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Ein ewiger Kalender gehört neben Chronograph und Repetition auch zu den großen Komplikationen, die aus einer Uhr eine wahre Luxusuhr und einen Vertreter der Haute Horlogerie machen. Für viele Uhrensammlerinnen und -sammler ist die Investition in eine Uhr mit einer, wenn nicht sogar mehreren großen Komplikationen, oft die Krönung der eigenen Uhrensammlung.


  1. Was ist ein ewiger Kalender?
  2. Funktionsweise von ewigen Kalendern
  3. Hinweise zum Einstellen des ewigen Kalenders
  4. Erste Uhren mit ewigem Kalender
  5. Uhr mit ewigem Kalender gebraucht kaufen?


Was ist ein ewiger Kalender bei Uhren?


Vereinfacht gesprochen bietet ein ewiger Kalender bei einer Armbanduhr die Möglichkeit, den zu einem Datum gehörenden Wochentag für ein beliebiges Jahr ablesen zu können. Den Algorithmus dafür lieferte Carl Friedrich Gauss im Jahr 1800. Bei Luxusuhren muss der Begriff „ewig“ allerdings relativ gesehen werden. Es gibt Uhren mit ewigem Kalender, die bis zum Jahr 2100 das Datum korrekt anzeigen, ohne dass man dieses „nachstellen“ muss. Im Jahr 2100 werden einige Uhren mit ewigem Kalender allerdings vom 28. auf den 29. Februar schalten, obwohl in diesem Jahr das Schaltjahr ausfällt. Grund dafür ist eine weitreichende Änderung unseres Kalenders aus dem 16. Jahrhundert.


Eine Kalenderreform und ihre Bedeutung für Luxusuhren

Im Jahr 1582 löste der gregorianische Kalender, auch westlicher oder christlicher Kalender genannt, den julianischen Kalender ab. Dies geschah durch eine Reform von Papst Gregor XIII, die der andauernden Verschiebung des astronomischen Frühlingsanfangs und damit der Datierung des christlichen Osterfestes entgegenwirken sollte. Die Verschiebung kam zustande, weil der julianische Kalender elf Minuten länger als ein Sonnenjahr war. Dies führte alle 130 Jahre zu einer Verschiebung des Frühlingsanfangs von einem Tag. Der gregorianische Kalender war keine Neuerfindung, sondern nutze das Zählschema des julianischen Kalenders, machte diesen allerdings flexibel für die Zukunft. Das mittlere Kalenderjahr hatte nun eine Länge von 365,2425 Tagen statt den zuvor 365,25 Tagen. Hinzu kam eine neue Regelung für die Schaltjahre. Diese ist es, die für die Käufer und Besitzer von Luxusuhren mit ewigem Kalender interessant sind. Die Regel besagt, dass Säkularjahre (z.B. 1700, 1800, 1900, 2100), die durch 400 geteilt keine ganze Zahl ergeben, keine Schaltjahre sind. Aus diesem Grund muss im Jahr 2100 der Kalender manuell auf den 28. Februar zurückgeschaltet werden. Allerdings müssen dabei einige wichtige Dinge beachtet werden.


Maurice Lacroix Masterpiece Calendier Retrograde 76840-1702 Uhr mit ewigem Kalender auf schwarzem HintergrundMAURICE LACROIX MASTERPIECE CALENDRIER RETROGRADE 76840-1702



Wie funktioniert ein ewiger Kalender?


Natürlich haben die verschiedenen Manufakturen, die in der Lage sind, die Komplikation des ewigen Kalenders herzustellen, auch unterschiedliche Mechanismen entwickelt. Deswegen folgt hier eine vereinfachte Erklärung der Funktionsweise des ewigen Kalenders.

Man geht für jeden Monat von 28 Tagen aus. Am 25. des Monats wird dann durch das Uhrwerk eingestellt, wie viele Extra-Tage hinzugefügt werden müssen. Damit sind in Schaltjahren der 29. Februar oder die Tage bis zum 30., bzw. bis zum 31. der übrigen Monate gemeint. Ein Programmrad bei der Anzeige für die Monate steuert außerdem den Vier-Jahres-Rhythmus für die Schaltjahre.


