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Die Welt der Luxusuhren kann hin und wieder ziemlich undurchsichtig sein und auf den ersten Blick verwirrend erscheinen. Eine gewisse Abhilfe sollen da die verschiedenen Zahlencodes der Referenzen schaffen. Doch kann man mit diesen teilweise sehr langen Nummern nicht wirklich etwas anfangen, wenn man nicht weiß, welche Bedeutung die einzelnen Ziffern haben. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen nun erklären, wie sich die Rolex Referenznummern zusammensetzen und lesen lassen.



Rolex Referenznummern im Wandel der Zeit


Wenn man auf die ereignisreiche Geschichte von Rolex zurückblickt, lässt sich zunächst einmal festhalten, dass die Referenznummern im Laufe der Zeit umfangreicher geworden sind: Aus den anfangs vierstelligen Nummern wurden ab Mitte der 70er Jahre fünfstellige Referenzen und im Jahr 2000 schließlich die bis heute gültigen sechsstelligen Referenznummern. Bei den aktuellsten Nummern wurde allerdings überwiegend lediglich eine 1 vor die bereits bestehende Referenz gesetzt.

Des Weiteren hielt auch noch eine andere Neuerung in den 2000ern Einzug. So ist die Referenznummer des Modells zwar immer noch auf der Gehäuse-Außenseite zwischen den Hörnern auf 12 Uhr eingraviert, die Seriennummer wanderte jedoch von dieser Position auf 6 Uhr nach innen auf die Rehaut. Seit 2007 befindet sich die Seriennummer der Uhr also nicht mehr außen wie die Referenznummer, sondern innenliegend.


Seriennummer einer Rolex Submariner 116613LN Uhr auf dem inneren Ring der Lünette
ROLEX SUBMARINER 116613LN



Was bedeuten die Zahlen der Rolex Referenznummern?


Ähnlich wie bei Breitling geben auch bei Rolex einige Ziffern der Referenznummer nicht nur Aufschluss über das Uhrenmodell, sondern auch über das verwendete Material, das Kaliber sowie die Art und Farbe der Lünette. Wenn man diesen Code erst einmal verstanden hat, dann lassen sich insbesondere die modernen Referenznummern so schnell lesen und verstehen wie ein Groschenroman. Zudem kann man anhand der Referenznummer schnell herausfinden, ob es sich tatsächlich um eine Original Rolex oder eine Fälschung handelt, indem man diese mit den Daten aus Fachpublikationen und Rolex Katalogen abgleicht. Das Lesen von Referenznummern kann beim Uhrenkauf also enorm weiterhelfen. Daher möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen Guide zum schnellen Entschlüsseln der aktuellen sechsstelligen Rolex Referenznummern an die Hand geben.


Die erste Zahl der Referenznummer

Wie bereits erwähnt, wurde bei den meisten Rolex Modellen mit der Einführung der sechsstelligen Referenznummern lediglich eine 1 vor die bereits existenten Nummern gesetzt. Dies bietet dem Unternehmen schlicht und ergreifend mehr Möglichkeiten für kommende Referenznummern. Deshalb können Sie sich Folgendes ganz einfach merken: Fast alle Rolex Modelle, die im Zeitraum von 2000 bis heute lanciert wurden, beginnen mit der Zahl 1.


Die zweite Zahl der Referenznummer

Die zweite Zahl der Referenznummer steht für das verwendete Rolex Kaliber. Steht an der zweiten Stelle der Referenz eine 1, so ist noch nicht die aktuellste Version des Kalibers verbaut. Dies ist erst der Fall, wenn sich an zweiter Stelle der Referenz die Zahl 2 finden lässt. Doch die zweite Zahl der Referenz hat noch eine weitere Funktion. Mehr erfahren Sie darüber im nächsten Abschnitt.


Die erste bis vierte Zahl der Referenznummer

Die Zahlen von der ersten bis vierten Position einer Rolex Referenznummer geben Aufschluss über die entsprechende Serienzugehörigkeit eines Modells. So enthalten zum Beispiel diese Rolex Serien die folgenden Zahlenkombinationen:


Air-King: 55, 140, 116, 1142
Date: 15, 150, 115
Datejust: 16, 160, 162, 1162
Datejust 40: 1263
Datejust II: 1163
Day-Date: 65, 18, 180, 182, 183, 1182
Day-Date 40: 2282
Day-Date II: 2182
Daytona: 62, 165, 1165
Explorer: 142, 10, 1142, 2142
Explorer II: 16, 165, 2165
GMT-Master: 65, 16, 1675
GMT-Master II: 167, 1167, 1267
Ladies Date: 65, 69, 691, 692
Ladies Datejust: 65, 69, 691, 692
Ladies Oyster Perpetual: 67, 671, 672
Ladies Oyster Perpetual Datejust: 68, 682
Milgauss: 65, 10, 1164
Oyster Perpetual: 10, 140, 142, 114, 115, 1152
Oysterquartz Datejust: 170
Oysterquartz Day-Date: 190
Sea-Dweller: 16, 166, 1166, 1266
Sky-Dweller: 3269, 3261
Submariner: 16, 166, 1166, 1266
Submariner (no date): 55, 140, 1140
Yacht-Master: 166, 686, 696
Yacht-Master II: 1166


