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Ein legendäres Kaliber kehrt zurück!

Über 50 Jahre nach dem Produktionsstopp des beliebten Kalibers 321 verkündet Omega nun, dass das Handaufzugswerk erneut in die Produktion aufgenommen wird.

Das Speedmasterwerk ist besonders bei Sammlern aufgrund der präzisen und filigranen Bauweise beliebt. Außerdem gilt das aus den 1940er Jahren stammende Werk als außerordentlich langlebig und robust. Kein Wunder also, dass Uhrenliebhaber der ganzen Welt über diese Nachricht erfreut sind.

 

Omega Calibre 321 Adjustment

 

Die Entstehungsgeschichte des Kalibers 321

Was viele nicht wissen, das Kaliber 321 stammt ursprünglich nicht von Omega, sondern von der Schweizer Uhrenmarke Lemania.

Wie kommt es dann aber, dass man das Kaliber mit den bekannten Uhren von Omega in Verbindung bringt?

Omega schloss sich 1930 mit Tissot und 1932 mit Lemania zur „Société Suisse pour l’Industrie Horlogère“ (SSIH) zusammen.

In den 1940er Jahren wurde das schlanke Chronographenwerk 2310 von der Lemania entworfen und vorgestellt. Es verfügte über ein Schaltrad, Handaufzug und 12-Stunden Zähler. Durch Verbindung der SSIH wurde Omega auf das Werk aufmerksam und begann, es in die eigenen Modelle unter dem Namen Kaliber 321 einzubauen. Berühmt wurde es vor allem als Innenleben der Speedmaster Chronograph oder auch „Moonwatch“, in der es ab 1957 verbaut wurde. Abgelöst wurde es 1968 vom Lemania 1873, ebenfalls ein Handaufzugswerk, und die Produktion wurde bis heute eingestellt.

 

Omega Calibre 321 Angle

Was macht das Kaliber 321 so besonders?

Innovationen und Neuerungen sind ein großes Thema in der Welt der Uhren, sie sind unumgänglich und meist gewünscht. Ständig werden Uhrwerke überarbeitet und veraltete Modelle eingestellt. Warum also nimmt Omega ein 50 Jahre altes Handaufzugswerk wieder auf? Diese Frage lässt sich gleich auf mehreren Wegen beantworten.

 

Omega Calibre 321 Gear Closeup

 

Einerseits spricht die filigrane und elegante Bauart für sich. Das ungewöhnliche an dem Werk ist, dass es mit einem Monoblock-Säulenrad ausgestattet ist, das einen technischen Mehrwert bietet, da es nur aus einem Stück gefertigt wird. Diese geniale Eigenschaft ist gleichzeitig die Krux des Kalibers 321. Das Monoblock-Säulenrad lässt keine Toleranz für Fehler. Das Werk muss zwangsläufig hoch präzise und extrem genau gebaut werden. Aufgrund dieser Eigenschaften war es von Anfang an außerordentlich beliebt bei Uhrenliebhabern.

 

Omega Calibre 321 Standing

 

Ein weiter Punkt ist die ereignisreiche Vergangenheit, die das Werk in der Speedmaster Kollektion durchlebt hat.

Die Speedmaster ST 105.003 gilt als die erste Uhr, die von der NASA getestet und für die Raumfahrt zertifiziert wurde. Anschließend durfte das Modell die erste Uhr sein, die den Astronauten Ed White auf den ersten amerikanischen Weltraumspaziergang begleiten durfte. Später wurden dann die Astronauten der Apollo 17 Mission mit der Speedmaster ST 105.012 ausgestattet. So trug auch Eugene „Gene“ Cernan, der bislang letzte Mann, der den Mond betreten hat, das legendäre NASA-Werk am Arm.

Omega Calibre 321 Jewel Closeup

Wie stark wird das „neue“ Kaliber 321 dem Original wirklich gleichen?

Eine Gruppe bestehend aus Historikern, Forschern und Entwicklern arbeitete zwei Jahre unter strenger Geheimhaltung an der Wiederaufnahme des legendären Werkes. Die Mission bekam den historischen Namen „Alaska 11“, der auch schon für die geheimen Speedmaster-Pläne zwischen Omega und der NASA in den 1960er- und 1970er-Jahren genutzt wurde. Das „neue“ Uhrwerk sollte dem Original möglichst ähnlich sein. Dafür wurden die Baupläne der Vergangenheit erneut aufgerollt und es wurde sogar das Modell von Cernan, welches eigentlich im OMEGA Museum in Biel ausgestellt wird, zum Rekonstruieren mithilfe einer „Tomographie“-Technologie gescannt und vermessen. Zahlreiche historische Fakten über die Bauweise und die filigranen Einzelteile wurden über diesen Zeitraum gesammelt und zusammengetragen.

Für die Montage des Werks wurde in Biel, dem Hauptsitz von Omega, eine Werkstatt eigens für die Herstellung des Kalibers 321 errichtet. Jedes Werk, jeder Uhrenkopf und sogar jedes Armband wird von ein und demselben Uhrmacher hergestellt.

Noch ist nicht bekannt, in welchen Speedmaster Modellen das legendäre Uhrwerk in Zukunft ticken wird, aber bei so einer Geschichte ist es wenig überraschend, dass die Fans begeistert von der Rückkehr sind!

Wir sind gespannt, womit uns Omega dieses Jahr noch überraschen wird.

 

Omega calibre 321 top down view