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Die berüchtigte Moonwatch von Omega muss wohl kaum noch vorgestellt werden. Obwohl die Serie unter anderem für ihre umfangreichen Sondermodelle bekannt ist, sind die Sonderversionen in Gold oft noch unentdeckt. Dies führt dazu, dass Sie einige dieser Modelle oftmals zu einem noch günstigeren Preis als die bekannteren Sondermodelle aus Edelstahl finden können. Sie müssen nur die nötige Zeit und ein wenig Geduld für die Suche mitbringen.


Moonwatch für Goldspatzen


Wir möchten daher einmal die Sonderversionen der Moonwatch in Gold vorstellen. Die Referenzen 3695.50 und 3195.50, die als goldene Moonwatches Teil des regulären Kataloges von Omega waren, wurden von dieser Liste ausgeklammert.


Die Speedmaster Moonwatch Sondermodelle in Gold


1969 – 1973
Speedmaster Moonwatch Apollo XI Ref. BA145.022


Das Modell war zuerst auf 39 Stück limitiert und speziell für die Astronauten der NASA reserviert, die an einer der Mondmissionen beteiligt waren. Am 25. November 1969 veranstaltete Omega ein Dinner im Warwick Hotel in Houston, TX, bei dem die Uhren überreicht wurden. Die Astronauten der Apollo 12, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zum Mond war, wurden nach ihrer Rückkehr ebenfalls mit der Uhr ausgezeichnet. Graviert auf der Rückseite des Gehäuses aus 18 Kt. Gelbgold ist der jeweilige Name des Astronauten und der Spruch "to mark man’s conquest of space with time, through time, on time". Auch die rosenrote Lünette wurde nur bei diesem Modell verwendet. Bis 1973 sollten 1014 Exemplare produziert worden sein, doch nur die ersten 39 Exemplare waren mit dieser speziellen Gravur versehen.


Gehäuse und Zifferblatt einer Speedmaster Moonwatch Apollo 11 50th Anniversary Limited Edition in Moonshine Gold mit hellgrauem HintergrundPhoto: Omega


1980 – 1987
Speedmaster Moonwatch Apollo XI Ref. 345.0802


Das Modell wurde 1979 vorgestellt, kam aber erst 1980 auf den Markt und befand sich bis 1987 in der Produktion. Omega feierte damals die Apollo-Landung sowie die erneute Qualifikation der Speedmaster durch die NASA für die neuen Weltraummissionen. Die Ref. 345.0802 war keine limitierte Version, wurde aber in dem oben genannten Zeitraum nur etwa 300 Mal hergestellt. Die Hälfte dieser Uhren ging allerdings an den deutschen Markt. Ein besonderer Bonus: 20 Modelle wurden exklusiv in Weißgold produziert – ebenfalls alle für den deutschen Markt. Es war die erste Referenz in der Serie, die einen Sichtboden besaß. Im Inneren schlägt das Kaliber 861L, die veredelte Variante von Lemanias Kaliberklassiker 861.


1992
Speedmaster Moonwatch Jubilee 27 CHRO C12 Ref. 3191.50 und 3194.50


1992 wurde der 50. Jahrestag des 1942 lancierten Kalibers 321 gefeiert. Geboren in den Werkstätten Lemanias als Kaliber 2310 und von Albert Piguet und Jacques Reymond entwickelt, fand dieses Werk nicht nur bei Omega Verwendung, sondern wurde auch von Tissot und Patek Philippe verbaut. 1968 wechselte man zum Kaliber Lemania 1873, was zunächst das Ende des Kalibers 321 bedeutete, ehe es 2019 von Omega wiederbelebt wurde. Doch zurück zu der Jubilee 27 CHRO C12, die in zwei Varianten angeboten wurde: 999 Modelle erhielten das Kaliber 863, während eine auf 250 Stück limitierte Chronographen-Variante mit dem COSC zertifizierten Kaliber 864 ausgestattet.


1994
Speedmaster Moonwatch Apollo XI 25th Anniversary Ref. 3192.30


Ein weiteres Modell, das die Apollo XI Missionen feierte, war die Ref. 3192.30. Das Modell ist in Weißgold gehalten und auf 500 Stück limitiert. In ihm schlägt ebenfalls das Kaliber 864.


1995
Speedmaster Professional MIR Ref. 3197.50


Dies ist das seltenste Omega Modell in Gold von allen auf dieser Liste und war für ein Jahr exklusiver Passagier auf der MIR-Raumstation. Die MIR war eine von der Sowjetunion gebaute Raumstation und Prunkstück der sowjetischen Weltraumambitionen. Nachdem diese zuerst nur von der SU und den Ostblockstaaten genutzt wurde, kooperierte man nach der Auflösung der Sowjetunion auch mit westlichen Staaten und schließlich auch mit der USA. Nur sieben dieser Modelle wurden produziert: Zwei mit einem goldenen Armband und fünf mit einem Lederarmband. Zuletzt wurde ein Modell 2007 bei Antiquorums OmegaMania Auktion versteigert.


