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Wenn es um Uhrenarmbänder geht, kann einem das riesige Sortiment schon einmal den Atem verschlagen. Längst hat sich die Auswahl vom klassischen Zwiespalt zwischen Leder und Edelstahl auf neuere Materialien wie Nylon und Kautschuk ausgedehnt, die alle wiederum ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Manche Träger müssen bei der Wahl des Uhrenarmbandes auch auf Allergien achten und sich dementsprechend nach verträglichen Alternativen umsehen. Hier haben sich beispielsweise besonders Titan-Armbänder bewährt, die aus antiallergenem Titanium hergestellt werden und darüber hinaus extrem leicht und kratzfest sind.

Nachfolgend möchten wir Ihnen die gängigsten Armbandmaterialien und -typen vorstellen und näher auf die jeweiligen Vor- und Nachteile eingehen. In Anbetracht der großen Auswahl an Rolex Armbändern und deren Wichtigkeit für die Geschichte der Schweizer Marke und ihre Kollektionen, werden sie an dieser Stelle nicht zusätzlich erwähnt.



Textil-Armbänder


Besonders während der heißen Sommermonate kommt man leicht ins Schwitzen, was oft einen starken Verschleiß von Lederarmbändern zur Folge hat. Aus diesem Grund begann man schnell nach alternativen Materialien für Uhrenarmbänder zu suchen und griff auf besonders haltbare Kunststofffasern zurück: Nylon. Nato-, Zulu- und Perlon-Bänder haben unter den Nylon-Armbändern in letzter Zeit besonders an Prominenz gewonnen, da sie sehr strapazierfähig und in vielen Farben verfügbar sind.


Uhrenarmband aus Nylon mit schwarzem Hintergrund


Nato-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Nato-Band, Nato-Strap
  • Material: Nylon
  • Anlass: Casual, Sport

Zu Zeiten des Kalten Krieges speziell für britische Soldaten entwickelt, lancierte das britische Verteidigungsministerium dieses Armband ursprünglich unter dem Namen G10. Nach Kriegsende wurden die Nylon-Armbänder in Stegwarenläden verkauft, die nicht mehr benötigte Militärausrüstung an die Öffentlichkeit brachten. Im Zuge dessen wurde jedes Armband mit einer NATO-Nummer versehen, was ihm schnell den Spitznamen „NATO-Armband“ einbrachte. Das Armband entwickelte sich in den 70er Jahren zum Verkaufsschlager – auch dank des Auftritts im Film „Goldfinger“ (1964), in dem die Rolex Submariner an Sean Connerys Handgelenk mit einem Nato-ähnlichen Armband versehen war. Uhrenmarken sprangen zügig auf den Trend auf und entwickelten ebenfalls Nato-Armbänder.

Das Markenzeichen der Nato-Armbänder ist, dass sie aus einem Teil bestehen. Die meisten Armbänder bestehen üblicherweise aus zwei separaten Teilen, was das Auswechseln zu einer länger währenden Angelegenheit machen kann, da man dafür immer den Federsteg öffnen und wieder schließen muss. Nato-Armbänder hingegen werden nur unter dem Federsteg selbst hindurchgeführt. Gleichzeitig sichert der Schließmechanismus die Uhr am Handgelenk, sodass sie selbst beim Reißen des Federstegs nicht den Halt verliert. Ein breites Farbspektrum, günstige Preise und ihre hohe Flexibilität machen Nato-Armbänder zu einem gefragten Allrounder. Besonders im Sommer ist das Nato Armband ein guter Ersatz für das Lederarmband.


Zulu-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Zulu-Band, Zulu-Strap
  • Material: Nylon, Leder
  • Anlass: Casual, Sport

Zulu-Bänder wurden insbesondere durch die Firma Maratak bekannt und orientieren sich optisch stark an den Nato-Bändern. Es gibt jedoch kleine, entscheidende Unterschiede. Zum einen verwenden Zulu-Bänder stabileres Nylon oder Leder, was zu einer noch längeren Haltbarkeit führt. Dies zeigt sich auch in der Dicke der Bänder. Als Faustregel gilt daher: Zulu-Bänder werden normalerweise für größere Uhren verwendet, Nato-Bänder für kleinere Uhren. Als Schließmechanismus verwenden Zulu-Armbänder drei oder fünf Ringe, die sich ebenfalls in Dicke und Breite von dem Verschluss der Nato-Bänder abheben. Aufgrund des stabileren Materials sind Zulu-Armbänder etwas härter und nehmen erst nass ihre Trageform an. Wir empfehlen Ihnen, sowohl ein Nato- als auch ein Zulu-Armband auszuprobieren, damit Sie ein Gefühl für den Unterschied der Armbänder bekommen.


