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Sobald man sich etwas eingehender mit Uhren beschäftigt, kommt man um ein ganz bestimmtes Unternehmen nicht umhin: Rolex. Die Schweizer Marke mit der Krone hat in ihrer Vergangenheit bereits einiges erreicht und war in ihren Kreationen schon immer stilweisend. So auch bei den markanten zweifarbigen Lünetten, die die Uhrenwelt im Sturm eroberten. An dieser Stelle möchten wir uns jedoch auf eine ganz bestimmte fokussieren: die blau-rote Pepsi-Lünette.



Zur Geschichte der Pepsi-Lünette


Nachdem Rolex 1954 mit der GMT-Master (Ref. 6542) die blau-rote Lünette bei den GMT-Uhren salonfähig machte, dauerte es nicht lange, bis sich eine treue Fangemeinde um sie herum bildete. Das zunächst verwendete und damals völlig neuartige Material Bakelit erwies sich aufgrund seiner Bruchanfälligkeit schnell als unpraktisch und wurde bereits 1956 durch Aluminium ersetzt. Erst 1972 wurde dann der komplett schwarze Lünetteneinsatz für die GMT-Master eingeführt.

Die zweite Rolex mit Limonaden-Spitznamen, die GMT-Master II 16710 „Coke“ mit schwarz-rotem Lünetteneinsatz, kam interessanterweise erst 1984 auf den Markt – wohl um einen sichtbaren Unterschied der beiden Modelle zu erreichen. Doch dabei handelt es sich nur um Spekulationen seitens der Rolex Fangemeinde. Ebenso ungeklärt ist, warum ausgerechnet die Farben Blau und Rot ihren Weg auf die Lünette der GMT-Uhr fanden. Nachdem Rolex die GMT-Master II vorstellte, sorgte der Hersteller bei seinen Anhängern für eine Überraschung, denn die GMT-Master blieb weiterhin in Produktion. Die Referenz 16700 wurde dementsprechend für eine vergleichsweise lange Zeit von 1988 bis 1999 produziert. Mit diesem Modell bot Rolex eine günstigere Alternative zu der in etwa gleichzeitig vorgestellten GMT-Master II (Ref. 16710), behielt Qualität und Prestige jedoch bei.


TAG Heuer Aquaracer WAY201F.BA0927, Rolex GMT-Master II 126710BLRO und Tudor Black Bay GMT 79830RB mit blau-roten Pepsi-Lünetten
TAG Heuer, Rolex und Tudor Uhren mit Pepsi-Lünetten


Die blau-rote Lünette auf dem Vormarsch

Erst 1989 wurde dem Wunsch der Rolex Anhänger nachgegeben und die Neuauflage der Ref. 16710 direkt von Anfang an mit Pepsi-Lünette angeboten. Bis das Modell im Jahr 2007 eingestellt wurde, erfreute sich die Pepsi einer ungebrochenen Beliebtheit.

Mit dem Wechsel zu Keramik als Lünetteneinsatz musste man bei der GMT-Master II (Ref. 116710LN) feststellen, dass sich das Material zunächst wohl nicht für zweifarbige Lünetten eigne. 2014 bot Rolex dann mit der 116719BLRO ein Modell am Oysterband aus Weißgold an. Der Clou bei dieser Version: Neben der Pepsi-Lünette und dem Oysterband verfügt dieses Modell zudem über ein dunkelblaues Zifferblatt. Zwar besteht auch hier die Lünette aus Keramik, doch war die Färbung dieser zu dem Zeitpunkt noch nicht komplett ausgereift. Mit der 126710BLRO meisterte Rolex schließlich die Produktion und Färbung seiner zweifarbigen Keramik-Lünetten, die sich das Unternehmen als sogenannte Cerachrom-Lünetten patentieren ließ. Die 24-Stunden-Graduierung ist hier eingraviert und mit einer dünnen Schicht aus Platin überzogen, damit sie nicht an Lesbarkeit verliert.


Rolex GMT-Master II 126710BLRO Uhr mit blau-roter Lünette und Jubilé-Armband auf Seemanstau
ROLEX GMT-MASTER II 126710BLRO


Es ist ein Design, das sich durchgesetzt hat. Inzwischen ist die Pepsi-Lünette in so gut wie jedem Preissegment des Uhrenmarktes anzutreffen. Besonders bei den Modellen unter 500 € ist die Konkurrenz groß. Zum einen wären da die etablierten japanischen Marken wie Seiko, Citizen oder Orient, die die Pepsi-Lünette beispielsweise für ihre Taucheruhren-Kollektionen geliehen haben. Zum anderen sind es aber auch amerikanische Traditionsmarken wie Invicta oder Schweizer Einsteigermarken wie Davosa, die die Magie der blau-roten Lünette ebenfalls für sich entdeckt haben. Jedoch kommt keines dieser Modelle qualitativ an die Keramik-Lünetten von Rolex heran.



