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Hans Wilsdorf war Jungunternehmer, Marketinggenie und Uhrenenthusiast. Als Gründer von Rolex war er die treibende Kraft, die der Marke zum Erfolg verhalf. In einer Zeit, in der Taschenuhren beliebt waren, hatte Wilsdorf ein gutes Gespür für aufkommende Trends: Seine Vision waren präzise Armbanduhren, an deren Perfektionierung er ein Leben lang arbeitete. Seine eigene Geschichte ist eng verknüpft mit der seines Unternehmens, das gleichzeitig sein Lebenswerk war. Wilsdorf leistete Pionierarbeit und setzte früh Standards, auf denen heute noch der Erfolg der Luxusmarke beruht.


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Porträt: Rolexgründer Hans Wilsdorf


Wilsdorfs frühe Kindheit und Jugend

Da Rolex in England gegründet wurde, nehmen viele an, ihr Schöpfer sei Engländer gewesen. Tatsächlich war er aber gebürtiger Deutscher. Hans Wilsdorf wurde als mittleres von drei Kindern am 22. März 1881 in Kulmbach in Nordbayern geboren. Seine Großeltern waren wohlhabend, seine Eltern besaßen eine Eisenhandlung in Kulmbach und so verbrachte er die frühen Jahre seines Lebens unbeschwert. Als er 12 Jahre alt war, verstarben beide Elternteile kurz nacheinander, Wilsdorf und seine Geschwister wurden zu Vollwaisen. Seine Onkel übernahmen das Sorgerecht und schickten ihn auf ein Internat nach Coburg, um sicher zu stellen, dass mit einer guten schulischen Ausbildung ein Grundstein für sein späteres Leben gelegt sei. Durch einen Bekannten aus der Schule kam der junge Mann schließlich im Alter von 19 Jahren nach La-Chaux-de-Fonds in die Schweiz, wo er das erste Mal in die Welt der Uhren eintauchte. La-Chaux-de-Fonds war bereits damals einer der wichtigsten Standorte für Uhrmacher, der ideale Ort für Wilsdorf, um exklusive Erfahrungen zu sammeln und seine Liebe zur Uhrmacherei zu wecken.



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Hans Wilsdorfs Anfänge in der Uhrmacherei

Sein erster bekannter Job war bei Cuno Korten, einem schweizer Uhrenexporteur. Wilsdorf führte englischsprachige Korrespondenzen mit Kunden aus England und Amerika und begann sich für Uhrwerke und deren Mechanik zu interessieren. Vor allem deren Präzision und Ganggenauigkeit faszinierten ihn.

Um seine eigene Karriere in der Uhrenwelt zu beginnen, zog er nach London und fand dort für sein Vorhaben einen passenden Partner. Gemeinsam mit Alfred Davis gründete er einen eigenen Uhrenhandel: “Wilsdorf & Davis”. Während der allgemeine Trend der damaligen Zeit noch bei Taschenuhren lag, vermutete Wilsdorf ganz richtig, dass die Armbanduhr diese bald ablösen würde. In Zusammenarbeit mit einer schweizer Produzenten für Uhrwerke, Aegler, begannen die beiden mit der Produktion von Armbanduhren, die schnell zum Erfolg wurden.



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Rolex oder "Die Geburt eines Imperiums"

Damit war der Grundstein für Wilsdorfs Erfolg in der Uhrenbranche gelegt, doch das war erst der Anfang. 1908 registrierten Wilsdorf und Davis den Markennamen Rolex – die Ideenfindung hatte lange gedauert. Der Name sollte kurz genug sein, um sich perfekt auf ein Zifferblatt drucken zu lassen, in allen Sprachen der Welt aussprechbar sein und keine anderweitige Bedeutung haben. "Ich probierte alle erdenklichen Kombinationen der Buch­staben des Alphabets aus", so Wilsdorf. "So erhielt ich einige hundert Namen, aber keiner von ihnen ent­sprach meinen Vorstellungen. Eines Morgens, wäh­rend ich auf dem oberen Deck eines Pfer­de­om­ni­bus durch die Cheapside in der Innenstadt Londons fuhr, flüsterte mir eine innere Stimme das Wort ‚Rolex‘ ein."

