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Inzwischen gehört sie zu einer der Komplikationen, die wir an Armbanduhren mitunter am meisten schätzen und am häufigsten vorfinden – und dennoch war es ein langer Weg, bis das Datum seinen Weg auf das Zifferblatt klassischer Luxusuhren geschafft hat. Lesen Sie mehr über die Funktionsweise und Varianten der Datumsanzeige.


  1. Entwicklung der Datumsanzeige
  2. Funktionsweise der Datumsanzeige
  3. Was es beim Einstellen des Datums zu beachten gilt
  4. Varianten der Datumsanzeige
  5. Luxusuhren mit Datumsfunktion von Watchmaster


Die Entwicklung der Datumsanzeige


Auch wenn Sie uns heute als eine sehr geläufige Zusatzfunktion vorkommt, liegt die Etablierung des Datums in der Uhrengeschichte noch hinter denen der Repetition und der Chronographenfunktion. Erst 1915 wurden erste Patente für Datumsanzeigen angemeldet. Anfang der 20er Jahre fanden auch Vollkalendarien ihren Platz auf dem Zifferblatt und man experimentierte mit Datumsscheiben, um das Datum größer werden zu lassen.

In den 40er Jahren brachte Rolex schließlich die Datejust auf den Markt und markierte damit einen weiteren großen Schritt in der Entwicklung der Datumsanzeige. Bei der Datejust wechselte das Datum selbstständig. Bis dahin musste das Datum noch jeden Tag manuell eingestellt werden. Ein weiterer Nachteil der ersten Datumsanzeigen war zudem, dass sich die Datumsscheibe kontinuierlich bewegte und so nur um 12 Uhr einen unbeschränkten Blick auf die Anzeige freigab. Rolex Gründer Hans Wilsdorf führte außerdem die Zykloplupe ein, die das recht kleine Datum um das 2,5-fache vergrößerte. Von nun an galt es, die Umschaltungen präziser und die Bedienung bequemer zu machen. So sollte die Datumsschnellschaltung verhindern, dass man sich durch jeden Tag des Monats durchdrehen musste, wenn man zum Beispiel vom dritten auf den zweiten eines Monats zurückschalten wollte. Inzwischen kann das Datum bequem über eine Extra-Position der Krone eingestellt werden, ohne die 24 Stunden eines Tages „simulieren“ zu müssen. 


Blaues Zifferblatt einer Rolex Datejust 126334 mit Datumsfenster und Zykloplupe
ROLEX DATEJUST 126334



Zur Funktionsweise der Datumsanzeige


Die Datumsanzeige ist bei elektronischen Uhren mit Quarzwerk relativ einfach zu verbauen. Mechanische Uhrwerke stellen hingegen eine größere Herausforderung dar, da hier eine, wenn auch nur kleine, Komplikation benötigt wird. Die häufigste Variante dieser kleinen Komplikation stellt das kleine Datumsfenster auf 3 oder 6 Uhr oder sogar zwischen 4 und 5 Uhr dar.

Die Datumsanzeige holt sich die „Informationen“ für ihren Takt vom Minutentrieb, der in der Mitte des Uhrwerks angebracht ist. Dieser wird durch eine Reihe von Zahnrädern übertragen und auf eine Scheibe übersetzt, auf denen die Ziffern für das anzuzeigende Datum vermerkt sind. Bei etwas einfacher konstruierten Modellen dreht sich eine mit den Zahlen von 1 bis 31 bedruckte Scheibe kontinuierlich weiter, was jedoch den Nachteil birgt, dass das jeweils aktuelle Datum nur um 12 Uhr mittags exakt angezeigt wird. Den übrigen Tag wandert die Scheibe mit der Ziffer weiter und lässt diese langsam unter dem Rand des Fensters verschwinden. 

Die Genies der Haute Horlogerie haben sich daher den technisch aufwändigen, aber schöneren springenden Datumswechsel einfallen lassen. Hierbei springt die Scheibe mit dem Datum exakt um Mitternacht eine Zahl weiter und zeigt so den gesamten Tag über präzise das Datum an. Noch aufwändigere Mechanismen gehen sogar einen Schritt weiter und beschränken sich nicht nur auf das alleinige Datum, sondern zeigen zudem den Wochentag sowie gegebenenfalls den Monat oder sogar noch das jeweilige Jahr an. 


IWC GST Chronograph IW370713 Edelstahl-Uhr mit weißem Zifferblatt und Datumsanzeige auf 12 Uhr
IWC GST CHRONOGRAPH IW370713


Neben dem weit verbreiteten Datumsfenster gibt es jedoch noch zwei weitere Formen der Datumsdarstellung: Das Großdatum und das Zeigerdatum. Beim Großdatum wird das Datum durch zwei separate Scheiben dargestellt. Die innere Scheibe zeigt die Zahlen von 0 bis 3, die äußere Scheibe die Zahlen von 0 bis 9. Dadurch ist rein theoretisch die Anzeige eines 39. Tages des jeweiligen Monats möglich, doch kommt dies höchstens bei defekten Mechanismen vor. Das Zeigerdatum versprüht einen gewissen vintage Charme und zeigt das aktuelle Datum über einen zusätzlichen Zeiger und gegebenenfalls einen weiteren Totalisator auf dem Zifferblatt an. 


