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US-amerikanische Präsidenten und ihre Luxusuhren


Die Uhr am Arm eines Präsidenten strahlt Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und Souveränität aus, der Zeitmesser kann gerne als Statement an die Öffentlichkeit verstanden werden. Während heutige Politiker oft bescheiden günstigere Modelle auswählen, war es früher selbstverständlich, eine teure Uhr an hochrangigen Politikern zu sehen. Aufgrund ihres Prestige ist es kein Wunder, dass die Wahl häufig auf Rolex Uhren fiel. Doch das Unternehmen selbst ist daran nicht ganz unbeteiligt: Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Gründer Hans Wilsdorf, großen Männern der Weltgeschichte Uhren aus seinem Hause anzubieten, allen voran den amtierenden Präsidenten von Amerika. So wurde auch der Spitzname “Rolex President” für die voll goldene Rolex Day-Date geprägt.


Rolex Day-Date 118238 Präsidentenuhr aus Gelbgold mit blauem Zifferblatt vor amerikanischer Flagge



Welche Uhr gilt als Rolex Uhr der Präsidenten?


Die Geschichte der Präsidentenuhr: Rolex President

Der Begriff hat bereits für einige Verwirrung gesorgt: Einige U.S. Präsidenten tragen Datejusts, einige Day-Dates und dann ist da noch das dreigliedrige President Armband. Tatsächlich ist der Begriff im Bezug auf beide Modelle korrekt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann Rolex, Uhren an große Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte zu verschenken. Dabei handelte es sich anfangs um Datejust Uhren, die noch nicht den Beinamen “President” trugen, aber faktisch von Präsidenten wie Eisenhower getragen wurden. Mit der Einführung der teureren Rolex Day-Date erhielt diese den Beinamen “President”, der heute noch gebräuchlich ist. Sie ist ausschließlich in Gelbgold und Platin erhältlich. Mit ihr zusammen wurde auch das President Armband veröffentlicht, das nur in Verbindung mit der Day-Date erhältlich war. Heute sieht man es ab und zu auch an anderen Modellen, das kommt aber nach wie vor eher selten oder speziell auf den Wunsch des Käufers vor.

Die Tradition, Rolex Uhren zu verschenken, begann zu Ehren eines besonderen Meilensteins: Um die Produktion der 50.000 Uhr im Jahr 1946 zu feiern, beschloss Hans Wilsdorf, sie einem besonderen Mann zu schenken, der seiner Meinung nach einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschichte der Menschheit genommen hatte – dem Schweizer General Henri Guisan, der im zweiten Weltkrieg standhaft gegen die Nationalsozialisten gekämpft hatte. Er erhielt eine Rolex Oyster Perpetual aus Gelbgold mit weißem Zifferblatt und der Referenz 3372.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann Rolex, mehr Uhren zu produzieren als zuvor, es dauerte nicht lange, bis der nächste Meilenstein und die 100.000. Uhr erreicht waren. Diese wurde 1948 dem Britischen General Winston Churchill angeboten. Churchill akzeptierte das Geschenk und erhielt eine Datejust in Roségold mit Jubilee Armband, auf deren Rückseite er sein persönliches Familienwappen eingravieren ließ.



Schwarzweiß Bild von US Präsident Dwight D Eisenhower mit einer Rolex Datejust



Dwight D. Eisenhower


(Amtszeit: 1953 – 1961)

Der 34. Präsident der Vereinigten Staaten ist der erste Amtsinhaber, der eine Rolex erhielt. Es handelt sich dabei um die 150.000 Uhr, eine Rolex Datejust Ref. 6305 aus Gelbgold. Auf ihrer Rückseite sind 5 Sterne (Eisenhower war ein 5-Sterne-General) und seine Initialen “DDE” eingraviert. Die Uhr begleitete ihn über mehrere Jahrzehnte und wurde durch ihren Auftritt auf Eisenhowers Life Magazine Cover weltberühmt. Vor seinem Tod schenkte er sie Sergeant John Moaney, mit dem ihm eine enge Freundschaft verband. Nach dessen Tod ging sie an Moaney Frau Dolores über, die sie an den Sammler Raleigh DeGeer Amyx verkaufte. Lange blieb es still um die Rolex, im September 2014 stand sie dann zur Auktion – und wurde nicht verkauft, weil das Höchstgebot weit unter den Erwartungen lag. Der Zustand der Uhr (das Zifferblatt wurde ersetzt und durch häufige Wartung hat sie ein sehr dünnes Gehäuse) und vorherige Pressestimmen mögen dazu ihren Teil beigetragen haben.


