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SIHH – Salon International de la Haute Horlogerie Genève

 

Was ist die SIHH?

 

Die SIHH – Salon International de la Haute Horlogerie Genève ist eine Fachmesse der Themenbereiche Uhrmacherei und Schmuck. Sie fand erstmals im Jahr 1991 und seitdem jedes Jahr im Januar in Genf statt. Die Messe beansprucht heute circa 40.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

In exklusivem Ambiente macht die SIHH Genf jedes Jahr aufs Neue zum Dreh- und Angelpunkt für Liebhaber, Sammler und Hersteller aus aller Welt.


Neben der bekannten Baselworld ist die SIHH die größte Ausstellung für Luxusuhren. Zuletzt 35 Häuser und unabhängige Uhrmachermeister präsentieren jedes Jahr ihre Neuheiten, Entwicklungen und Trends den rund 20.000 eingeladenen Fachbesuchern und der Presse. Die Messe findet fünf Tage lang statt, am letzten Tag sind die Tore dann auch für Privatpersonen und Interessenten geöffnet.

Dabei geht es während der Ausstellung nicht nur um die schönen Zeitmesser an sich. Sehen und gesehen werden, Kontakte knüpfen und ein reger Austausch untereinander stehen ebenso auf der Tagesordnung wie interessante Vorträge und die Weitergabe von Wissen.

SIHH 2018 - Photobooth
Genau dieses Ziel verfolgt die SIHH, nicht nur der Ort zu sein, an dem die wichtigsten Uhrentrends des Jahres aufeinandertreffen. Vielmehr ist die Teilnahme eine immersive Erfahrung, reich an Inhalten. Die Messe stellt eine innovative Kommunikationsplattform dar, interaktiv und fest verbunden mit der Beteiligung der ausstellenden Häuser, Besucher und Uhrmacher.

Im Jahr 2018 fand die SIHH zum 28. Mal statt, Luxusuhrenhersteller wie A. Lange & Söhne, Audemars Piguet, Baume & Mercier, Cartier, IWC, Jaeger-LeCoultre, Officine Panerai, Parmigiani Fleurier, Piaget oder Vacheron Constantin waren vertreten – um nur ein paar zu nennen.

 

Meilensteine in der Geschichte der SIHH

 

1991 Die erste Messe fand statt, weil fünf Aussteller der Baselworld entschieden, anstatt bei der Baselworld teilzunehmen, lieber eine eigene Messe im Rahmen der “Fondation Haute Horlogerie” aufzubauen.

Haute Horlogerie kann man ins Deutsche mit “Hoher Kunst der Uhrmacherei” übersetzen, mit der FHH schlossen sich einige Hersteller zusammen, um sich von den massenproduzierten Quarzuhren der 1970er Jahre abzugrenzen.

1993 – Eine ganze Woche lang debattierten Hersteller und Fachpublikum über die Zukunft der Uhrmacherei und der der Luxusindustrie. Es fanden spannende Gespräche am sprichwörtlichen runden Tisch statt.

1998 – Die SIHH war weiterhin erfolgreich und zählte mittlerweile zehn Aussteller, darunter Vacheron Constantin, Parmigiani Fleurier und ein paar unabhängige Uhrmacher. Die Ausstellungsfläche hatte sich verglichen mit der ersten Messe schon mehr als verdreifacht.

1999 – Die Messe nahm völlig neue Dimensionen an. Acht weitere Hersteller wollten sich präsentieren, die Ausstellungsfläche betrug nun mehr als 18.000 Quadratmeter.

 

SIHH 2018 - A.Lange & Söhne
2002 – Einige Aussteller, darunter auch Breguet und Uhrendesigner Gérald Genta, verließen die SIHH, da sie von der Swatch Group und Bulgari gekauft wurden. Dafür sießen nun A. Lange & Söhne, IWC und Jaeger-LeCoultre dazu, die Zahl der Aussteller betrug 18 – eine Zahl, die sich in den folgenden Jahren kaum verändern sollte.

2005 – Anlässlich der 15. Veranstaltung wurde die SIHH von Giampierdo Bodino neu designt. Ganz im Stil der Ausstellung “La Cité du Temps” umfasste die Messe mittlerweile fast 25.000 Quadratmeter und zog über 10.000 Besucher an.

2009 – Die Auswirkungen der Finanzkrise waren auch auf der SIHH zu spüren. Über 1.500 Journalisten und Fachbesucher konnten in diesem Jahr verzeichnet werden, zudem waren mit Ralph Lauren Watch & Jewelry Co nun 17 Aussteller vertreten. Außerdem wurde eine wichtige Änderung angekündigt, fortan würde die Messe jährlich im Januar stattfinden und somit das Uhrmacherjahr einläuten.

