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Revival für Klassiker – das sind die Uhrentrends 2019

 

Bereits im vergangenen Jahr konnte man in der Branche der Luxusuhren einen deutlichen Trend erkennen: Weg von übergroßen, martialisch anmutenden Armbanduhren und zurück zu althergebrachten Stärken wie perfekter Verarbeitung, Präzision und Qualität.
In diesem Jahr wird genau diese Richtung weiter verfolgt, die Hersteller legen Wert auf klare Linienführung sowie besonders flache Uhren. Das war auf dem Genfer Uhrensalon, der  SIHH, in diesem Jahr recht gut zu erkennen – Manufakturen wie A. Lange & Söhne, Montblanc, IWC oder Audemars Piguet präsentierten im Januar ihre Neuheiten und läuteten somit das neue Uhrenjahr ein. Ein Merkmal, welchem in den letzten Jahren vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt wurde, steht in diesem Jahr definitiv wieder im Fokus: Die Armbänder der Uhren.

 

Tendenz #1 – Schlichtheit

Weniger ist bekanntlich mehr. Dieser Grundsatz gilt zwar nicht in allen Bereichen des Lebens, bei Luxusuhren trifft er allerdings den Nagel auf den Kopf. Klare Linien, ein einfach gehaltenes Zifferblatt und keine unnötigen Komplikationen lenken den Blick auf das Wesentliche: Die Zeit. Durch Einhaltung dieser Ideologie wirkt eine Uhr mitunter sehr edel und elegant, ist absolut nützlich und lässt sich zu fast jedem Outfit perfekt kombinieren.

Zu diesem Schluss ist auch Luxushersteller Audemars Piguet gekommen. Primär bekannt für die oktagonale Royal Oak, präsentierte das Unternehmen im Januar 2019 auf der SIHH mit der Code 11.59 eine Neuorientierung. Sie ist deutlich weniger markant, fliegt bewusst unter dem Radar. Da dies nicht typisch Audemars ist, wird die neue Kollektion zur Zeit in Fachkreisen heftig kritisiert – doch das Unternehmen beweist, dass es nicht stursinnig ist und neue Trends adaptieren kann.

 

Audemars Piguet Uhr

 

Tendenz #2 – Flache Uhren

Wenn man von Minimalismus spricht, bezieht sich das natürlich nicht ausschließlich auf das Zifferblatt einer Uhr. Auch das Gehäuse soll möglichst unaufdringlich sein, zumindest ist das die Quintessenz der Käufer. Verständlicherweise, denn besonders flache Uhren bewirken nicht nur einen eleganten Look, sondern sind zudem äußerst angenehm zu tragen. Im Alltag bemerkt man sie kaum unter den Manschetten verschwinden sie problemlos.

Für die Hersteller ist dieses Verlangen sowohl eine Herausforderung als auch eine Möglichkeit, sich zu beweisen. Denn die letztendliche Höhe des Uhrengehäuses steht und fällt mit dem Uhrwerk. Ein flaches, mechanisches Uhrwerk zu bauen, erfordert ein hohes Maß an handwerklicher Geschicklichkeit – doch der Wettbewerber hat vielleicht bereits ein noch flacheres erschaffen.

Jaeger-LeCoultre erschuf die bisher flachste Minutenrepetition mit Automatikaufzug. Die “Master Ultra Thin Minute Repeater Flying Tourbillon” misst in der Höhe nur 7,9 mm, und das obwohl sich im Gehäuse neben Schlagwerk auch noch ein fliegendes Tourbillon befindet. Die technische Lösung um derartige Komplikationen in einem so flachen Gehäuse unterzubringen, gilt als Königsdisziplin in der Uhrenbranche.

 

Tendenz #3 – Schwarze Uhren

Nachdem Blautöne bei Uhren sich in vergangenen Jahren allergrößter Beliebtheit erfreut haben, sind es nunmehr schwarze Uhren, die den Sehnsuchtsnerv der Käufer treffen. Dass hierunter die Ablesbarkeit leidet, nehmen viele Kunden gern in Kauf. Denn eine Uhr, bei der nicht nur Gehäuse und Armband in sattem Schwarz gehalten werden, sondern auch Zifferblatt und applizierte Indizes und Zeiger, liegt voll im Trend. Gleichzeitig zurückhaltend und modisch strahlen schwarze Uhren Modebewusstsein aus.

Ein sehr beliebtes Modell unter vollständig schwarzen Uhren ist die Avenger Blackbird von Breitling. Die Uhr ist trotz ihrer Farbgebung nicht unauffällig, da sie viele Funktionen in sich vereint. Eine dezentere Wahl ist die Rado Hyperchrome, die Uhr aus 2018 bietet klassische Strichindizes und Zeiger in grau, ein Datumsfenster auf drei Uhr und ist sonst vollständig schwarz.

 

schwarz Uhr

 

Tendenz #4 – Chronographen

Sie machen optisch ordentlich was her – Chronographen. Man kann zwar nicht von einem neuen Trend sprechen, wohl aber von einem anhaltenden beziehungsweise einer steigenden Nachfrage. Dank Hilfszifferblättern für die Stoppfunktionen mit zusätzlichen Zeigern wirken Chronographen nicht nur funktional, sondern sind es auch. Ebenso die dafür erforderlichen Drücker, meist ober- und unterhalb der Krone platziert, sorgen für ein komplexes, technisch anmutendes Erscheinungsbild der Uhr. Die Faszination dahinter lässt sich also aus der Funktionalität, der reinen Optik oder der Kombination aus beidem ableiten.

