Win a Rolex at Watchmaster.com

Was haben das Oktoberfest, der niedliche Beagle aus den „Peanuts“-Comics und der letzte Kaiser Vietnams mit dem Büchsenmacher der britischen Königsfamilie gemeinsam? Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: limitierte und seltene Luxusuhren. Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Auswahl der vielleicht schrägsten und seltensten Uhren und Sondereditionen aus der Welt der Haute Horlogerie vorstellen.



Seltene Uhren und schräge Sondereditionen


Ganz egal, worum es sich auch handelt – ob Autos, Briefmarken, Handtaschen oder eben Luxusuhren. Limitierte Sondereditionen haben aufgrund ihrer begrenzten Stückzahl immer einen gewissen Reiz. Erfreuen wir uns also an den verschiedenen Versionen traditioneller, schräger und verspielter Uhren und genießen wir deren Exklusivität.


Hublot im Zeichen des Oktoberfests

Deutschland ist in der ganzen Welt bekannt für Autos, die Maßstäbe setzen, gutes deutsches Bier und damit einhergehend auch das berühmt-berüchtigte Oktoberfest. Das Münchener Traditionsfest lockt mit seinem deftigem Essen und lautem Party-Schlager Jahr für Jahr Touristenströme aus aller Welt an.

Diese spätsommerliche Aura der Theresienwiese, bestehend aus Maßkrügen, Lebkuchenherzen und Fahrgeschäften nahm sich die Schweizer Luxusuhrenmarke Hublot 2017 zum Anlass, in Kooperation mit dem deutschen Schuhhersteller Meindl eine auf 100 Stück limitierte Sonderedition der Hublot Big Bang zu lancieren. Wo außergewöhnliche Uhrenboxen allein nicht mehr ausreichen, kommt die Hublot Big Bang Bavaria ins Spiel. Sie ist nicht nur bayrischer als BMW und das Schloss Neuschwanstein zusammen, sondern wurde zudem auch noch im Rahmen des Oktoberfests vorgestellt. Bei der Big Bang Bavaria findet zum ersten Mal bei Hublot ein Gehäuse aus Bronze Verwendung. Das von Meindl eigens für diese Version gefertigte Bundarmband aus rauem Hirschleder bedient sich auch der Lederhosen-typischen Verzierungen. Hirschköpfe und Eichenblätter geben dieser Sonderedition den letzten Schliff. Diese bayerische Hublot Uhr genießt absoluten Seltenheitswert und verlangt inzwischen Preise von über 20.000 €.


Limitierte Oktoberfest-Edition der Hublot Big Bang Bavaria Uhr in bayerischem Design mit Bronze-Gehäuse
HUBLOT BIG BANG BAVARIA (Photo: Hublot)


Italienischer Uhrenhersteller und britischer Waffenhersteller

Seit 1814 gehört James Purdey & Sons zur britischen Elite wie Corgis, Butler und der Fünf-Uhr-Tee. Der Büchsenmacher ist seit König Georg III. Hoflieferant des britischen Königshauses und seitdem auch als „The King of Gunmaking“ bekannt. Bei den Jagd- und Sportgewehren aus dem Hause Purdey handelt es sich um schlanke, elegante und besonders reich verzierte Waffen, welche unmittelbar auf den ersten Blick den Eindruck von höchster Exklusivität und purem Luxus erwecken. Wenn man sich also ins Gedächtnis ruft, dass Purdey älter als die Marken Bentley, Rolls-Royce und Rolex ist, wundert es kaum, dass einer der größten Luxusuhrenhersteller eine limitierte Sonderedition in Kooperation mit dieser britischen Traditionsmarke entwickelte.

Die Panerai Luminor Sealand for Purdey spaltet selbst die Paneristi in zwei Lager. Im Grunde genommen ist diese Sonderedition keine wirkliche Neuheit. So hat Panerai lediglich den Deckel einer Taschenuhr über dem Gehäuse montiert und diesen kunstvoll verziert. Was bei Taschenuhren seit Jahrhunderten gang und gäbe ist, gilt bei Armbanduhren als eine absolute Seltenheit. Seit der ersten Luminor Sealand for Purdey im Jahr 2002 sind bis heute verschiedene weitere Versionen der Sealand erschienen. Darunter waren zwar immer wieder auch Versionen „for Purdey“, aber auch Modelle mit Gravuren zu Ehren des chinesischen Jahres des Drachen, Hundes oder der Schlange.

