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Im Jahr 1926, 21 Jahre nach Gründung der Firma Rolex durch Hans Wilsdorf und seinen Schwager Alfred Davis in London, gelang schließlich, was bislang als unmöglich galt: Die erste wasserdichte Uhr, die Rolex Oyster, erblickte das Licht der Welt.



Die erste wasserdichte Uhr der Welt


Wie die Rolex Oyster das Fundament der Marke legte

Ein hermetisch verschraubtes Gehäuse und eine ebenfalls verschraubte Krone sollten das hochpräzise, mit Chronometerzertifikat versehene Uhrwerk vor den Widrigkeiten der Elemente schützen. Mit Erfolg: Die Rolex Oyster schützte ihr Inneres so gut, wie es Austern mit ihren Perlen tun. Diesem Umstand verdankt die Oyster (deutsch: Auster) auch ihren Namen.

Als Beweis für die Qualität seiner Uhr ließ Marketing-Genie Hans Wilsdorf die Rolex Oyster bei Händlern im Schaufenster ausstellen – in mit Wasser gefüllten Goldfischgläsern. Doch das reichte ihm noch nicht: Wilsdorf wollte seine Erfindung auf eine noch härtere Probe stellen und stattete die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze mit einer Rolex Oyster aus, als diese 1927 ankündigte, den Ärmelkanal durchschwimmen zu wollen. Gleitze scheiterte zwar nach mehr als zehn Stunden im Wasser, da man befürchtete, sie würde zu stark unterkühlen und erfrieren, die Uhr blieb jedoch unversehrt. Dieses erstaunliche Ergebnis nahm Wilsdorf zum Anlass, eine ganzseitige Werbeanzeige zur Rolex Oyster auf dem Titelblatt der „Daily Mail“ zu schalten.

Nicht nur, dass Rolex mit der Aktion das Konzept der Markenbotschafter erfand, auch der Bekanntheitsgrad der Marke explodierte nach diesem Rekord förmlich. Der Triumph der wasserdichten Uhr über das Nass und die Eiseskälte des Ärmelkanals war in aller Munde und verhalf Rolex zu seiner hervorragenden Reputation.


Die erste wasserdichte Uhr: Rolex Oyster mit weißem Zifferblatt und schwarzem Lederarmband auf schwarzem HintergrundROLEX OYSTER OCTAGON



Eine Oyster für die Ewigkeit


Die Rekorde der Rolex Oyster

Waren es bis dato vor allem Uhren mit Handaufzug, so betrat 1931 die erste Rolex mit dem Automatikwerk „Perpetual“ die Bühne. Dieses Uhrwerk, verbaut im Gehäuse der widerstandsfähigen Oyster und heute Teil jeder mechanischen Uhr mit Automatikaufzug, resultierte in der Rolex Oyster Perpetual – jener Uhr, die bis heute als Grundstein für den Erfolg der Firma Rolex gilt.

Doch wieder einmal gab sich Wilsdorf damit nicht zufrieden. Er wollte sein Produkt auf Herz und Nieren prüfen und es abermals an seine Grenzen bringen. So kam es, dass die gesamte Besatzung der ersten Mount Everest Überfliegung im Jahr 1933 mit Rolex Oyster Modellen ausgestattet wurde. Später berichteten die Piloten begeistert von der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der neuen Rolex Uhr.

Nach Rekorden im Wasser und in der Luft folgte ein weiterer Extremtest für die Oyster – dieses Mal auf der Rennstrecke. Sir Malcom Campbell, der schnellste Fahrer der Welt, trug ebenfalls eine Rolex Oyster Perpetual, als er 1935 in seinem „Bluebird“ mit 485 km/h den Hochgeschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge in der Großen Salzwüste im US-Bundesstaat Utah aufstellte. Campbell lobte seine Rolex Oyster ebenfalls für die absolute Präzision trotz höchst anspruchsvoller äußerer Umstände.



Was aus der Oyster wurde


Die Rolex Oyster Perpetual gilt bis heute als Archetyp des universellen und klassischen Stils. Sie ist solide und einfach, dennoch technisch brillant. Das Äußere der Uhr hat sich im Laufe der Jahre ebenfalls kaum geändert. Eine Oyster ist und bleibt stets unverkennbar eine Oyster. Selbst das Zifferblatt zeigt bis heute stolz den Schriftzug „Superlative Chronometer Officially Certified“ auf 6 Uhr.

Die einzige große Veränderung, welche die Oyster in ihrer von Erfolgen gekrönten Geschichte hinnehmen musste, war die Entwicklung eines neuen, haltbareren Materials: Edelstahl des Typs 904L, auch Oystersteel genannt. Dieses Gehäusematerial wird der Oyster bestens gerecht und schützt ihr Herzstück besser denn je.

Über die Jahre hinweg wurde die Oyster bereits mehrfach erweitert und diente als Basis für einige der größten Modell-Ikonen aus dem Hause Rolex. Einige dieser Ikonen gehen bis heute auf die Oyster zurück, darunter die Rolex Air-King, die populäre Datejust und Datejust II sowie die äußerst robuste Rolex Milgauss. Sie alle setzen auch heute noch auf das legendäre Oyster-Gehäuse.

Während die zuvor genannten Modelle der Oyster in ihrer Linienführung eine gewisse Familienzugehörigkeit erkennen lassen, zeigen die folgenden Erweiterungen der Oyster ihre Zugehörigkeit anhand ihres Namens. Die Rolex Oyster Speedking setzt auf schlichte, aber hochpräzise Dreizeiger, während bei der Oyster Perpetual Date, Oysterdate Precision oder sogar der Version mit Quartzwerk, die Rolex Oysterquartz Datejust, noch mindestens ein Datumsfenster hinzugefügt wurde.

Die Oyster ist bis heute fester Bestandteil des Rolex Katalogs und wird dies auch in Zukunft bleiben. Lebt doch in jeder einzelnen Rolex Oyster Perpetual von heute ein Stück der Geschichte von damals.