Auf der diesjährigen Luxusuhrenmesse SIHH in Genf stellte IWC eine brandneue Serie vor. Mit der IWC Spitfire Kollektion lancierte das Unternehmen seine neuesten Fliegerchronographen und setzte damit zu einem erneuten Höhenflug an. Denn optisch ziehen die Uhren jeden Betrachter in ihren Bann, technisch beinhalten sie ausschließlich Uhrwerke von IWC selbst kreiert und überzeugen gleichsam durch Präzision wie Qualität.

Chronographen sind ein Trend, der mittlerweile so alltäglich geworden ist, dass man es nicht mehr als Trend bezeichnen kann. Sie werden uns daher vermutlich noch lange begleiten.

 

Chronograph Uhr

 

Tendenz #5 – Armbänder

Blickt man auf die Geschichten der einzelnen Hersteller zurück, ist meistens von den Uhrwerken, Gehäusen oder Zifferblättern die Rede. Das ist auch nur logisch, schließlich reflektieren diese die technische Meisterleistung der Manufaktur. Dreht man den Blickwinkel jedoch um 180 Grad und betrachtet eine Uhr aus der Perspektive des Käufers, ist ein weiteres Merkmal allein aus ästhetischer Sicht ausschlaggebend: Das Armband, mit welchem eine Uhr ausgestattet ist. Das haben auch die Hersteller verstanden und legen nun vermehrt Wert auf ansprechende Bänder. Besonders das Nato-Armband durchlebte in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom. Nachdem es zunächst als “billiges Textilarmband” verschrien war, erkannten die Marketing-Departments großer Manufakturen wie Hublot und Omega das Potential. Kreative Farbgebungen sind möglich, individualisierte Muster und der hohe Tragekomfort stellten sich als Wegbereiter heraus.

Doch auch das Mesh-Armband rückt nun immer mehr ins Rampenlicht: Angenehm zu tragen, immernoch aus Metall und ein praktischer Verstellmechanismus sprechen für sich. Letzterer ist besonders für Menschen interessant, denen Lederarmbänder mit Dornschließe stets zu klein oder zu groß sind.

 

Tendenz #6 – Skelettierte Zifferblätter

Durch einen transparenten Gehäuseboden aus Saphirglas oder ein aufwändig gestaltetes Zifferblatt sind Einblicke in das Innere einer Uhr und somit auf das faszinierend komplexe, mechanische Uhrwerk möglich. Zugegeben, das Zifferblatt wirkt durch die ständige Bewegung teils unruhig, auf der anderen Seite sehen Kenner sofort, mit welchem Uhrwerk ein Modell ausgestattet ist und können es zudem in aller Ruhe betrachten. Diese Euphorie ist vielleicht leichter nachzuvollziehen, wenn man es mit der geöffneten Motorhaube eines Autos vergleicht – Liebhaberherzen schlagen höher, denn das Herzstück des Objekts ist nun jederzeit ersichtlich.

So zeigte Roger Dubuis auf der Genfer Uhrenmesse mit dem Einzelstück “Excalibur One-Off” was alles möglich sei. In Kooperation mit Lamborghini und Pirelli entwickelte der Hersteller eine hochkomplexe Rennfahreruhr, bei der sowohl Zifferblatt als auch Gehäuseboden transparent sind. Optisch ist sie vom aggressiven Design der Lamborghini-Boliden inspiriert, hexagonale Formen dominieren ihr Auftreten.

 

Harry Winston Uhr

 

Tendenz #7 – Back to the roots

In vielen Bereichen unseres Alltags liegt Retro gerade voll im Trend. Ob nun bei der heimischen Inneneinrichtung, Kleidungsstil oder Schallplatten, wir lieben es in der Schönheit von Gestern zu schwelgen. Diese Neigung macht auch vor Armbanduhren nicht halt, viele Hersteller präsentieren Neuauflagen von Kultuhren vergangener Jahrzehnte.

Alternativ halten viele Kunden Ausschau nach Vintage Modellen, denn wieso alt vortäuschen, wenn es alt sein soll? Das Problem hierbei besteht allerdings darin, Modelle, die vom Hersteller nicht mehr angeboten werden, in gutem Zustand und zudem als Original authentifiziert zu finden. Ein Blick auf das Angebot zertifizierter Onlinehändler wie Watchmaster schafft da Abhilfe.

Entdecken Sie Klassiker wie beispielsweise die beliebte Rolex Submariner, eine Omega Moonwatch aus 1967 oder Jaeger-LeCoultre aus 1958 in gutem Zustand!

 

Und in der Zukunft?

Mit der Vorstellung der Apple Watch gingen die meisten Menschen davon aus, dass herkömmliche Armbanduhren das Zeitliche gesegnet hätten – ähnlich wie Musikstreaming die analogen Tonträger ablöste. Doch das Gegenteil war der Fall, das Verlangen nach einer zuverlässigen Armbanduhr wächst stetig und damit auch der Markt.

Jedes Jahr tun sich, wie in der Modewelt, neue Trends auf – doch grundlegend bleibt zu sagen, dass Armbanduhren noch längst nicht ausgestorben sind. Ob und welchem Trend Sie sich anschließen, bleibt letztlich Ihre Entscheidung. Das Schöne dabei: Das Angebot an Farben, Formen und Funktionen ist unendlich groß. Vielleicht entdecken Sie auch eine völlig andere Art Uhr, als die hier vorgestellten. Und wer weiß, möglicherweise können Sie in ein paar Jahren von sich behaupten, 2019 einen neuen Trend etabliert zu haben!