Worauf muss man bei Uhren mit ewigem Kalender achten?

Die Feinmechanik, die hinter der Komplikation eines ewigen Kalenders steckt, ist überaus empfindlich. Deshalb gibt es einige Dinge, auf die besonders geachtet werden muss, damit Sie sich lange an der Funktionalität Ihrer Uhr mit ewigem Kalender erfreuen können:

  • Datum einstellen, wenn die Zeiger im Bereich von 6 Uhr oder 18 Uhr stehen
  • unter keinen Umständen das Datum zwischen 23 und 1 Uhr nachts verstellen
  • niemals versuchen, das Datum rückwärts zu schalten
  • Uhrzeit nicht rückwärts einstellen

Mit der richtigen Anleitung und einigen hilfreichen Tipps können Sie die Einstellung Ihrer Uhr ohne Probleme vornehmen und müssen keine Angst haben, etwas zu beschädigen.



Seit wann gibt es Uhren mit ewigem Kalender?


Die Erfindung der ersten Taschenuhr mit ewigem Kalender wird dem englischen Uhrmacher Thomas Mudge für das Jahr 1764 zugesprochen. Anderthalb Jahrhunderte später präsentierte Patek Philippe die erste Armbanduhr mit ewigem Kalender. Das Unternehmen aus Genf ist auch heute noch bekannt für seine exquisiten Komplikationen. In der Serie der Grand Complications befinden sich einzigartige Stücke, die eine oder mehrere große Komplikationen in sich vereinen. Seit dem Vorstoß von Patek Philippe in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts nahmen sich viele Uhrenhersteller der Herausforderung an, ihre Uhrenmodelle ebenfalls mit einer ewigen Kalenderfunktion auszustatten. In den 1940er Jahren gelang Patek Philippe ein weiterer Schritt nach vorn: Das Unternehmen fertigte einen Chronographen mit ewigem Kalender. Knapp 20 Jahre später sollte die erste Automatikuhr mit einer solchen Komplikation folgen.


IWC Da Vinci Rattrapante IW375401 Uhr mit ewigem Kalender auf schwarzem HintergrundIWC DA VINCI RATTRAPANTE IW375401


Auch IWC Schaffhausen verdient eine Erwähnung in der Riege der Erzeuger edler Zeitmesser. In den 80er Jahren war es der IWC Konstrukteur Kurt Klaus, der nach der Quarzkrise mit der Neuentwicklung eines ewigen Kalenders aufwartete. Der Fokus bei diesem Uhrwerk lag auf einer möglichst komfortablen Bedienung durch eine Datumsschnellschaltung und einer einfachen Konzipierung der Komplikation, um diese serienmäßig herstellen zu können. Dies mündete in verschiedenen Modellen, wie etwa der IWC GST Perpetual Calendar (Ref. IW375609) oder der IWC Da Vinci (Ref. 3735).



Rentiert sich der Kauf einer Uhr mit ewigem Kalender?


Viele Uhrensammler kaufen sich eine Luxusuhr nicht nur aus Gründen der Funktionalität. Für sie zählt besonders die Begeisterung, die ein Uhrenmodell auslöst, und die hohe Handwerkskunst die hinter einer solchen Uhr steckt. Sei es die formvollendete Gestaltung oder die handwerkliche Präzision, mit der die Uhr läuft. Wer auf der Suche nach einer gebrauchten Uhr mit ewigem Kalender ist, wird im Watchmaster Onlineshop schnell fündig. Die Investition in eine solche Uhr ist schnell im oberen vierstelligen Bereich anzusiedeln, doch der Erwerb einer gebrauchten Luxusuhr mit ewigem Kalender ist keineswegs mit dem einer Alltagsuhr zu vergleichen. Man legt sich ein Stück höchster Handwerkskunst an den Arm. Insbesondere bei Luxusuhren von Jaeger LeCoultre, Harry Winston und Vacheron Constantin lohnt sich ein Kauf bereits nach einigen Jahren, da die begehrten Stücke oftmals in ihrem Wert steigen.


Vacheron Constantin Perpetual Calendar 43031 Uhr mit ewigem Kalender auf schwarzem HintergrundVACHERON CONSTANTIN PERPETUAL CALENDER 43031



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