2013 – Die SIHH knüpfte im Winter 2013 an ein rekordverdächtiges Jahr an, doch auch für dieses Jahr standen die Zeichen gut: Exporte von über 20 Milliarden Schweizer Franken wurden erwartet. Die ausstellenden Häuser im Jahr 2013 waren unter anderem A.Lange & Söhne, Audemars Piguet, Baume & Mercier, Cartier, IWC, Jaeger LeCoultre, Montblanc, Officine Panerai, Parmigiani Fleurier, Piaget, Richard Mille und Vacheron Constantin.

 

SIHH 2018 Booth èlègante by F.P. Journe
2015 – Das vierteljahrhundertelange Bestehen feierte die SIHH mit einem besonderen Angebot für die Besucher der Messe. Unter Anleitung konnten sie in Workshops je eine mechanische Luxusuhr auseinanderbauen und wieder zusammensetzen. Auf diesem Wege wurde die Kunst der Uhrmacherei für alle Teilnehmer erfahrbar und begreiflich.

2017 – Zum ersten Mal wurde die Messe auch für Privatpersonen zugänglich gemacht. Am letzten Tag der Veranstaltung öffneten sich die Tore für die Öffentlichkeit, 30 Häuser und unabhängige Uhrmacher präsentierten ihre Kreationen und Innovationen.

2018 – Das Wachsen der Branche Feine Uhrmacherkunst und das allgemeine Interesse der Öffentlichkeit lässt sich aus den Besucherzahlen ableiten. Rund 20.000 eingeladene Fachbesucher und Medienvertreter, über 30 Aussteller und der große Andrang privater Personen am letzten Tag konnten in diesem Jahr verzeichnet werden. Die Fläche der Uhrenmesse beträgt mittlerweile über 40.000 Quadratmeter, allein durch diese Zahlen sehen die Veranstalter der SIHH sich bestätigt.

SIHH 2018 Booth of IWC Schaffhausen International Watch Company

Was birgt die Zukunft?

 

Die Zukunft der Fachmesse Salon International de la Haute Horlogerie Genève bleibt abzuwarten. Auf der einen Seite wächst die Branche der Luxusuhren schnell, immer mehr Hersteller möchten auf der SIHH vertreten sein. Zudem ist die Messe nach der Baselworld die größte Messe für Luxusuhren, ihr stetiges Wachsen lässt darauf schließen, dass sie auch in Zukunft bestens besucht sein wird.

Doch zwei der großen Häuser, die auf der SIHH schon seit 1999 und 2010 vertreten sind, werden der Messe ab 2020 nicht mehr beiwohnen. Die Rede ist von Audemars Piguet und Richard Mille.

Bereits in vergangenen Jahren sprachen beide Hersteller von anstehenden Veränderungen im Vertriebsnetzwerk und sind nicht mehr länger der Meinung, dass Fachmessen zur allgemeinen Vertriebs- und Markenstrategie passen. Zukünftig soll vermehrt Wert auf Marken-Boutiquen gelegt und somit die Abhängigkeit von traditionellen Multi-Brand-Konzessionären gehemmt werden. Auch störe sie der Umstand, dass die Messe bis vor wenigen Jahren nur eingeladenen Besuchern zugänglich war. Das hat sich zwar 2017 geändert, jedoch ist sie lediglich an einem Tag der Öffentlichkeit nutzbar gemacht. Und letztlich geht es den Unternehmen doch um die Kunden, so hilfreich es auch sein kann, von der Presse erwähnt zu werden. Kurz gesagt, es fehlt an Kundennähe.

 

SIHH 2018 - Booth of Roger Dubuis counter
Angesichts der steigenden Nachfrage und der generell vorherrschenden Diskontierung denken die beiden Häuser nicht als einzige so. Viele andere Hersteller, aber auch unabhängige Uhrmacher haben ähnliche Ansichten, nur waren Audemars Piguet und Richard Mille die ersten, die konsequent handelten.

Ob die steigende Nachfrage mit den niedrigen Zinsen zusammenhängt, darüber kann man spekulieren. Der Markt der Luxusuhren als eine Form von Investition ist zumindest kein Geheimnis mehr.

 

Der Termin für die nächste SIHH im Januar 2019 steht schon, am Donnerstag, den 17. Januar sind die Türen der Öffentlichkeit geöffnet. Tickets für diesen Tag können Sie bereits kaufen, Sie haben dann von 15:00 bis 22:00 Uhr Zeit, um sich die Innovationen von insgesamt 35 Ausstellern anzuschauen, sich in spannende Gespräche verwickeln zu lassen oder interessanten Vorträgen zu lauschen.

SIHH 2018 Visual

 

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