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TAG Heuer und der Motorsport sind schon seit den Anfangstagen des Unternehmens und insbesondere durch die Leidenschaft von Jack W. Heuer untrennbar miteinander verbunden. Im Motorsport geht es immer wieder um Innovation. Egal wie fortschrittlich eine Konstruktion in der Vergangenheit war, die Zukunft kann sie jederzeit einholen und überholen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass TAG Heuer immer wieder für revolutionäre Neuerungen gesorgt hat. Wir stellen Ihnen hier einige legendäre TAG Heuer Kaliber vor, mit denen das Unternehmen die Uhrengeschichte nachhaltig beeinflusste.



Die Top 5 TAG Heuer Kaliber


Das Calibre 11 – eine Party, die beinahe ausgefallen wäre

Der 3. März 1969 sollte ein besonderer Festtag werden – doch um ein Haar wäre die Feier fast verhagelt worden. Für diesen Tag hatten die Unternehmen Breitling, (TAG) Heuer, Büren und Dubois-Dépraz angekündigt, das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit zu präsentieren. Zeitgleich in Genf und New York sollte das erste Chronographenwerk mit Automatikaufzug vorgestellt werden – doch man konnte gar nicht mehr „Erster“ werden. Der Konkurrent Zenith hatte nämlich bereits am 10. Januar desselben Jahres sein El Primero vorgestellt. Allerdings nahm die Öffentlichkeit davon nur wenig Notiz. So kann man von Glück im Unglück für das Joint-Venture sprechen, das aufgrund der aufwendigen Präsentation ihres Calibre 11 Chronomatic ein breites Echo hervorrufen und die nötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte.

Natürlich ist es so, dass Titel nicht alles sind. Beide Kaliber, das El Primero wie auch das Chronomatic, markierten zum damaligen Zeitpunkt die Spitze der technischen Leistung im Bereich der Uhrmacherkunst. Beim Calibre 11 von TAG Heuer wird die Zugfeder nicht durch einen zentralen, sondern einen nach außen gelagerten Rotor aufgezogen. Das Calibre 11 wurde anschließend in der TAG Heuer Monaco verbaut. Wie auch viele andere Uhren im Film zum heimlichen Star wurden, erlangte auch diese durch den Spielfilm „Le Mans“ von und mit Steve McQueen große Popularität und festigte einmal mehr TAG Heuers Verbindung zum Motorsport.


Rückseite einer gebrauchten TAG Heuer Monaco CAW211P.FC6356 Uhr mit dem Calibre 11 und grauem Hintergrund
TAG HEUER MONACO CAW211P.FC6356


And the Oscar goes to… Calibre 1887!

Zum 150-jährigen Jubiläum wollte man bei TAG Heuer eine echte Premiere feiern. Mit der TAG Heuer Carrera 1887 präsentierte man den ersten Chronographen mit vollständig selbst hergestelltem Uhrwerk. Die Bezeichnung „In-House“ sorgte allerdings für einige Diskussionen, da man als Grundlage für das Calibre 1887 das Kaliber 6S37 des japanischen Uhrenherstellers Seiko verwendet hatte. Beide Unternehmen hatten vereinbart, dass TAG Heuer die europäische Lizenz zur Verwendung und Weiterentwicklung des 6S37 erhielt. Das Unternehmen entschied sich 2006 zu diesem Schritt, obwohl man durch die Zugehörigkeit zur Swatch Group durchaus aus einer Vielzahl sehr hochwertiger Kaliber wählen kann, so etwa dem Kaliber 36 von Zenith. Allerdings wollte man unabhängig von den Zulieferern und den zur Verfügung stehenden Uhrwerken sein.

Das TAG Heuer Calibre 1887 besteht aus 320 Bauteilen und verfügt über eine Chrono-Funktion mit Zentralsekunde, Minutenzähler auf 12 Uhr und Stundenzähler auf 6 Uhr. Die Arbeit an dem Uhrwerk wurde von einer Fachjury des Grand Prix d’Horlogerie de Genève, dem Oscar der Uhrenbranche, mit der Auszeichnung für die beste Uhr in der Klasse bis 5.000 CHF ausgezeichnet.