Alternativen zur 126710BLRO mit Pepsi-Lünette


Wenn Ihnen die Farbgebung gut gefällt, Sie aber auf der Suche nach einer anderen Uhr mit blau-roter Lünette sind, helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir stellen Ihnen nachfolgend einige qualitativ hochwertige Alternativen zur 126710BLRO vor, die aus dem erweiterten Familien- und Bekanntenkreis der besagten GMT-Master II „Pepsi“ stammen.


Es bleibt in der Familie: Die Tudor Black Bay GMT

Als Tochterfirma von Rolex gilt Tudor bereits seit Jahren als die naheliegendste Alternative für unerfüllte Rolex-Wünsche. Mit der Black Bay GMT bietet Tudor eine günstige Einsteigeruhr, die auch die GMT-Funktion der GMT-Master II beibehält. Die Lünette ist hier geriffelt und mit 48 Einkerbungen versehen. Die Zahlenscheibe verfügt über eine 24-Stunden-Graduierung und besteht aus eloxiertem Aluminium in einer matten Farbkombination aus Bordeaux und Blau. Beim Eloxieren handelt es sich um einen elektrochemischen Prozess, bei dem eine Schutzschicht aus Oxid aus dem Aluminium gebildet wird, die für eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit und längere Haltbarkeit sorgt. Diese Oxidschicht ist nicht auf das Material aufgebracht, sondern vollkommen in dieses integriert. Während Sie für eine gebrauchte 126710BLRO um die 17.000 € einplanen müssen, ist die Alternative der Ref. 79830RB von Tudor aus zweiter Hand bereits ab 3.370 € (mit Lederarmband) und ab 3.720 € (mit Edelstahlarmband) erhältlich.


Tudor Black Bay GMT 79830RB Uhr mit blau-roter Lünette auf weißem Leinenstoff und Seemannstau liegend
TUDOR BLACK BAY GMT 79830RB


Gefragter Vorgänger: Die Rolex GMT-Master 1675

Etwas preisgünstiger als die Neuauflage, aber dank der hohen Nachfrage immer noch sehr wertstabil, ist die erste Generation der GMT-Master mit Pepsi-Lünette. Die GMT-Master (Ref. 1675) wurde von 1959 bis 1980 produziert und machte die beliebten Pepsi-Farben zusammen mit ihren Nachfolger-Modellen zur Standard-Lünette. Da die Lünetten damals noch mit einem Einsatz aus Aluminium hergestellt wurden, verblassten diese im Laufe der Jahre und setzten eine gewisse Patina an. Modelle mit diesen verblassten Lünetten gelten unter Sammlern als besonders wertvoll und sind äußerst begehrt. Für eine Rolex mit der Referenz 1675 müssen Sie allerdings mit einem Gebrauchtpreis von rund 15.500 € rechnen. 


Taucheruhr in Blau-Rot: Die TAG Heuer Aquaracer Calibre 7 GMT

Bei der Aquaracer Calibre 7 GMT (Ref. WAY201F.BA0927) war es nicht das erste Mal, dass sich TAG Heuer an Rolex orientierte. In den 60er Jahren lancierte Heuer die Autavia GMT als Antwort auf die GMT-Master und bediente sich dabei ebenfalls am Design der Pepsi-Lünette. Die neue TAG Heuer Aquaracer Calibre 7 GMT ist daher vor allem ein Rückgriff auf die eigene Geschichte und erneut mit einer blau-roten Lünette aus Aluminium ausgestattet. Diese ruht auf einem klassischen Aquaracer Gehäuse und Zifferblatt und wurde im Inneren mit dem von TAG Heuer entwickelten Calibre 7 ausgestattet. Auf dem Gebrauchtmarkt findet man Modelle bereits ab 2.600 €.


TAG Heuer Aquaracer WAY201F.BA0927 Uhr mit blau-roter Lünette auf Holzplanken neben weißem Leinenstoff und Juteseil
TAG HEUER AQUARACER WAY201F.BA0927


Pepsi-Lünette mal anders: Die Rolex GMT-Master II 116758SARU

Alles andere als günstig, dafür jedoch absolut atemberaubend präsentiert sich eine der teuersten GMT-Uhren aus dem Hause Rolex: die GMT-Master II (Ref. 116758SARU). Dieses Modell ist gänzlich in Gelbgold gehalten und kommt mit einer Pepsi-Lünette der Superlative. Diese besteht hier nämlich nicht aus Keramik oder Aluminium, sondern aus Gelbgold und ist mit blauen Saphiren und roten Rubinen besetzt. Diamanten finden sich ebenfalls sowohl als Stundenindizes auf der Lünette als auch im Pavé-Besatz auf der Gehäuseoberseite. All diese hochwertigen Materialien fordern allerdings auch ihren Preis: Dieser beläuft sich bei der 116758SARU auf 70.000 €. Damit wird diese GMT-Master II zum idealen Begleiter für alle Vielflieger und Kosmopoliten, welche die schönen Dinge des Lebens – und insbesondere extravagante Zeitmesser – zu schätzen wissen.