US Präsident Dwight D. Eisenhower auf dem Cover des Life Magazins



John F. Kennedy


(Amtszeit: 1961–1963)

Präsident Kennedy lehnte das Geschenk von Rolex ab und trug so nachweislich während seiner Amtszeit keine Rolex Uhr.
Viel interessanter ist jedoch ein weiteres Uhrenmodell, das er nicht getragen hat und die Legenden, die sich darum ranken: Es handelt sich um eine goldene Day-Date, die ein Geburtstagsgeschenk von Marilyn Monroe gewesen sein soll. Als diese 1962 “Happy Birthday” zu dessen Geburtstag sang, sahen viele die Affäre der beiden als bestätigt. Auf der Rückseite der Uhr ist die Inschrift “Jack, With love as always from, Marilyn.” eingraviert. Der Präsident soll einen Mitarbeiter gebeten haben, die Uhr loszuwerden und von der Öffentlichkeit fern zu halten. Die Day-Date tauchte erst 2005 bei einer Auktion wieder auf und wurde für 120.000 $ versteigert. Somit ist Kennedy zwar faktisch der erste Präsident, dem eine Day-Date geschenkt wurde, er hat sie aber nie getragen und ihren Beiname “President” bekam sie erst mit seinem Amtsnachfolger Johnson.


Bild des Präsidenten John F. Kennedy im Weißen Haus- Portrait White House Photograph Office



Lyndon B. Johnson


(Amtszeit: 1963 – 1969)

Kennedys Nachfolger, Lyndon B. Johnson, sollte der erste Präsident sein, der eine Rolex Day-Date aus Gelbgold mit dem neu eingeführten President Armband trug. Mit ihm etablierte sich auch der Spitzname Rolex President für das exklusive Modell. Rolex nutzte die Gelegenheit wieder einmal für öffentlichkeitswirksame Werbung und schaltete 1966 eine Anzeige über die Rolex President, was ihren Spitznamen noch populärer machte. Johnson war dafür bekannt, Rolex Uhren an Freunde zu verschenken. Kurz vor seinem Tod schenkte er seinem Kardiologen, der sich nach seinem Herzinfarkt um ihn gekümmerte hatte, eine goldene Rolex mit der Inschrift “JWH/Love LBJ”.



Ronald Reagan


(Amtszeit: 1981 – 1989)

Der 40. Präsident der Vereinigten Staaten und Schauspieler, Ronald Reagan, wurde während seiner Amtszeit häufiger mit seiner Rolex am Arm fotografiert. Er trug allerdings keine Rolex President, sondern eine Edelstahl Datejust mit Jubilee Armband.


Rolex Day-Date 118238 Präsidentenuhr aus Gelbgold mit blauem Zifferblatt liegend auf der amerikanischen Flagge



Heutige U.S. Präsidenten und ihre Uhren


In der jüngsten Zeit scheint der Trend hin zu günstigen Modellen gegangen zu sein, möglicherweise aus Imagegründen. Bill Clinton wurde regelmäßig mit einer Timex Ironman gesehen, die gerade einmal 50 US-Dollar kostet. Und auch George Bush trug eine günstige Timex Quarzuhr während seiner Amtszeit. Barack Obama setzte vor seiner Kandidatur hingegen auf eine TAG Heuer und trug später unter anderem auch eine Jorg Gray JG 6500, die ein Geschenk des Secret Service war. Donald Trump sah man vor seiner Zeit als Präsident häufiger mit einer Patek Philippe Ellipse und einer goldenen Rolex Day-Date. Privat besitzt der ehemalige US-Präsident eine große Uhrenkollektion, doch bei seinen öffentlichen Auftritten als Präsident wurde sein Handgelenk meist von seinem Hemdärmel bedeckt.

Dass Rolex Uhren inzwischen seltener an den Handgelenken amerikanischer Staatsmänner zu sehen sind, mag mehrere Gründe haben. Einerseits gibt es strengere Richtlinien, was die Annahme von Geschenken angeht, andererseits achten die Präsidenten der heutigen Zeit mit Bedacht darauf, bodenständig und nahbar zu wirken. Denn das Image einer Person spielt in der Politik eine wichtige Rolle und kann mitunter über Erfolg und Misserfolg einer Karriere entscheiden. Politiker sollten die Wahl ihrer Armbanduhr und deren Wirkung also durchaus überdenken. Dennoch hat sich der Spitzname der Day-Date als Rolex President gehalten – und da Rolex Uhren selbstverständlich weiterhin den Markt anführen, setzte auch der 2021 zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählte Joe Biden bei seiner Amtsführung auf ein Modell der Marke mit der Krone: keine Day-Date, sondern eine sportliche Datejust 41 mit blauem Zifferblatt.

Wer also über den Kauf einer Präsidenten-Uhr nachdenkt, für den sind zertifizierte, gebrauchte Luxusuhren eine lohnenswerte Alternative zum Neukauf. Geschichtsträchtige Vintage Modelle können sich sogar als lukrative Investition herausstellen.

 

 

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