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Was wie ein Zungenbrecher für Brad Pitt klingt, benennt tatsächlich einen der exquisitesten und ambitioniertesten Uhrenhersteller der Welt. Parmigiani Fleurier ist zwar nicht der gängigste Name unter den Uhrenmarken, für Uhrenenthusiasten und Ästheten allerdings das Erweckungserlebnis vor fast einem Vierteljahrhundert. Über die Schönheit der Modelle besteht bei Uhrensammlern kaum Uneinigkeit. Höchstens die Preise für eine Parmigiani Fleurier stellen für einige ein Hemmnis dar. 
Die hier vorgestellte gebrauchte Parmigiani Fleurier (Ref. PFH150-1000200-HA124) macht da keine Ausnahme und gehört eher zum Feld der Investments, die wohl überlegt sein sollten. Besieht man sich allerdings die Firmengeschichte und den Werdegang des Firmengründers Michel Parmigiani, dann versteht man doch sehr gut, warum die PFH150-1000200-HA124 zurecht unter den wertvollsten Luxusuhren bei Watchmaster rangiert. 

 

Was passiert, wenn ein hervorragender Restaurator sich unvollständig fühlt? Die Geschichte von Parmigiani Fleurier.

Michel Parmigiani wurde 1950 in Couvet, einem Dorf im ehemaligen Kanton Neuenburg, geboren. Nach der Schule stand er am Scheideweg, ob er sich der Architektur oder Uhrmacherkunst zuwenden sollte. Glücklicherweise entschied er sich für das Uhrmacherhandwerk. Er durchlief die Uhrmacher-Schule in Val-de-Travers und die Ingenieurschule in La Chaux- de-Fonds. Allen Einwänden zum Trotz gründete er während der Quarzkrise, die auch die Gemeinde Fleurier und ihr ansässiges Uhrengewerbe schwer traf, sein erstes eigenes Uhrenunternehmen. Die Werkstatt „Mesure et art du temps“ spezialisierte sich auf die Erhaltung von vintage Uhren und antiken Uhrwerken. Michel Parmigiani erarbeitete sich innerhalb kürzester Zeit einen exzellenten Ruf als Restaurateur.
Die Arbeit an einzigartigen Stücken vergangener Epochen ließ in Parmigiani das Gefühl entstehen, dass es mit dem bloßen Erhalt dieser technischen Kleinode allein nicht geschehen sein konnte. Er wollte ein eigenes, neues Kapitel in der Haute Horlogerie aufschlagen. Um das Jahr 1980 herum kam Parmigiani mit der Sandoz-Familienstiftung in Kontakt, als ihm die Instandhaltung der einzigartigen Uhrensammlung von Edouard Marcel Sandoz anvertraut wurde. Von den herausragenden Fähigkeiten Parmigianis überzeugt, ermutigte die Stiftung ihn, seine eigene Uhrenmarke aufzubauen.
1996 war es dann so weit. Die Familienstiftung und Michel Parmigiani verkündeten die Gründung von Parmigiani Fleurier. Anspruch des neuen Unternehmens war und ist es, im höchsten Maße Handwerkskunst und Innovation zu verbinden, um herausragende Luxusuhren herzustellen.
1999 präsentierte Michel Parmigiani die Toric QP Retrograde, die mit ihrem tonneauförmigen Gehäuse und der Orientierung an klassischen, ästhetischen Formgebungen direkt eines der Wiedererkennungsmerkmale des Unternehmens prägten.
Neben dem Kreieren von neuen Modellen verfolgte Michel Parmigiani schrittweise sein Bestreben, eine Uhrenmanufaktur aufzubauen, bei der jede Herstellungsphase innerhalb des Unternehmens stattfindet. Im Jahr 2000 wurde der erste Schritt dahin unternommen, als die Sandoz Familie eine der berühmtesten Werkstätten zur Uhrenherstellung kaufte, damit Parmigiani Fleurier über eine unabhängige vertikale Manufaktur verfügte, die Uhrengehäuse auf dem höchsten Industriestandard herstellen konnte. 2001 kam dann Atokalpa hinzu, eine Firma, die sich auf die Herstellung feinster Zahnräder, Federn und Ketten spezialisiert hat. Durch die 2003 gegründeten Vaucher Manufacture war Parmigiani Fleurier nun in der Lage, seinen Antrieb selber herzustellen. Neben hochpräzisen Uhrwerken wird im Entwicklungszentrum der Manufaktur stets an der Weiterentwicklung der hauseigenen Kaliber gearbeitet und geforscht. Die letzte Komponente kam mit der Firma Quadrance et Habillage hinzu, die sich auf Zifferblätter spezialisiert hat und einer Uhr ihr individuelles Gesicht verleiht. Die Beharrlichkeit, mit der Parmigiani Fleurier alle Komponenten zusammenbrachte, um nicht nur gute, sondern die bestmöglichen Uhren herzustellen, spiegelt wider, wie ernst es dem Unternehmen ist, die Uhrmacherei als Kunst zu verstehen. Dieser Antrieb ist auch in dem Credo Michel Parmigianis verhaftet, für den die Herstellung von Uhren nicht bloß das Zusammenfügen einer Vielzahl mechanischer Teile ist, sondern eine Form künstlerischen Ausdrucks.

 

Die Parmigiani Fleurier PFH150-1000200-HA124

Bei Watchmaster können Sie eine Spezial-Edition der Kalpa Tourbillon Kollektion aus dem Jahr 2010 kaufen. Aufgrund des hohen technischen Standards und der zahllosen Stunden an Handarbeit, die in jedem Modell der Manufaktur stecken, ist die Zahl an produzierten Zeitmessern eher übersichtlich. Bei den Spezial-Editionen sind es nochmal deutlich weniger. So war ein neues Modell aus der Tonda-Kollektion auf 51 Stück limitiert. Wie der Name verrät, ist in der “Kalpa” ein Tourbillon verarbeitet. Allerdings hat Parmigiani Fleurier dieser Komplikation noch ihr Sahnehäubchen aufgesetzt. Im Gehäuse sorgt der exklusiv in der hauseigenen Manufaktur entwickelte 30-Sekunden Tourbillon für höchste Ganggenauigkeit. Durch das skelettierte Zifferblatt und den ebenfalls durchsichtigen Gehäuseboden kann man dem Meisterwerk der Feinmechanik beim Arbeiten zusehen. Das tonneauförmige Gehäuse hat einen Durchmesser von 36 mm und besteht aus Roségold. Das Armband ist aus Krokodilleder hergestellt. Seit 2006 besteht eine Partnerschaft zwischen der Firma für Luxusmodeartikel Hermès und Parmigiani Fleurier. Hermès liefert seither die Lederarmbänder für die Schweizer Uhrenmanufaktur. Die Uhr ist in einem neuwertigen Zustand, wurde also kaum getragen. Bei einem Preis von 139.000 € ist es nicht verwunderlich, dass ein solches Modell nicht überall hin mitgenommen wird. Als passender Augenblick sei aber das Montreux Jazz Festival genannt, dass Parmigiani Fleurier seit 2007 unterstützt. Michel Parmigiani sagt selbst dazu, dass Musik wie das Uhrenmachen ist: “Es entsteht in dem Moment, an dem ein Tempo vorgegeben wird – doch es wird erst dann zu einem sublimen Erlebnis, wenn wir ihm unser Herz und unsere Seele widmen.”
Gibt es einen höheren Vertrauensbeweis als diesen, dass dieses Unternehmen und sein Gründer die Hingabe zur Uhrmacherkunst auf ein neues Level heben?