Was bei Uhren mit Datumsfunktion zu beachten ist

Wenn Sie sich eine Uhr mit Datumsfunktion zulegen möchten, dann gilt es bei aller Freude an dieser nützlichen Komplikation dennoch, ein paar Dinge zu beachten. Am wichtigsten ist wohl folgendes: Der Prozess des Datumswechsels kann bei mechanischen Uhren zwischen 4 und 6 Stunden in Anspruch nehmen. Daher nehmen Sie am besten zwischen 22 und 4 Uhr keine Verstellungen an Ihrem Zeitmesser vor, da Sie dadurch die Mechanik des Räderwerks beschädigen oder im schlimmsten Fall sogar zerstören könnten.



Varianten der Datumsanzeige


Wenn Sie sich für eine Luxusuhr mit Datumsanzeige interessieren, haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Varianten der Komplikation. Am häufigsten werden Sie das kleine Datumsfenster vorfinden. Es befindet sich klassischerweise auf 3 oder 6 Uhr. Eine weitere beliebte Position ist auch die zwischen 4 und 5 Uhr. Dabei ist der Hintergedanke, dass sich das Datum leichter ablesen lässt, weil die Uhr beim Tragen am Handgelenk eher selten waagerecht gehalten wird und durch die leicht schräge Position besser im Blickfeld des Betrachters liegt. Eine weitere Variante ist das Großdatum, bei dem die Einzel- und Zehnerziffern auf zwei separaten Scheiben liegen. Die wohl anspruchsvollste Variante der Datumsfunktion geht schon fast in Richtung des ewigen Kalenders und beinhaltet die Anzeige des Wochentags und/oder Monats. Wer sich mehr für Zeitmesser mit vintage Charakter interessiert, kann sich auch auf die Suche nach einem Uhrenmodell machen, welches mit einem Zeigerdatum arbeitet. Bei dieser Variante befindet sich ein zusätzlicher Zeiger auf dem Zifferblatt, der auf einer Skala auf dem Zifferblatt das Datum anzeigt. Diese Form war insbesondere in der Anfangszeit der Datumsanzeige sehr beliebt und weit verbreitet. Bei der Jaeger-LeCoultre Master Calendar (Ref. 140.8.87) geht die Datumskomplikation zum Beispiel einmal um das Ziffernblatt herum und wird mittels eines separaten Zeigers ermittelt und angezeigt. 


Silbernes Zifferblatt einer Jaeger-LeCoultre Master Calendar 140.8.87 mit zentraler Wochentags- und Monatsanzeige über den Uhrzeigern
JAEGER-LECOULTRE MASTER CALENDAR 140.8.87



Beliebte Luxusuhren mit Datumsfunktion von Watchmaster



  • Die Lancierung der Datejust zählt zu einem der Höhepunkte in der Produktionsgeschichte von Rolex. Sie war der erste wasserdichte Chronometer des Unternehmens mit Datumsanzeige auf 3 Uhr. Durch ihre besondere Form mit verschiedenen Lünetten (bombiert, poliert, geriffelt oder mit Diamanten) und dem eigens für die Datejust entwickelten Jubilé-Armband legte man den Grundstein für eine der elegantesten Serien im Portfolio von Rolex. Die Rolex Datejust II tritt in die Fußstapfen der legendären Datejust und übertrifft als Neuauflage sogar noch alle an sie gestellten Erwartungen. Das zeitlose Design des Oyster-Gehäuses erinnert an die Anfänge der Marke Rolex und fügt sich nahtlos in den Alltag des Trägers ein. 

  • Etwa zehn Jahre nach der Veröffentlichung der Datejust ging Rolex in Sachen Luxusuhren mit Datumsanzeige noch ein Stück weiter. Man präsentierte mit der Oyster Perpetual Day-Date einen Zeitmesser der neben dem Datum auch den Wochentag anzeigt. Gepaart mit der Verarbeitung feinster Materialien wie Diamanten und Edelmetallen hat sich die Day-Date als repräsentative Luxusuhr bei den Reichen und Mächtigen, inklusive einiger US-Präsidenten, durchgesetzt.

  • Als Sinnbild für klassische Eleganz und zurückhaltenden Luxus erfreuen sich die Uhren von Glashütte Original weltweit eines exzellenten Rufs. Die Uhren der Senator Panorama Date zählen zu den zeitlosesten Modellen des Herstellers und passen sich automatisch ihrem Träger an. Durch das Gehäuse aus Gold und das Lederarmband ist es der Senator Panorama Date schier unmöglich, aus der Mode zu geraten. Das Datumsfenster auf 4 Uhr ist zudem eine erfrischende Abwechslung. 

  • Den Platz als meistverkauftes und beliebtestes Modell von Omega hat sich die Seamaster 300 M definitiv verdient. Als härtester Konkurrent der Rolex Submariner bietet die Omega Seamaster einen ikonischen, sportlichen Look und ebenfalls ein Zifferblatt mit Datumsfenster auf 3 oder 6 Uhr. Das Zifferblatt im Wellen-Design hat mittlerweile Kultstatus erreicht und lässt sich sowohl zum Smoking als auch zum Taucheranzug kombinieren. 

  • Die TAG Heuer Carrera Serie verfügt je nach Modell sowohl über eine Datums- als auch eine Wochentagsanzeige. Die Carrera gehört zu den beliebtesten und traditionsreichsten Modellen des Herstellers und hat ihre Wurzeln im Motorsport. Zudem erfreut sie sich einer großen Beliebtheit, die weit über ihre ursprüngliche Zielgruppe im Motorsport hinausgeht. 


Braunes Zifferblatt einer TAG Heuer Carrera CV2013.BA0794 mit Datum auf 3 Uhr
TAG HEUER CARRERA CV2013.BA0794



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