Er strebte immer weiter nach Perfektion, die Uhrwerke seiner Taschenuhren wurden ständig verbessert – 1910 wurden seine Mühen bereits von Erfolg gekrönt. Eine Rolex Uhr wurde mit dem weltweit ersten Chronometerzertifikat im schweizer Biel ausgezeichnet und setzte Standards, auf die das Unternehmen heute noch aufbaut.



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Rolex zog 1919 nach Genf, das mittlerweile zum Mittelpunkt der Uhrenwelt geworden war. In den folgenden Jahren zeigte sich Wilsdorfs Genie nicht nur in der Entwicklung neuer, technisch anspruchsvoller Uhren, sondern auch in deren Vermarktung. Schon damals fokussierte sich Wilsdorf auf die Kernelemente, die auch heute noch eine Rolex ausmachen: Robustheit, Ganggenauigkeit und Wartungsarmut. Er verstand es, seine Erfindungen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und ihnen dadurch die größtmögliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. So geschah es auch 1926 als mit der Rolex Oyster auch das wasserdichte Oyster Gehäuse vorgestellt wurde, das heute die Basis fast aller Uhren von Rolex ist. Als die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze ein Jahr später als erste Frau den Ärmelkanal durchschwimmen wollte, stattete Wilsdorf sie mit einer Rolex Oyster Uhr aus, um deren außergewöhnliche Wasserdichtigkeit unter Beweis zu stellen. Gleitzes Rekordversuch scheiterte knapp an den Wetterbedingungen. Nach 15 Stunden und 15 Minuten im eiskalten Wasser wurde sie an Land gebracht – ihre Rolex war allerdings völlig unversehrt geblieben. Zur Feier des Erfolges veröffentlichte Rolex eine Anzeige auf der Titelseite der Daily Mail und verhalf seiner Uhr zu Weltberühmtheit. Mercedes Gleitze wurde gleichzeitig zur ersten Markenbotschafterin der Luxusmarke. Zeitgleich mit der Erfindung des Oyster Gehäuses wurde Tudor gegründet, eine Schwestermarke von Rolex, mit der Wilsdorf einer weiteren Vision nachging: Er wollte Armbanduhren herstellen, die günstiger waren, aber gleichzeitig präzise und zuverlässig waren.


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Auch weitere geschichtsträchtige Gelegenheiten nutze Wilsdorf geschickt, um seine Rolex Uhren in Szene zu setzen: Als 1933 der Mount Everest zum ersten Mal überflogen wurde, war die Crew mit Rolex Uhren ausgestattet und bewies deren Leistungsfähigkeit ebenfalls in der Luft. So etablierte sich Rolex über die Jahre als wichtiger Sponsor und Partner in zahlreichen Sportevents und ist aus Sportarten wie beispielsweise Tennis, Golf oder dem Pferdesport heute nicht mehr weg zu denken.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich Wilsdorfs Uhren rasant weiter, 1945 wurde die erste Rolex Datejust lanciert, 1953 war die Rolex Oyster Perpetual bei der Erstbesteigung des Mount Everests dabei, im selben Jahr wurde mit der Rolex Submariner die erste Taucheruhr des Unternehmens auf den Markt gebracht. Gleichzeitig zog sich Wilsdorf langsam aus dem Uhrengeschäft zurück: Seit dem Tod seiner Frau Florence Crotty 1945 übertrug er die Verantwortung für sein Lebenswerk an die Hans-Wilsdorf-Stiftung, der Rolex bis heute gehört. Er selbst starb im Alter von 79 Jahren in Genf in der Schweiz.


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