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Warum ist eine verblasste Rolex GMT-Master-Lünette so wertvoll?


Viele Laien nehmen an, dass eine Uhr nur so viel Wert ist wie der Zustand, in dem sie sich befindet. Allgemein ist diese Annahme korrekt, denn wer seine Uhr häufiger warten lässt, kann auch höhere Preise verlangen. Bei Lünetten und Zifferblättern sind das Verblassen oder die Patina allerdings keine Schönheitsmängel, sondern Zeichen für die Authentizität der Zeitmesser, das ihren Status als Vintagemodelle verifiziert. Sammler geben für diese Modelle besonders viel Geld aus. Dieses Phänomen kann man vor allem bei der Rolex GMT-Master Ref. 1675 beobachten.  


Rolex GMT-Master 16750 mit verblasster Lünette und Jubilee-Armband auf schwarzem Hintergrund
ROLEX GMT-MASTER Pepsi 16750


Die Ref. 1675 wurde 1959 lanciert und brachte auch optisch ein paar Veränderungen in die Serie, die 1954 mit der Ref. 6542 begann. Zum ersten Mal gab Rolex der Serie Kronenschützer und auch das Zifferblatt unterlief einer Veränderung. Besaßen die ersten Modelle noch ein glänzendes Zifferblatt, erhielten spätere bereits ein mattes Zifferblatt. Geblieben war die Pepsi-Lünette mit den roten und blauen Inserts, die damals auf die Firmenfarben von Pan-Am Airline verwiesen. In den 70ern führte Rolex dann ein Modell ein, dessen Lünette komplett in Schwarz erstrahlte. Weitere Varianten besaßen Lünetten in Braun, Braun / Gold und Blau. Die Ref. 1675 wurde bis 1980 produziert und dann von der Ref. 16750 abgelöst. Auch an der Rolex GMT-Master II Ref. 16710 kann man das Phänomen noch beobachten, wobei man dieses Modell auch mit einer Coke-Lünette in Schwarz und Rot kaufen kann.



Nahaufnahme einer verblassten Coke-Lünette einer GMT-Master II 16710
ROLEX GMT-MASTER II Coke 16710


Warum verblassen die Lünetten überhaupt?


Der entscheidende Faktor ist, dass Rolex bis 2007 noch Einlagen aus Aluminium benutzte. Diese verschwanden erst mit dem Neudesign der GMT-Master II in 2007, das Keramiklünetten zum neuen Standard machte. Diese besagten Keramiklünetten verhindern das Verblassen der Lünetten. Was den Sammlerwert von Referenzen wie die Rolex 1675 ansteigen lässt, ist der Umstand, dass die Produktion der Zifferblätter nicht gleichmäßig verlief, sondern Raum für kleine Veränderungen ließ. Dies bedeutet praktisch, dass Einlagen, die im gleichen Zeitraum hergestellt wurden, dennoch eine komplett andere Verfärbung annehmen können.


Rolex GMT-Master 16750 mit verblasster Lünette und Oyster-Armband auf schwarzem Hintergrund
ROLEX GMT-MASTER Pepsi 16750

 

Dazu kommen externe Faktoren: Eine Lünette, die oft mit Salzwasser in Kontakt kam, sieht anders aus als eine Lünette, die häufig Sonneneinstrahlung ausgesetzt wurde. Auch die Rotation der Lünette spielt eine Rolle, denn eine GMT-Master, die oft benutzt wurde, verblasst schneller als eine GMT-Master, die sicher in einem Safe ruhte. Die Farbkombinationen, die sich daraus ergeben, sind mannigfaltig. Das Rot der Pepsi-Lünette kann sich von Pastel bis Pink und von Fuchsia bis Magenta entfalten. Der blaue Teil kann hingegen einem sanften Grau weichen oder in sattem Aquamarin erstrahlen. Die schwarze Lünette kann ebenfalls ins Blaue ausbluten oder ein metallisch schimmerndes Grau annehmen.



Natürlichkeit ist Trumpf!



Nahaufnahme einer verblassten Pepsi-Lünette einer GMT-Master 16750
ROLEX GMT-MASTER Pepsi 16750


Am wichtigsten für Sammler ist, dass diese Farben natürlich entstanden sind. Um zu wiederholen: Diese Modelle sind so gefragt, weil sie die Authentizität eines Vintagemodells bestätigen. Der Markt ist aber so umkämpft und die Preise, die diese Modelle erzielen können, so hoch, dass manche Fälscher versuchen, den Effekt gezielt über chemische Reaktionen hervorzurufen. Auch das „Backen“ von Lünetten in einem Ofen ist keine Seltenheit. Wenn Sie sich unsicher fühlen, ob eine Lünette natürlich wirkt oder nicht, können Sie sich immer an einen zertifizierten Händler wenden. Bei Watchmaster arbeiten zum Beispiel mehrere Uhrmachermeister, die alle bei uns eingehenden Modelle auf ihre Echtheit verifizieren, damit Sie sich bei dem Kauf immer sicher fühlen können.