Nun aber zum kontroversen Teil der Sealand for Purdey. Mit einer der neueren Serien bietet Panerai nicht mehr nur die Schrotflinten-typischen Verzierungen mit Fasanen, Enten oder Raubvögeln, sondern eine Variante mit Afrikas „Big Five“, bestehend aus Wasserbüffel, Elefant, Nashorn, Löwe und Leopard. Diese Tiere stehen seit jeher im Visier von Großwildjägern und inzwischen unter Artenschutz. Doch weder Panerai noch Purdey befürworten mit dieser Sonderedition die Großwildjagd. Es handele sich lediglich um schön verzierte Uhren, die in Zusammenarbeit mit einem britischen Traditionsunternehmen an die Vergangenheit erinnern sollen und die Kunstfertigkeit hinter beiden Handwerken eindrucksvoll zur Schau stellen. 


Vorder- und Rückseite der limitierten Sonderedition Panerai Luminor Sealand For Purdey PAM00152 mit graviertem Schutzdeckel
PANERAI LUMINOR SEALAND FOR PURDEY PAM00152 (Photo: Panerai)


Wenn Sie sich eine dieser seltenen und besonderen Uhren zulegen möchten, können Sie entweder auf der Panerai Website nach Neuauflagen schauen oder sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Dort müssen Sie für diese Uhren mit 44 mm Durchmesser am Lederarmband mit Preisen um  die 20.000 € rechnen.


Eine Rolex für den letzten Kaiser

Für viele Uhrensammler ist der Werterhalt einer der wichtigsten Punkte beim Kauf einer Luxusuhr. Zum Zeitpunkt des ersten Kaufs und bei den nachfolgenden zwei Verkäufen eine der teuersten Uhren der Welt zu sein, muss man erst einmal schaffen.

Die Uhr, der dies gelang, ist keine geringere als die Armbanduhr des letzten Kaisers Vietnams. Seine Majestät Bao Dai erwarb während eines Aufenthalts 1954 in der Schweiz die damals teuerste Uhr aus dem Hause Rolex. Bei dieser handelt es sich um eine Rolex Triple Calendar aus massivem Gold mit Mondphase, tiefschwarzem Zifferblatt, goldenen Indizes für die ungeraden Stunden und Diamanten im Brillantschliff als Indizes für die geraden Stunden. Dabei handelt es sich um eine in dieser Art und Weise einmalige Fertigung des Schweizer Luxusuhren-Giganten – und damit auch um eine der wenigen Sondereditionen, die Rolex veröffentlicht hat.

Bereits zum Zeitpunkt des Kaufs war die nach ihrem Besitzer benannte Rolex Bao Dai das teuerste Modell im Rolex Sortiment und erzielte sogar zweimal den Rekord für die teuerste Uhr der Welt. Als sie das erste Mal im Jahr 2002 bei einer Auktion zum Verkauf stand, erzielte sie einen Rekordpreis von 340.500 €. Bis sie 2017 wieder in einem Auktionshaus unter den Hammer kam, verlor sie den Rang als teuerste Uhr der Welt an einen Split Seconds Chronographen mit der Referenz 4113. Im Mai 2017 eroberte sie aber im New Yorker Auktionshaus Phillips ihren Thron zurück und erzielte in einer mitreißenden Bieterschlacht zwischen zehn Anwesenden Bietern und drei anonymen telefonischen Bietern eine Gesamtsumme von 5.060.472 US-Dollar, also umgerechnet knapp über 4,5 Millionen Euro.

Damit war die Bao Dai Rolex, die unter Sammlern als der Heilige Gral der Haute Horlogerie galt, erneut die teuerste Uhr der Welt – jedenfalls bis zur Auktion der Paul Newman Daytona, die ein knappes halbes Jahr später stattfand.


Snoopy-Sondereditionen der Moonwatch

Als am 17. April 1970 die Kommandokapsel der Apollo-13-Mission im Pazifik landete, atmete die Welt auf. Die drei Astronauten der Raumfahrtmission mussten 300.000 Kilometer von der Erde entfernt die Explosion von einem der Sauerstofftanks händeln und zur Erde zurückkehren. Der legendäre Funkspruch „Houston, wir haben ein Problem!“ ging in die Geschichte ein.