Schwarzes Zifferblatt einer gebrauchten TAG Heuer Carrera CAR2A10.BA0799 Uhr mit dem Calibre 1887
TAG HEUER CARRERA CAR2A10.BA0799


Das Calibre Monaco V4 – eine neue Art des Antriebs

TAG Heuer tritt nicht nur als Sponsor oder Zeitnehmer im Motorsport auf, das Unternehmen lässt sich auch von der Technik hinter den Boliden inspirieren. Ein besonderes Beispiel dafür ist die 2004 als Konzept Uhr vorgestellte TAG Heuer Calibre Monaco V4. Bei diesem Modell gab es zwei innovative Neuerungen: Man setzte fünf Zahnriemen anstelle der klassischen Triebe ein und entwickelte eine Schwungmasse, die sich linear zwischen V-förmigen Zylindern bewegt. Die Fachwelt und Uhrenfans waren von dem Konzept begeistert, zweifelten jedoch, dass sich das Konzept serienmäßig realisieren ließ. Rechtzeitig zum 150. Geburtstag des Unternehmens präsentierte man jedoch ein überarbeitetes Modell der V4, welches auf 150 Stück limitiert war.


Das Calibre S – Versöhnung von Elektronik und Mechanik?

Das Aufkommen günstiger Quarzuhren aus Fernost hinterließ damals auch bei dem Traditionsunternehmen Heuer seine Spuren. Obwohl der Firmenchef Jack W. Heuer das Potenzial der Quarzuhren richtig einschätzte und diesem durch kluges Marketing und eigene, außerordentliche Modelle mit Quarzwerk entgegenkommen wollte, verlor das Unternehmen rapide an Wert. So sah sich der Urenkel des Firmengründers 1982 gezwungen, das Unternehmen zu verkaufen. Im Jahr 1985 schloß man sich mit der TAG Gruppe zusammen und aus Heuer wurde TAG Heuer.

Der Anspruch, sich vor Innovationen nicht zu verschließen, blieb allerdings bestehen und trug ihm durch die Entwicklung des Calibre S Rechnung. Denn in diesem Werk kommen sowohl mechanische also auch elektronische Elemente zusammen. Das Ergebnis sind höchst präzise Uhrenmodelle mit einem raffinierten, mechanischen Anspruch. Das Zifferblatt der Modelle mit einem Calibre S verfügt über zwei Modi: Im ersten, dem Uhren-Modus, wird ein rückläufiges Datum mit ewigem Kalender gezeigt. Der zweite Modus ist der Chrono-Modus. In diesem können Einzel-, Zwischen- und aufeinanderfolgende Zeiten mit einer Hundertstelsekunde Genauigkeit vorgenommen werden.


Weißes Zifferblatt einer TAG Heuer Link CJF7111.BA0592 Uhr mit dem Calibre S
TAG HEUER LINK CJF7111.BA0592


Der Calibre Heuer 02T Nanograph

Auch in der Gegenwart strebt TAG Heuer immer nach zukunftsweisenden Neuerungen. Nachdem man einen neuen Manufakturchronographen veröffentlicht hatte, präsentierte man bald darauf das Heuer 02T Calibre. Dahinter verbarg sich ein COSC-zertifizierter Automatikchronograph mit einem fliegenden Tourbillon.

Die Herausforderung bestand darin, auf 32 mm die Chronographenfunktion, das Federhaus und das Tourbillon unterzubringen. Man entwickelte dafür extra einen optimierten Produktionsprozess und ließ das Tourbillon von vier Uhrmachern per Hand anfertigen. Es entstand ein überaus leichter Chronograph mit einer Gangreserve von 65 Stunden, der hauptsächlich aus Titan und Karbon gefertigt wurde. Als einziger zertifizierter in der Schweiz gefertigter Automatikchronograph liegen die Kosten bei unter 15.000 CHF.