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In Kennerkreisen ist die Daytona mit dem Beinamen “Paul Newman” schon lange heiß begehrt. 2017 erregte sie jedoch breites öffentliches Aufsehen, als bei einer Auktion die persönliche Armbanduhr von Paul Newman für 17.752.500 $ in New York versteigert wurde – ein sensationeller Preis, der selbst Kennern aus der Uhrenszene den Atem stocken ließ. Die mittlerweile weltbekannte Referenz hat eine durchwachsene Erfolgsgeschichte hinter sich.

In den 1960er Jahren verkaufte sich die Daytona Serie eher schlecht, dank eines berühmten Trägers erlebte sie allerdings eine späte Renaissance und lancierte bald zum Verkaufsschlager. Ihre Berühmtheit ist eng verknüpft mit dem Namen Paul Newman. Der Schauspieler mit den tiefblauen Augen trug sein persönliches Exemplar über mehrere Jahrzehnte privat, in Filmen und bei Autorennen. Er war während seiner Karriere für insgesamt 10 Oscars nominiert und gewann 1987 endlich einen der Goldjungen für die Hauptrolle in “Die Farbe des Geldes”. Ein Jahr zuvor wurde ihm bereits ein Ehrenoscar für sein Lebenswerk verliehen und er erhielt außerdem 1994 einen weiteren Oscar als Auszeichnung seines sozialen Engagements.

Der genaue Auslöser für die Namensgebung der Daytona ist umstritten. Fest steht jedoch, dass Uhrensammler in den 1980er Jahren begannen, die 6239 als “Paul Newman” Daytona zu bezeichnen und ihr damit einen starken Anstieg an Popularität verschafften. Allerdings besaß Newman nicht nur eine Referenz 6239, sondern auch eine “Big Red” mit der Referenz 6263, die unter Uhrenliebhabern ebenfalls sehr beliebt ist und nach wie vor als wertstabile Anlage mit guter Gewinnspanne gilt.

 

Rolex-Daytona 6263 - Eines der Modelle das Paul Newman bis zu seinem Tod besaß

 

Die Geschichte der Rolex Daytona

Die Cosmograph Daytona wurde unter diesem Namen 1963 eingeführt. Vorgängermodelle mit Chronographenfunktion wurden allerdings schon seit den 1930er Jahren von Rolex produziert. Diese trugen jedoch lediglich die Aufschrift “Chronograph” auf dem Zifferblatt. Die sogenannten Pre-Daytonas waren Ladenhüter und wenig populär. Heute sind sie allerdings beliebte Sammlerstücke. Damals wurden sie für rund 200 $ verkauft, heute erzielen sie teilweise Preise von 20.000 €.

Die Daytona mit der Ref 6239 wurde zwischen 1963 und 1969 produziert. Es gab sie aus Edelstahl, 14- und 18-karätigem Gold. Frühe Edelstahlmodelle der 6239 erhielten ein cremefarbenes Standard-Zifferblatt, spätere Modelle dann eines in silber oder schwarz, während die Armbanduhren aus Gold Standard-Zifferblätter in silber oder schwarz bekamen.

Auch wenn es heute kaum vorstellbar ist; die Chronograph Daytona 6239 war nicht immer ein Verkaufsschlager. In den 1960er Jahren waren die Armbanduhren wenig beliebt und verkauften sich schlecht. Modelle, die mit dem auffälligen Exotic Dial ausgestattet waren, verkauften sich noch schlechter, weshalb sie auch in sehr geringer Stückzahl produziert wurden. Paul Newmans persönliches Exemplar wurde ihm von seiner Ehefrau Joanne Woodward wahrscheinlich 1968/69 in New York gekauft. Da Newman auch leidenschaftlicher Rennfahrer war, war vor allem die Chronographenfunktion der Uhr für ihn von Nutzen. Auf ihrer Rückseite war die liebevolle Widmung “Drive Carefully Me” eingraviert, die Aufforderung seiner Frau vorsichtig zu fahren.

 

Rolex-Daytona 6263 - Nahaufnahme des Zifferblattes einer BIG RED Daytona

 

Nachdem Newman seine Armbanduhr über mehrere Jahrzehnte begeistert getragen hatte, verschenkte er sie 1984 an James Cox, den damaligen Freund seiner Tochter. Die Legende besagt, Cox habe die Daytona als Geschenk erhalten, weil er den Sommer über auf Newmans Anwesen in Connecticut tatkräftig geholfen hatte, ein Baumhaus zu bauen. Cox trug sie über Jahre, die Uhr verschwand von der Bildfläche – nicht aber das allgemeine Interesse an ihr. Sammler hatten angeblich schon länger spekuliert, dass sie sich nach wie vor im Familienbesitz der Newmans befinde. 2017 tauchte sie überraschend in New York wieder auf, wo sie im Oktober im Auktionshaus Phillips für sage und schreibe 17.752.500 $ versteigert wurde. Damit ist sie die teuerste Vintage Armbanduhr, die bis jetzt verkauft wurde und schlägt alle bisherigen Preisrekorde.  