Zifferblatt mit Snoopy-Applikation einer Omega Speedmaster 50th Anniversary Silver Snoopy Award 310.32.42.50.02.001 Uhr
OMEGA SPEEDMASTER 50TH ANNIVERSARY SILVER SNOOPY AWARD 310.32.42.50.02.001 (Photo: Omega)


Um die lebenserhaltenden Systeme davor zu schützen, Schaden zu nehmen, schalteten die Männer der Apollo-13-Mission alle Stromverbraucher aus – und damit auch zwangsläufig den Computer, der das Zeitmanagement für die Systeme übernahm. Um zur Erde zurückkehren zu können, musste das Zeitfenster für die Zündung des Triebwerks exakt auf 14 Sekunden mit höchstens einer minimalen Abweichung geplant werden. Dies gelang dem Astronauten John „Jack“ Swigert dank seiner Omega Speedmaster Moonwatch, was der Besatzung so ihr Leben rettete. Für diesen Verdienst erhielt Omega den Silver Snoopy Award, eine der höchsten Auszeichnungen, die von der NASA vergeben wird. 

Omega nahm dies natürlich zum Anlass, einige limitierte Sondereditionen der Moonwatch auf den Markt zu bringen. Diese Editionen sind mit dem bekannten Comic-Beagle Snoopy auf Zifferblatt und Gehäuseboden versehen. Während die beiden Referenzen 3578.51.00 und 311.32.42.30.04.003 inzwischen nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen sind und je nach Edition zwischen 10.000 und 21.000 € kosten, ist die Referenz 310.32.42.50.02.001 noch bei Omega für einen Neupreis von 9.400 € erhältlich. Diese Uhren mit Seltenheitswert zeigen, dass Omega nicht nur ein Auge für besondere Uhrenboxen, sondern ebenso für ausgefallene Zeitmesser hat. Die Moonwatch Modelle erinnern auf verspielte Art und Weise an eine der Sternstunden der Menschheitsgeschichte und überzeugen neben ihrer außer Frage stehenden technischen Brillanz durch Exklusivität und liebevoll gestaltete Details wie den speziell markierten ersten 14 Sekunden und der darunter stehenden Frage „What could you do in 14 seconds?“ (bei der Ref. 311.32.42.30.04.003), einer in den Gehäuseboden eingearbeiteten Nachbildung des Snoopy Award Ansteckers (bei der Ref. 3578.51.00) oder mit dem Slogan „Eyes on the stars“ und einer Abbildung von Mond und Erde auf der Gehäuserückseite (bei der Ref. 310.32.42.50.02.001).


Gehäuserückseite der Omega Speedmaster 50th Anniversary Silver Snoopy Award 310.32.42.50.02.001 Uhr mit Snoopy-Abbildung
OMEGA SPEEDMASTER 50TH ANNIVERSARY SILVER SNOOPY AWARD 310.32.42.50.02.001 (Photo: Omega)


Audemars Piguets ganzer Stolz

Warum sollte man sich auf nur ein einziges Land beschränken, wenn es auf der Welt so viele schöne Länder gibt, auf die man stolz sein kann? Dies dachte sich wohl auch der Schweizer Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet – und bekundet seine Liebe direkt zu einer ganzen Reihe von Nationen. 

Die Audemars Piguet Pride Serie umfasst bislang unter anderem die Modelle „Pride of Russia“, „Pride of Germany“, „Pride of Siam“, „Pride of Mexico“, „Pride of China“ und „Pride of Indonesia“, um nur einige zu nennen. Den Modellen der Pride Familie liegen Royal Oak und Royal Oak Offshore zugrunde. Diese beiden Chronographen werden dem jeweiligen Land entsprechend in einigen Details verändert und können so mit verschiedenen Zifferblatt-Designs und Farben aufwarten. Welches Land mit der jeweiligen Uhr geehrt wird, erfährt man nur beim Blick auf den Gehäuseboden. Dort erwarten einen entweder ein Saphirglasboden, der den Blick auf den kunstvoll verzierten Anker freigibt, mit dem Schriftzug „Pride of …“ oder man findet einen Gehäuseboden mit dem Wappen oder einer Besonderheit des jeweiligen Landes vor.

Gerade in Zeiten politischer Verwerfungen und Unsicherheiten ist es wichtig, die Errungenschaften anderer Länder zu würdigen und Konflikte zu entschärfen. Also warum dies nicht zum Beispiel mit einer Audemars Piguet Pride of Germany am Handgelenk tun?