Perlon-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Perlon-Band, Perlon-Strap
  • Material: Nylon
  • Anlass: Casual, Business Casual, Tauchen

Perlon ist der Name einer bestimmten Nylon-Untergruppe, die auch als Nylon 6 bekannt ist und stärkere, belastbarere Fasern als das normale Nylon besitzt. Perlon-Straps werden dabei ähnlich wie ein Mesh-Armband aus mehreren Nylonfäden zusammengewoben. Dieses Armband wurde besonders in den 60er Jahren als Alternative zu Edelstahlarmbändern bekannt, da es die Haut besser atmen ließ und problemlos auf jeden Handgelenksumfang eingestellt werden konnte. Da Perlon schnell trocknet, sich bei Nässe nicht dehnt und daher einen sicheren Halt garantiert, wurden Perlon-Straps vor allem bei Taucheruhren verwendet. Heute sind Perlon-Armbänder aber versatil einsetzbar und besonders bei Chronographen oder Dresswatches beliebt.



Lederarmbänder


Einige der interessantesten Innovationen fanden im Bereich der Lederarmbänder statt. Besonders Armbänder für Rennfahrer- und Pilotenuhren, die man immer besser an die spezifischen Gegebenheiten der besagten Berufe anpasste, seien hier hervorzuheben. Obwohl heute inzwischen viele der Ideen schon längst überholt sind, tauchen sie weiterhin in der Designsprache der Armbänder auf und verweisen stolz auf die eigene Geschichte. Als die beliebtesten Lederarten gelten Rinds- und Krokodilleder.


Schwarzes, perforiertes Uhrenarmband aus Leder mit schwarzem Hintergrund


Pilotarmbänder


  • Material: Leder
  • Anlass: Business Casual

Pilotarmbänder wurden zuerst von der Deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg getragen. Diese hatten aber in ihrer Form wenig mit dem Produkt gemeinsam, das nach dem Krieg an die Öffentlichkeit verkauft wurde. Die militärischen Pilotarmbänder waren länger, sodass die Piloten sie auch über der Jacke tragen konnten. Auch wurden unterhalb der Brückenteile noch zusätzliche Nieten angebracht, um die Uhr vorm Wegfliegen zu sichern. Heute haben viele der Armbänder diese Ästhetik beibehalten, die Länge allerdings auf eine gebräuchliche Größe angepasst. Aufgrund ihrer Geschichte und besonderen Spezifikationen machen sich diese Armbänder besonders gut an Uhren von IWC, Sinn oder Hamilton.


Bundarmbänder


  • Material: Leder
  • Anlass: Business Casual

Auch die Bundarmbänder wurden einst von der Deutschen Luftwaffe benutzt, hatten aber eine andere Funktion als die herkömmlichen Pilotarmbänder. Die größten Gefahren beim Fliegen sind Feuer und Kälte. Da Uhren immer in direktem Kontakt mit der Haut stehen, konnten sie schnell erhitzen und so die Haut verbrennen oder bei kälteren Temperaturen an der Haut festfrieren. Bundarmbänder wurden deshalb mit einer zusätzlichen Polsterung auf der Unterseite des Gehäuses konstruiert, sodass die Uhr nie direkt auf der Haut auflag. Auch konnte das Polster Perspiration aufsaugen, was besonders bei den älteren Pilotenuhren wichtig war. Diese besaßen noch nicht die Dichtheit der modernen Modelle, weswegen Schweiß direkt in das Gehäuse eindringen und die Uhr zerstören konnte. Bundarmbänder eignen sich besonders gut für Personen mit einer Metallallergie.


Rally-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Rally-Band, Rally-Strap
  • Material: Leder
  • Anlass: Casual, Business Casual

Optisch leicht anhand ihrer großen Perforationen erkennbar, sind Rally-Armbänder bis heute die erste Wahl für alle Rennsportfans. Die Löcherungen in den Lederarmbändern spielen dabei auf die frühe Geschichte des Rennsports an. Damals bohrte man Löcher in das Metall der Karosserie, was das Gewicht der Autos deutlich reduzierte und zudem bei der Lüftung und Wärmeabfuhr half. Um ästhetisch kohärent zu bleiben, setzte sich dies auch als Designelement bei den Handschuhen und später bei den Armbändern durch. Das leichte und luftige Design hat das Rally-Armband zu einem beliebten Sommerarmband gemacht, da es die Haut besser atmen lässt. Für die perfekte Kombination paaren Sie das Armband entweder mit einer Rennfahreruhr wie der TAG Heuer Carrera oder einem Vintage-Chronographen wie der Heuer Monaco.



