Win a Rolex at Watchmaster.com

Viele Marken wie Hublot, Vacheron Constantin oder A. Lange & Söhne bieten in ihrem Sortiment zwar Uhren mit bereits sehr komplexen und hochwertigen Werken, haben es jedoch trotzdem nicht in diese exklusive Liste der kompliziertesten Kaliber der Haute Horlogerie geschafft. Nein, hier gastiert nur das Beste vom Besten: technische Meisterleistungen unter sich, die sich ihren Platz redlich verdient haben.



Wie misst man die Komplexität von Kalibern?


Was genau zeichnet die Kunstwerke in dieser Liste aus und macht sie zu den Modellen mit den komplexesten Kalibern? Auf der einen Seite steht die Quantität, also die Anzahl der Teile sowie die Vielfältigkeit der Komplikationen, die die Uhr beinhaltet.

Auf der anderen Seite stehen Kreativität und Innovation sowie der Wille, langfristig Zeit und Ressourcen in die Entwicklung der Uhr zu investieren, die durch ihre Exklusivität und Einzigartigkeit hervorsticht und sich so von der Masse abhebt. Watchmaster stellt die Top 5 der komplexesten Uhrwerke der Haute Horlogerie vor.



Die komplexesten Haute Horlogerie Kaliber


5. Rotonde de Cartier Astromystérieux

Cartiers Mystery Watches sind innovative optische Illusionen, die mit der Schwerkraft spielen. Diese Uhren haben schon seit dem 20. Jahrhundert eine Tradition bei Cartier und werden seit 2014 wieder vermehrt hergestellt. Die Rotonde de Cartier Astromystérieux Caliber 9462 MC (Ref. W1556249) wurde im Jahr 2016 vorgestellt, ist für einen Preis von 173.000 € erhältlich und auf 100 Stück limitiert. Im Gegensatz zu den anderen Uhren in dieser Liste besticht das Kaliber 9462 MC nicht durch quantitative Merkmale, sondern vielmehr durch Innovation. So ist das Tourbillon das Zentrum des Werkes und schwebt wie schwerelos in der Mitte des Zifferblattes. Angetrieben wird es durch ein komplexes Saphirscheibensystem, das die Energie gleichmäßig an das Tourbillon weitergibt. Das Uhrwerk besteht aus 408 Teilen, darunter 188 Kugeln und 25 Steine, und weist eine individuelle Nummerierung auf.
 
 

Rotonde de Cartier Astromystérieux Caliber 9462 MC Uhr mit schwarzem HintergrundPhoto: Cartier
 
 

4. Jaeger-LeCoultre Hybris Mechanica à Grande Sonnerie

2009 war das Jahr der komplexen Armbanduhren. Den Anfang machte die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie (Ref. 6033420) von Jaeger-LeCoultre, bevor sie schließlich von Franck Mullers Aeternitas Mega 4 abgelöst wurde, die sich ebenfalls einen Platz in dieser Liste sichern konnte. Mit 1406 Teilen auf nur 44 mm muss sich jedoch auch die Hybris Mechanica à Grande Sonnerie mit dem Kaliber JLC 182 nicht verstecken. Höhepunkt des Werkes ist die Grande Sonnerie, die die bekannte Westminster-Melodie in voller Länge abspielen kann. Des Weiteren bietet dieses Modell eine Petite Sonnerie, einen ewigen Kalender sowie eine Gangreserve von 50 Stunden für das Werk und das Schlagwerk. Es wurde für 1,5 Millionen US-Dollar verkauft.
 
 

3. Patek Philippe Caliber 89

Den dritten und ersten Platz belegen keine klassischen Armbanduhren, sondern zwei raffinierte Taschenuhren. Diese bieten mehr Spielraum für komplexere Werke und eine Vielzahl von Komplikationen.

Ursprünglich plante Patek Philippe 1989 zum 150. Jubiläum „nur“ ein Replikat von Henry Graves Supercomplication aus dem Jahr 1933 – ehe man sich schließlich dazu entschied, noch größer zu denken. Nach fünf Jahren Recherche und vier Jahren Produktion entstand die Caliber 89, die lediglich vier Mal produziert wurde. Sie war eine der ersten Uhren, die so komplex war, dass sie unter Mithilfe eines CAT-Systems designt wurde. Mit 1,1 kg und einem Durchmesser von 89 mm erscheint sie auch von außen mächtig. Sie besteht aus 1728 einzelnen Teilen, die zusammen 33 Komplikationen formen und neben den klassischen Monats- und Jahresangaben unter anderem auch noch Mond- und Sonnenphase, Thermometer, Sternenmappe und Zeitgleichung besitzt.


2. Franck Muller Aeternitas MEGA 4

Franck Muller ist in der Branche nicht umsonst als „Master of Komplikation“ bekannt. Die zuvor bereits erwähnte Aeternitas MEGA 4 (Ref. 8888 GSW T CC R QPS OG) zeigt die Kunst, eine Vielzahl an Komplikationen auf einem kompakten Raum zu organisieren, und gilt als die komplizierteste Armbanduhr der Welt.

Technisch zuständig für dieses Kunstwerk war Pierre-Michel Golay, Meister der Mechanik, der jede einzelne der 36 Komplikationen und deren Anordnung von Hand designte. So finden sich zwischen dem 42 mm breiten Cintrée Curvex-Gehäuse aus Weißgold unter anderem ein Chronograph, ein rückwärts laufendes Datum und Wochentag, ein ewiger Kalender, Grand und Petite Sonnerie, ein fliegendes Tourbillon, zwei zusätzliche Zeitzonen sowie eine Rattrapante, also ein zweiter Sekundenzeiger, der auch Schleppzeiger genannt wird. Das Werk besteht aus 1438 Teilen, darunter 99 Lagersteine und 91 Räder. Die Aeternitas Mega 4 wurde 2009 lanciert und für über 2,4 Millionen US-Dollar angeboten.
 
 

Franck Muller Aeternitas MEGA 4 Ref. 8888 GSW T CC R QPS OG Uhr mit schwarzem HintergrundPhoto: Franck Muller
 
 

1. Vacheron Constantin Reference 57260

Das Modell, das am 17. September 2015 Patek Philippes Caliber 89 enthronte, stammt von Vacheron Constantin. Die Taschenuhr mit der Referenz 57260 wurde über einen Zeitraum von acht Jahren von drei Uhrmachermeistern hergestellt, besteht aus 2826 Teilen und 31 Zeigern. Sie wiegt 957 Gramm, ist etwa 5 cm dick und hat einen Durchmesser von 98 mm. Die Uhr war eine Maßanfertigung, wobei der Name des Auftraggebers sowie der Verkaufspreis geheim gehalten werden. Es wird allerdings vermutet, dass der Preis dieser Uhr über 10 Millionen US-Dollar liegt. Das Kaliber 3750 besitzt 242 Juwelen, eine Gangreserve von 60 Stunden und 57 Komplikationen. Neben den bekannteren Komplikationen wie GMT, Tourbillon und Chronograph besitzt die Uhr ebenfalls fünf Kalender (Ewiger, Astronomischer, Hebräischer und Religiöser Kalender sowie Mondkalender), Alarm sowie Grand Sonnerie als Klangkomplikation.