Auch Newmans zweites Exemplar, die “Big Red” Ref. 6263 ist ein Vintage Modell der Serie. Erst 1965 erhielten Daytona Modelle den Schriftzug “Daytona” auf dem Zifferblatt, direkt über dem Stunden-Totalisator. Die meisten Referenzen sind mit Metall Lünetten ausgestattet, die schwarze Lünette der  “Big Red” gibt ihr dagegen eine maskuline Optik und wirkt prominent am Handgelenk. Ihre Zifferblätter kommen entweder in schwarz mit komplementär weißen Hilfszifferblättern oder in weiß mit schwarzen Totalisatoren. Charakteristisch ist der rote “Daytona”-Schriftzug auf allen Exemplaren. Newman behielt seine “Big Red”, nachdem er die Ref. 6239 verschenkt hatte und trug sie über Jahre mit großer Wertschätzung. Sie blieb in Familienbesitz und ging an seine Tochter Clea über, die sie nach wie vor in Erinnerung an ihren Vater trägt.

 

Rolex-Daytona 6263 - Nahaufnahme des Zifferblattes eines der Modelle die der Schauspieler bis zu seinem Tod besaß

 

Wie erkennt man eine “Paul Newman” Daytona?

Auf zahlreichen Fotografien ist belegt, dass Newman eine Daytona mit der Ref. 6239. “Paul Newmans” haben in den letzten 20 Jahren bei Auktionen einen enorme Preisentwicklung erfahren. Im Jahr 1993 ging sie beispielsweise bei einer Auktion für 9.257 $ über den Ladentisch, 2013 wurde sie für 75.000 $ versteigert. Die steigende Beliebtheit der Uhr hat allerdings auch zu einer ansteigenden Zahl an Fälschungen geführt. Möchte man sicherstellen, dass es sich bei einem Modell tatsächlich um eine “Paul Newman” Daytona handelt, sollte man vor allem auf das Zifferblatt achten und natürlich nur von einem vertrauenswürdigen Händler kaufen. Nur die Daytona 6239 mit Exotic Zifferblatt gilt als die echte “Newman”. Das Zifferblatt ist hierbei das alleinige Unterscheidungsmerkmal. Da sich die Exotic Dials damals noch schlechter verkauften als die normalen Daytona, wurden erstere in sehr geringer Auflage hergestellt, was authentische Modelle heutzutage exklusiver macht. Newmans eigene Uhr hatte ein weißes Zifferblatt mit schwarzen Totalisatoren und einem schwarzen Ring. Auch die Hilfszifferblätter unterscheiden sich von der Standardvariante: Das linke ist mit einer 15, 30, 45, 60-Einteilung versehen, wohingegen die Standardausführung über eine 20, 40, 60-Einteilung verfügt. Die Zahlen sind außerdem in einer auffälligen Art Deco Schriftart gehalten.

Gerade weil der Verkauf der Original Newman “Paul Newman” die vorherigen Erwartungen von rund 1 Mio. Dollar weit überstiegen hat, war die Uhr wohl die am heißesten diskutierte Uhr im Jahr 2017. Newman selbst wäre über diese Verkaufssumme vielleicht sehr froh gewesen; Teile des Erlöses werden an die Nell Newman Foundation gespendet, die sich im Sinne Newmans für humanitäre, ökologische und wissenschaftliche Projekte einsetzt.

 

Rolex-Daytona 6263 - Nahaufnahme des Uhrwerks einer Daytona Big Red

 

Wie erkennt man eine “Big Red”?

Als Teil der Daytona Serie ist die “Big Red” eine klassische Sportuhr, die sich durch Eleganz und Ästhetik auszeichnet. Charakteristisch für alle Modelle der Ref. 6263 ist die schwarze Tachymeter Lünette, die mit 200 Einheiten per Stunde versehen ist. Anders als bei ihren einfarbigen Schwestern sorgen kontrastierende Zifferblätter bei der “Big Red” für eine bessere Lesbarkeit.

Ausschließlich Uhren mit dem roten “Daytona” Schriftzug auf dem Zifferblatt können als echte “Big Red” bezeichnet werden. Das Wort bildet eine Kurve über dem Hilfszifferblatt auf 6 Uhr; es ist maßgeblich für das charakteristische Aussehen der Referenz und ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal. Aufgezogen wird die Uhr per Handaufzug, da der Selbstaufzugsmechanismus bei der Daytona Serie erst Ende der 1980ern eingeführt wurde.

 


 

 

Rolex – Daytona 6263

Jahr: 1979
Zustand: Gut

Preis: 90.000€

 

 

 

 

 

 

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