Edelstahlarmbänder


Das Edelstahlarmband gilt als absoluter Klassiker unter den Uhrenarmbändern und ist allseits beliebt. Wenn es um Armbänder für Taucheruhren geht, ist die Auswahl zwar groß, aber auch hier hat sich Edelstahl bewährt. Bevorzugt wird auch auf Armbänder mit PVD-Beschichtung zurückgegriffen, da diese das Band vor Kratzern schützt und es noch widerstandsfähiger macht. Erkennbar ist diese Beschichtung an einer meist schwarzen Farbgebung.


Silbernes Edelstahlarmband einer Breitling Superocean Heritage 46 Uhr mit weißem HintergrundBREITLING SUPEROCEAN HERITAGE 46 A1732024.B868.152A


Engineer-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Super Engineer
  • Material: Edelstahl
  • Anlass: Business Casual, Tauchen

Engineer-Armbänder wurden vermutlich von Seiko entwickelt, um den eigenen, voluminösen Taucheruhren, wie zum Beispiel der Seiko Monster, ein proportional entsprechendes Armband zu geben. Das Engineer-Armband besteht aus dicken, hexagonal geschnittenen Edelstahlgliedern. Die Glieder bilden zu fünft eine Reihe, garantieren so eine hohe Präsenz am Handgelenk und halten die Uhr sicher am Arm. Dementsprechend ist das Engineer-Armband aber auch etwas schwerer. Aufgrund seiner Langlebigkeit ist es jedoch besonders gut für den täglichen Gebrauch geeignet. Seiner Geschichte entsprechend paart man das Engineer-Armband am besten mit größeren Taucheruhren wie der Rolex Deepsea 116660 oder der Breitling Superocean Heritage 46. Am Arm selbst liegt dieses dank seines winkelförmigen Designs überraschend flach an. Dies macht es auch für Träger mit schmaleren Handgelenken interessant, solange die Proportionen mit der Uhr selbst zusammen passen.


Milanaise-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Mesh-Armband, Mesh-Band, Maschenarmband
  • Material: Edelstahl, Gold, Silber
  • Anlass: Business

Eine besonders beliebte Form der Uhrenarmbänder ist das Milanaise-Armband. Dieses findet man auch unter den Bezeichnungen Mesh-Armband oder Maschenarmband, da sie aus ineinander verflochtenen Drähten (kleinen Maschen) bestehen. Es gibt sie in feinen bis massiven Ausführungen, um der Uhr einen eleganten oder aber massiveren Look zu geben. Da die Maschenarmbänder ohne Schrauben auskommen, sind sie weniger bruchanfällig als herkömmliche Armbänder und passen sich gleichzeitig jedem Handgelenk gut an.

Der Ursprung des Namens und des Designs des Milanaise-Armbänder lässt sich bis in die italienische Stadt Mailand zurückverfolgen, wo man diese bereits im 13. Jahrhundert per Hand fertigte. In den 20er Jahren wurde das Verfahren von den deutschen Uhrenspezialisten Staib und Vollmer wiederbelebt, was zu neuer Popularität führte. Optisch heben sich die Milanaise-Armbänder aufgrund ihrer dichten, engmaschigen Verarbeitung ab, was ihnen eine glatte, dünne Oberfläche gibt. Der Tragekomfort von Milanaise-Armbändern wird als äußerst angenehm empfunden, da sich dank der feinen Maschen keine Haare im Band verfangen und die Haut gut atmen kann. Achten Sie darauf, ein qualitativ hochwertiges Band zu kaufen. So können Sie sicher sein, dass das Uhrenband keine scharfen Kanten aufweist und über ausreichend Flexibilität verfügt. Beachten Sie auch hier die Proportionen. Da das Armband sehr dünn ist, sollten Sie es nicht mit Uhren über 40 mm im Durchmesser tragen.


