. Wenn Ihnen Präsenz wichtig ist und Ihre Uhr gern markanter sein darf, können Sie natürlich auch ein Modell mit einem noch breiteren Armband wählen.

  • Ein weiterer wichtiger Faktor, den viele unterschätzen: Insbesondere bei größeren Investitionen sollten Sie die Uhr vor dem Kauf anprobieren und nicht nur nach Gefühl oder ausschließlich aufgrund schöner Fotos kaufen. Watchmaster  bietet Ihnen an dieser Stelle auch die Möglichkeit, bestellte Uhren kostenlos zurückzuschicken, um Ihnen die nötige Bedenkzeit zu geben und größtmögliche Flexibilität zu garantieren.


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