1995
Speedmaster Apollo – Soyuz 20th Anniversary Ref. 3691.50


Im selben Jahr wurde dieses auf 200 Stück begrenzte Modell für den italienischen Markt herausgebracht. Optisch verbindet die Ref. 3691.50 und die Ref. 3197.50 ihre schmalen, goldenen Umrandungen an den Totalisatoren. Auch bei diesem Modell wurde das Kaliber 863 verwendet.



1997
Speedmaster Japan Special "Golden Panda" Ref. 3690.30


Diese Speedmaster mit einem Panda-Zifferblatt wurde speziell für den japanischen Markt entwickelt und war auf 40 Stück limitiert. Dies war jedoch keinesfalls ein neuer Trend der Marke, da zuvor bereits einige exklusive Modelle für den japanischen Markt produziert wurden.


1998
Speedmaster 150th Anniversary of Omega Ref. 3193.50


Dieses Omega Modell wurde regulär zwar in Edelstahl hergestellt, aber 150 Stück wurden auch in 18 kt Gelbgold produziert. Im Gegensatz zu der Version aus Edelstahl hat die gelbgoldene Version die Gravur der Moonwatch auf der Rückseite. In beiden schlägt das neue Kaliber 1863 mit Handaufzug, das das Kaliber 863 um einen Juwelen erweitert und darüber hinaus mit Rhodium veredelt ist.


Speedmaster Moonwatch Apollo 11 50th Anniversary Limited Edition in Moonshine Gold mit hellgrauem HintergrundPhoto: Omega


1999 – 2003
Speedmaster Professional Moonphase Ref. 3689.30.31


Diese Speedmaster benutzt das gleiche Werk wie die 1985 lancierte Speedmaster Professional Moonphase (Ref. 345.0809), rahmt dieses aber mit einem wunderschönen Gehäuse aus Weißgold. Das Modell war von 1999 bis 2003 in der Produktion. Wie viele Modelle tatsächlich hergestellt wurden, ist jedoch unbekannt. Im Inneren schlägt das Lemania-Kaliber 1866 mit einem zusätzlichen Modul für die Mondphase.


2000
Speedmaster Apollo – Soyuz 25th Anniversary Ref. 3195.59


Die Marke liebt seine Apollo-Soyuz-Mission so sehr, dass man auch das 25. Jubiläum mit einer Goldversion der Speedmaster feierte. Die Ref. 3195.59 war auf 50 Modelle limitiert. Sowohl Logo als auch die Beschriftungen sind in Gelbgold bedruckt. Die Gehäuserückseite kommt ohne die übliche NASA-Gravur, dafür aber mit dem Namen der Mission und der Modellnummer. Auch hier arbeitet im Inneren das Kaliber 1863.


2017
Speedmaster Apollo XVII Ref. 311.63.42.30.03.001


Am 16. Januar 2017 verstarb Eugene "Gene" Cernan, der letzte Mann, der jemals den Mond betrat, mit 82 Jahren in einem Krankenhaus in Houston, TX. Omega wollte ihn würdigen und lancierte 1.972 Modelle aus Edelstahl und 272 Modelle aus Gold. Die Rückseite ist deswegen Gene Cernan und der Apollo XII Mission gewidmet, die ihn zum Mond brachte. Auch das Zifferblatt hebt sich mit dem goldenen Medaillon der Apollo XVII Mission stark von seinen Vorgängermodellen ab. Die rote 5:34 GMT Gravur gibt dabei bis heute noch Mysterien auf. Man vermutet jedoch, dass dies der Moment war, in dem Cernan seine berühmte Rede hielt, als er den Mond verließ.


2019
Speedmaster Moonwatch Apollo 11 50th Anniversary Limited Edition Ref. 310.60.42.50.99.001


Es war damit zu rechnen, dass sich die Marke zum 50-jährigen Jubiläum der Mondlandung etwas ausdenken würde, aber die auf 1.014 Exemplare limitierte goldene Sonderedition überraschte dennoch. Verwendet wurde eine neue Legierung namens Moonshine™-Gold, die sich mit einen warmen und sanften Gelbton abhebt. Sie kam bei Armband, Gehäuse und Zifferblatt des Modells zum Einsatz. Die Lünette ist aus burgunderroten Keramik, die Stundenindizes sind mit schwarzem Onyx besetzt. Der Sichtboden lässt den Blick auf das neue Kaliber 3861 zu, dass das Upgrade des bekannten Kaliber 1861 ist. Natürlich ist das Kaliber von der klassischen NASA-Gravur umrundet, die hier zusätzlich um eine Weltkartenansicht erweitert ist, die direkt auf Cape Canaveral, Hauptsitz des Kennedy Space Centers, zeigt.


Rückseite mit Uhrwerk einer Speedmaster Moonwatch Apollo 11 50th Anniversary Limited Edition in Moonshine Gold mit hellgrauem HintergrundPhoto: Omega