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Die wichtigsten Begriffe aus der Uhrenbranche


Tachymeter, Flyback, Bar? In der Welt der „Haute Horlogerie“ begegnen einem häufig Fachbegriffe, deren genaue Bedeutung für so manche UhrenliebhaberInnen noch unklar ist. Lesen Sie hier, wofür eine „Tachymeterskala“ bei einer Uhr genutzt wird, worum es sich bei der „Flyback-Funktion“ handelt und dass der Begriff „Bar“ nicht nur den Schankbetrieb um die Ecke bezeichnet.

Im Watchmaster Uhrenlexikon A bis Z finden Sie sämtliche Fachbegriffe aus der Uhrenbranche in alphabetischer Reihenfolge – von A wie Altimeter bis Z wie Zifferblatt.





A


Acrylglas

Acrylglas ist ein Uhrenglas aus Kunststoff, das überwiegend von 1930 bis 1970 verbaut wurde. Es ist sehr anfällig für Kratzer, reflektiert jedoch wenig Licht, weswegen die Zifferblätter immer gut lesbar sind und natürlich wirken.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Uhrenglas.


Alarm

Armbanduhren mit Weckfunktion gibt es auch in der mechanischen Variante. Das bis heute bekannteste Modell mit Alarm- bzw. Weckfunktion ist die Memovox von Jaeger-LeCoultre.


Altimeter

Mit einem Altimeter (deutsch: Höhenmesser) messen sie Höhenmeter, was dieses zu einer wichtigen Uhrenfunktion für Wanderer und Piloten macht.


Aluminium

Aluminium ist ein Leichtmetall und aufgrund seiner natürlichen Eigenschaft, bei Kontakt mit Luft eine schützende Oxidschicht zu bilden, äußerst korrosionsbeständig.


Amplitude

Die Amplitude beschreibt den maximalen Ausschlag, den eine Unruh bei ihrer Schwingung erreicht. Sie wird in Grad angegeben. Bei den meisten Armbanduhren liegen die Amplitudenwerte bei 250 bis 300 Grad. Wenn die Amplitude zu niedrig ist, schwingt die Unruh zu schnell, was die Genauigkeit der Uhr beeinflusst.


Ankerhemmung

Die Ankerhemmung ist ein elementarer Bestandteil des Uhrwerks. Sie wird auch als „freie Ankerhemmung“ bezeichnet, da die Unruh nach Verlassen des Ankers frei schwingt. Sie sorgt für das klassische Ticken der Uhr.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Hemmungen.


Anlassen

Das thermische Härten von Metall wird als Anlassen bezeichnet. Bei diesem Prozess werden zum Beispiel Schrauben auf eine Temperatur von 290 bis 300°C erhitzt, was zur Folge hat, dass die Oxidationsschicht der Schrauben eine Dicke erreicht, welche das Licht blau bricht. Man spricht daher auch vom Bläuen.


Ansatz

Die Ansätze einer Uhr verbinden das Gehäuse mit dem Armband. Zwischen den Ansätzen befindet sich der Federsteg, an dem das Armband befestigt ist.


Antimagnetisch

Wenn eine Uhr als antimagnetisch oder auch amagnetisch bezeichnet wird, dann bedeutet dies, dass sie auch in einem Magnetfeld von mindestens 4.800 Ampere pro Meter weiterläuft und im Nachhinein eine Gangabweichung von höchstens 30 Sekunden pro Tag aufweist. Die Magnetfeldresistenz wird entweder durch Bauteile aus antimagnetischen Metallen oder einen Schutzmantel aus einer stark leitfähigen Legierung um das Werk  erreicht. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über antimagnetische Uhren.


Atomuhr

Atomuhren, auch primäre Uhren genannt, gelten als die derzeit präzisesten Uhren der Welt. Sie erlangen ihre Präzision durch die charakteristische Frequenz von Strahlungsübergängen der Elektronen freier Atome. 


Aufbereitung

Bei der Aufbereitung einer Uhr wird diese poliert, wenn nötig repariert und in einen Zustand versetzt, der dem des Zeitpunktes der Erstauslieferung gleicht.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Aufbereitung von Uhren.


Aufzug

Als Aufzug bezeichnet man allgemein den Mechanismus, mit dem die Zugfeder gespannt wird. Ein Aufzug ist in verschiedenen Versionen verfügbar, wie zum Beispiel als manueller Kronenaufzug, bei dem die Uhr per Hand aufgezogen werden muss, oder als automatischer Aufzug, der auch als Selbstaufzug bekannt ist.


