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Die ersten Taucheruhren von IWC Schaffhausen


Historisch gesehen produzierte IWC seine erste Taucheruhr bereits 1945 für die Britische Marine. Der Codename des Vertrages lautete „W.W.W.“: watch, wrist, waterproof. Die Uhr war aus einem heutigen Blickwinkel mehr „wasserresistent“ als wasserdicht mit einer geschätzten Tauchtiefe von 10 m. Trotzdem zeigte IWC damals schon Innovationsgeist und hebte sich ab, indem sie mit einem Druckboden experimentierten, der mit einem Dichtungsring aus Blei ausgestattet wurde. 


Die Aquatimer und das Jahrzehnt des Tauchens


Wenn man aber von Taucheruhren und IWC redet, meint man natürlich in erste Linie die Aquatimer, welche gut zwei Jahrzehnte später in 1967 lanciert wurde. Rolex stellte im selben Jahr seine erste Sea-Dweller vor, was 1967 offiziell zu einem wichtigen Jahr in der Geschichte der Taucheruhren machte. Allgemein begann die Welt in den 60er Jahren, sich mehr und mehr für die Tiefen der Ozeane zu begeistern. Filmemachern wie Jacques Cousteau und Hans Hass gelang es, die Unterwasserwelten auch auf Kamera festzuhalten und auf die Leinwände der Länder zu projizieren. Dieser Enthusiasmus fragte natürlich auch nach neuer Technik und so begann IWC mit der Entwicklung einer seiner legendärsten Taucheruhren: 812 AD und 816 AD. 


812 AD und 816 AD

Die erste Aquatimer Referenz war die “812 AD”, die 1971 in “1812” umbenannt wurde, als IWC ein vierstelliges Referenzsystem zum Standard machte. Sie hatte eine Wasserdichte von 200 m. Die 812 AD besaß eine rotierende, innere Lünette und zwei Kronen mit dem legendären, eingravierten Fisch, wobei eine der Kronen die Lünette steuerte. 1969 wurde mit der Ref. 816 AD (ab 1974 auch als “1816” bekannt) ein zweites Modell eingeführt, das ein sanftes optisches Update bekam und dank seinem kissenförmigen Gehäuse bereits 300 m Wasserdichte erreichte. Im Gegensatz zu der frühen Submariner verfügte die Aquatimer auch über eine Datumsfunktion


Nahaufnahme einer IWC Aquatimer Automatikuhr IW341001
IWC AQUATIMER IW341001


Der geheime Star der Aquatimer: Das Armband von Gay Frères


Die “812 AD” und “816 AD” besitzen ein elegantes, mattschwarzes Zifferblatt mit goldenem Schriftzug, das klar strukturiert ist und dadurch auch bei schlechten Wasserbedingungen gut lesbar bleibt. Als Leuchtmasse wurde das noch damals übliche Tritium benutzt. Mit 37 mm tragen sich die 812 AD und 816 AD dabei eher schmal, was allerdings auch der Charme dieser Vintagemodelle ist. Der Boden ist kein Druckboden mehr, sondern fest verschraubt und besitzt die für diese Modelle übliche U-Boot Gravur. Im Inneren der 812 AD schlägt das von IWC produzierte automatische Kaliber 8541 mit 23 Lagersteinen, einer Gangreserve von 44 h und 19800 A/h. Das Werk ist besonders für seinen patentierten Pellaton-Aufziehmechanismus bekannt. Die 816 AD wird von dem Kaliber 8541B angetrieben, in dem 25 Lagersteine verbaut sind. Die sonstigen Spezifikationen bleiben gleich. 


Der andere Star der frühen Aquatimer-Modellen ist das Armband. Es kam in verschiedenen Varianten u.a. mit einem „Tropic Strap“-Lederarmband, aber besonders das „Beads of Rice“-Armband von Gay Frères ist auch heute noch ein echter Hingucker. 1830 gegründet und seitdem familiengeführt, waren Gay Frères als Manufaktur an zahlreichen der legendärsten Armbanddesigns beteiligt. Rolex’ Oyster-Armband geht beispielsweise auf ein Design von Gay Frères zurück. Das ikonische Leiter-Armband von Zenith? Ebenfalls eine Kreation aus dem Hause von GF. Einer der Bestseller von Gay Frères, den sie auch noch an ausgewählten Aquatimer-Modellen finden können, ist das sogenannte „Beads of Rice“-Armband. Mit seinen schmalen, hypnotisch ineinander überlaufenden Gliedern und den fixierten Ansätzen ist das Design bis heute für jeden Vintage-Liebhaber erkennbar.