Shark-Mesh-Armbänder


  • Weitere Bezeichnungen: Sharkproof-Armband
  • Material: Edelstahl
  • Anlass: Business Casual, Tauchen

Auch das Shark-Mesh-Armband gehört, wie der Name schon sagt, ebenfalls zur Kategorie der Mesh-Armbänder. Als Omega 1970 die Ploprof Seamaster 600 einführte, warb man unter anderem damit, dass die Uhr sogar einem Haibiss standhalten würde. Zwar ist die Ploprof eine der robustesten und stabilsten Taucheruhren, die jemals entwickelt wurde, aber mit einem Hai konnte sie sich dennoch nicht anlegen. Der Slogan blieb jedoch trotzdem und wurde Namensgeber für das bekannte Shark-Mesh-Armband. Dieses setzt sich von den übrigen Mesh-Armbändern aufgrund seiner weitgeflochtenen Glieder ab. Shark-Mesh-Armbänder lassen die Haut atmen und bieten mehr Tragekomfort. Am besten kombiniert man dieses Armband mit einer vintage Taucheruhr.



Kautschuk-Armbänder


Ursprünglich als Alternative zu Edelstahlarmbändern von Taucheruhren lanciert, haben Kautschuk-Armbänder schnell ein eigenes Profil entwickeln können und gehören bis heute in jede gut sortierte Armband-Kollektion. Naturkautschuk wird mit der Bezeichnung „natural rubber“ oder kurz „NR“ für Verbraucher kenntlich gemacht.


Schwarzes Rolex Oysterflex-Armband aus Kautschuk mit schwarzem Hintergrund


Tropic-Armband


  • Weitere Bezeichnungen: Tropic-Band, Tropic-Strap
  • Material: Kautschuk
  • Anlass: Casual, Sport

Das Tropic-Armband ist das historisch erste Armband aus Kautschuk. In den 60er Jahren wurde es als Alternative zu den üblichen Edelstahlarmbändern verkauft, die zwar robust und wasserfest waren, aber auch schwer und teuer in der Ersetzung. Optisch hob sich das Armband mit seinem Maschenmuster ab, das an geflochtene Körbe erinnerte. Im Gegensatz zum Perlon-Strap ist dieses aber nur aufgedruckt und nicht tatsächlich verflochten. Das Armband war zudem perforiert und bot zum ersten Mal Atmungslöcher, was damals noch eine bemerkenswerte Neuerung war. Während die ersten Modelle noch etwas steif und spröde waren, verbesserte sich das Verfahren in den 70er Jahren und die Armbänder erreichten eine Haltbarkeit von bis zu mehreren Jahrzehnten.


Waffle-Armband


  • Weitere Bezeichnungen: Waffle, Waffle-Strap, ZLM01
  • Material: Kautschuk
  • Anlass: Casual, Tauchen

Die zweite Armbandentwicklung aus dem Hause Seiko ist das ZLM01 mit dem Spitznamen „Waffle“, welches das erste eigens von Seiko entworfene Taucherarmband darstellt. Das Armband debütierte 1967 an der 6215-7000 Diver, einer der wichtigsten Uhren in der Geschichte des Unternehmens. Ursprünglich fand diese als reine Militäruhr in Vietnam Verwendung, aber als die Veteranen in die USA zurück kehrten und ihre Seiko Uhren mitbrachten, fanden diese auch schnell bei der restlichen Bevölkerung Anklang. Waffle-Straps bekamen ihren Namen von dem Waffelmuster, dass sich über seine Oberfläche zieht. An den Seiten ist es allerdings von kleinen Luftlöchern durchzogen, die eine gute Atmungsaktivität garantieren. Kautschuk erwies sich dabei auch als wasserfest, sehr einfach zu reinigen und flexibel, was es zum perfekten Alltagsbegleiter machte. Leider altert Kautschuk nicht so gut wie Nylon oder Edelstahl, weswegen die meisten original Waffle-Straps heute spröde sind. Seitdem Seiko die Waffle-Straps aus der Produktion genommen hat, kann man diese nur noch gebraucht – und meist überteuert – kaufen.



Weitere Materialien für Uhrenarmbänder


Neben den bereits genannten Materialien lassen sich auch noch andere für Armbänder gebräuchliche Werkstoffe finden, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Eine weitere Variante stellen beispielsweise Silikon-Armbänder dar, die im Gegensatz zu den rein natürlichen Kautschuk-Armbändern aus synthetischen Materialien bestehen. Sie werden gern bei sportlichen Aktivitäten getragen, da sie leicht unter fließendem Wasser gereinigt werden können.

Im oberen Preissegment findet man oft auch Uhrenarmbänder aus Keramik. Dieses Material ist äußerst robust sowie witterungs- und korrosionsbeständig. Verglichen mit einem Edelstahlarmband ist ein Keramikband deutlich leichter, aber auch bruchanfälliger. Eine weitere positive Eigenschaft von Keramik ist die besonders hohe Hautverträglichkeit.