Aufzugsfeder

Die Aufzugsfeder wird durch das Drehen der Aufzugskrone gespannt und treibt das Uhrwerk durch kinetische Energie an. Sie sitzt im sogenannten Federhaus und kann die Uhr (je nach Marke und Modell) ein paar Tage am Laufen halten, bis sie erneut gespannt werden muss.


Aufzugskrone

Aufzugskronen finden sich bei Uhren mit Handaufzug. Durch sie wird die Aufzugsfeder manuell gespannt. Aufzugskronen werden in der Regel im Uhrzeigersinn gedreht, bis ein immer stärker werdender Widerstand zu spüren ist und eine mechanische Sperre das weitere Aufziehen und eine mögliche Beschädigung des Werkes verhindert. Beim Aufziehen sollte stets sehr behutsam vorgegangen werden.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Uhrenkrone.


Armband

Dies ist das Band, welches die Uhr am Handgelenk befestigt. Traditionell sind Uhrenarmbänder in Leder oder Edelstahl erhältlich, aber auch aus Materialien wie Nylon und Kautschuk verfügbar.


Automatikuhr

Dies sind Uhren mit einem Selbstaufzug und Rotor, die sich durch die stetige Bewegung des Handgelenks selbst aufziehen. Allgemein gilt: Je regelmäßiger eine Automatikuhr getragen wird, desto präziser arbeitet sie. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Automatikuhren.



B


Bandansatz

Der Bandansatz verbindet das Armband über die Federstege mit dem Uhrengehäuse. 


Bar

Bar ist die physikalische Einheit, mit der Druck gemessen wird, und taucht meist in Zusammenhang mit der Wasserdichte bei Uhren auf. Die Angabe ist besonders bei Taucheruhren wichtig. Als Faustregel gilt: 10 m = 1 bar. Bei älteren Uhren kann man statt „bar“ oft die Bezeichnung „atm“ (Atmosphäre) lesen.


Barrette

Dies ist eine Bezeichnung für dünne Kloben, wie zum Beispiel dem Ankerkloben, in einem mechanischen Uhrwerk.


Batgirl

Dies ist der Spitzname für die Rolex GMT-Master II Ref. 126710BLNR mit blau-schwarzer Lünette.


Batman

Dies ist der Spitzname für die Rolex GMT-Master II Ref. 116710BLNR mit blau-schwarzer Lünette.


Beidseitig drehbare Lünette

Diese Art der Lünette ist in beide Richtungen drehbar und ermöglicht es, die Zeit in Relation zu einem bestimmten Ereignis, wie zum Beispiel einem Startschuss, zu messen. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Lünette.


Beobachtungsuhr

Diese auch „B-Uhr“ oder „Deckuhr“ genannten Uhren gehen auf die nautischen und aviatischen Messinstrumente des 18. Jahrhunderts zurück. Sie zeichnen sich durch große Gehäuse, eine große Zwiebelkrone und eine besonders gute Ablesbarkeit von Minuten und Sekunden aus. Im 20. Jahrhundert wurden Beobachtungsuhren vom Militär eingesetzt, um Manöver timen und den die Entfernung des gegnerischer Truppen ermitteln zu können.


Bläuen

siehe: Anlassen


BPH

Die Maßeinheit BPH steht für „beats per hour“ und definiert, mit welcher Schlagzahl das Werk einer Uhr pro Stunde arbeitet.


Breguet-Spriale

Die Breguet-Spirale ist eine besonders geformte Spiralfeder der Unruh. Ihr ist ein konzentrisches „Atmen“ eigen, was die Ganggenauigkeit erhöht. Eine Besonderheit der Breguet-Spirale ist die aufgebogene äußere Endwindung.


Breguet-Zeiger

Breguet-Zeiger finden heute in den Uhren verschiedenster Hersteller Verwendung. Sie sind stets blau angelassen und haben einen charakteristischen Kreis, bestehend aus zwei, sich an den Spitzen berührenden Sicheln vor dem spitz zulaufenden Ende.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Uhrzeiger.


Brücke

Die Brücke ist ein Lagerträger innerhalbs des Uhrwerks, der im Gegensatz zum Kloben auf beiden Seiten mit der Platine verschraubt ist.



C


Chronograph

Ein Chronograph ist eine Armbanduhr, die um eine Stoppfunktion erweitert wurde. Diese Funktion lässt sich über die Druckknöpfe, welche meistens ober- und unterhalb der Krone angeordnet sind, bedienen.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Chronographen.