Die fünfte Zahl der Referenznummer

Die fünfte und vorletzte Zahl liefert bei einigen Modellen Informationen über die Beschaffenheit der Lünette. Das ist allerdings noch nicht alles, was die Referenznummer über die Lünette verrät. Doch dazu erfahren Sie später mehr. Die Zahlen an fünfter Stelle können folgende Bedeutung haben:


0: glatte oder gewölbte Lünette
1: drehbare Lünette
2: gravierte Lünette
3: geriffelte Lünette
4: Rindengravur oder mit Edelsteinen besetzte Lünette
6: Turn-O-Graph
7: verschiedene Formen (wie zum Beispiel bei der Explorer II)


Gut aufgepasst – die Zahlen 5, 8 und 9 fehlen in der Auflistung. Uns ist hier aber kein Fehler unterlaufen, denn diese Zahlen werden von Rolex aktuell nicht genutzt. Die 5 stand ursprünglich für die inzwischen eingestellte Pyramiden-Lünette, während die 8 speziellen Lünetten vorbehalten und die 9 bisher ungenutzt ist.


Rolex Datejust 126333 Bicolor-Uhr mit schwarzem Zifferblatt und geriffelter Gelbgold-Lünette
ROLEX DATEJUST 126333


Die sechste und letzte Zahl der Referenznummer

Die letzte Zahl der Referenz verrät, welche welche Materialien für Gehäuse und Armband verwendet wurde. Bei den anfangs vierstelligen Rolex Referenznummern befindet sich die Zahl für das Material im Anschluss an die eigentliche Referenz hinter einem Schrägstrich. Außerdem gibt die letzte Zahl der Referenz bei den vierstelligen Nummern nur Aufschluss über das Material des Armbandes, sofern dieses ebenfalls aus Metall und nicht etwa aus Leder oder Kautschuk besteht. Die letzte Zahl der Nummer bezieht sich bei den vierstelligen Referenzen nämlich nur auf das Material des Gehäuses. Dies sind die Zahlen von 0 bis 9 und das zugehörige Material einer Rolex:


0: Stahl
1: Gelbgold
2: Weißgold oder Stahl mit Platin
3: Rolesor aus Stahl und 18K Gelbgold
4: Rolesor aus Stahl und 18K Weißgold
5: Vergoldet oder 18K Everose-Gold (hauseigenes Rotgold)
6: Platin
7: 14K Gelbgold
8: 18K Gelbgold
9: 18K Weißgold
22: Stahl und Platin


Rolex Präsident-, Oyster- und Jubilé-Armbänder in Gold und Edelstahl
ROLEX ARMBÄNDER


Die Buchstaben am Ende der Referenz

Manche Referenznummern bestehen interessanterweise nicht nur aus Zahlen, sondern verfügen zudem über eine Reihe von Buchstaben, die sich nahtlos an die Ziffern der Referenznummer anschließen. Wie auch die fünfte Zahl der Referenz beziehen sich diese Buchstaben auf die Lünette der Uhr. Sie beschreiben allerdings nicht die Beschaffenheit, sondern geben Auskunft über die Farbe, die ausschlaggebend für einige Spitznamen der Rolex Modelle war, und verwendete Edelsteine. Die Buchstabenkürzel leiten sich dabei aus dem Französischen ab.


BLNR: Bleu / Noir (blau-schwarze Lünette)
BLRO: Bleu / Rouge (blau-rote Lünette)
CHNR: Chocolat noir (schwarz-braune Lünette)
GV: Glace verte (grünes Glas, wie bei der Milgauss Serie)
LB: Lunette bleue (blaue Lünette)
LN: Lunette noire (schwarze Lünette)
LV: Lunette verte (grüne Lünette)
RNBW: Rainbow (mit bunten Edelsteinen besetzte Lünette)
SA: mit Saphiren besetzte Lünette
SANR: mit schwarzen Saphiren und Diamanten im Baguette-Schliff besetzte Lünette
SARU: mit Saphiren und Rubinen besetzte Lünette


Rolex GMT-Master II 126710BLNR Uhr mit blau-schwarzer Lünnete neben Rolex Submariner 116610LV Uhr mit grüner Lünette auf hellem Marmor
ROLEX GMT-MASTER II 126710BLNR | ROLEX SUBMARINER 116610LV



Können Sie die Rolex Referenznummern lesen?


Wenn Sie nun Lust haben, dann überprüfen Sie doch einfach Ihr soeben erlerntes Wissen. Nun sollten Sie nämlich problemlos bestimmen können, um welche Rolex Modelle es sich bei den Referenznummern 116334, 126200 oder 116500LN handelt.

Falls Ihnen nicht sofort klar sein sollte, welche Uhren sich hinter diesen Referenzen verstecken, dann nehmen Sie sich, wann immer Sie möchten, unseren Guide zur Hand und schauen Sie einfach nach. So ist das Lesen der Referenznummern kein Problem mehr. Auch eine schnelle Internetrecherche kann bereits häufig alle Fragen zu einer bestimmten Referenznummer beantworten. Auf diesem Weg sparen Sie sich Zeit, Nerven und etwaige Kosten beim Juwelier oder Konzessionär.