Chronometer

Dabei handelt es sich um Armbanduhren mit einer sehr hohen Ganggenauigkeit. Um als Chronometer zertifiziert zu werden, müssen die Modelle einen zweiwöchigen Test bestehen. Bei erfolgreichem Bestehen wird dem Modell von der COSC die Chronometer-Zertifizierung ausgestellt.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Chronometer.


Chronometerhemmung

Die Chronometerhemmung wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sowohl in Frankreich von Pierre Le Roy und Ferdinand Berthoud als auch in England von John Arnold und Thomas Earnshaw entwickelt. Sie existiert dementsprechend in mehreren Varianten, u.a. mit Feder oder kurzer Wippe. Die Grundidee ist jedoch dieselbe: die Unruh soll möglichst frei schwingen können.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Hemmungen.


Co-Axial-Hemmung

1970 von George Daniels entwickelt, kombiniert dieser Hemmungstyp die Vorteile der Anker- und Chronometerhemmung. Die Vorteile der Ankerhemmung (sicherer Selbstanlauf, Schutz vor Erschütterungen) werden mit den Vorteilen der Chronometerhemmung (reibungsarm, wartungsarm) verbunden. Dafür benötigt die Co-Axial-Hemmung ein zusätzliches Hemmungsrad, was frühere Modelle störanfälliger machte. Inzwischen hat sich das System aber durchgesetzt – auch dank Omega, die ab 1999 damit begannen, die Co-Axial-Hemmung in ihren Modellen zu verbauen.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Hemmungen.


Coke-Lünette

Bezeichnet eine rot-schwarze Rolex Lünette, die zum Beispiel bei der GMT-Master und GMT-Master II verwendet wurde.


COSC

Abkürzung für die „Contrôle officiel suisse des chronomètres“, die offizielle Schweizer Kontrollstelle für Chronometer. Die Uhren werden zwei Wochen lang getestet und bei Bestehen mit einem COSC-Zertifikat ausgestattet. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Qualitätssiegel für Luxusuhren.


Cosmograph

Dieses Wort ist dem Unternehmen Rolex zu verdanken. Seit 1963 thronte dieser Begriff auf dem Daytona Zifferblatt und bezeichnete Chronographen mit Mondphase. Heute wird er von Rolex auch allgemein für Chronographen verwendet.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Cosmographen.



D


Datumsanzeige

Die Datumsanzeige gehört zu den kleinen Komplikationen und ist heute bei den meisten Armbanduhren vorzufinden. Oft ist diese Anzeige als Datumsfenster auf 3 Uhr oder auf Totalisatoren vorzufinden.


Day-Date

Uhren mit dieser Bezeichnung zeigen sowohl das Datum als auch den Wochentag an.


Dezentrale Sekunde

Hat eine Uhr eine dezentrale Sekunde, so werden die Sekunden bei dieser Uhr nicht gemeinsam mit Stunden- und Minutenzeiger in der Mitte des Zifferblattes angezeigt. Stattdessen ist die Sekunde in Form eines Totalisators separat auf dem Zifferblatt untergebracht.


Doppelchronograph

siehe Rattrapante


Dornschließe

Diese Art des Armbandverschlusses kommt insbesondere bei Leder- und Textilbändern zum Einsatz. Sie besteht aus einem beweglichen Bügel mit Dorn, der durch eines der Löcher im Armband geführt wird. 


Dreiviertelplatine

Die Dreiviertelplatine wurde um 1864 von Ferdinand Lange in Glashütte entwickelt. Sie überlagert etwa drei Viertel des Uhrwerks. In ihr sind das gesamte Räderwerk, das Kronrad und das Federhaus gelagert.


Dreizeigeruhr

Als Dreizeigeruhren werden Uhren bezeichnet, die lediglich über die drei klassischen, mittig angeordneten Zeiger für Stunde, Minute und Sekunde sowie maximal eine Datumsanzeige in Form eines Datumsfensters verfügen. 


Drücker

Drücker oder auch Druckknöpfe sind neben der Krone zu finden und für die Bedienung des Chronographen, zum Beispiel für Start- und Stoppfunktion, notwendig. Vintage Uhren besitzen oft Druckknöpfe, die erst nach dem Einschrauben benutzt werden können.



E


Easylink

Dies ist ein von Rolex patentiertes Erweiterungssystem für das Armband. Ein Easylink-Armband kann um weitere 5 mm verlängert werden, indem ein zusätzliches Glied ausgeklappt wird, das im Inneren der Schließe verborgen ist.


Èbauche

Das französische Wort Èbauche bezeichnet das Rohwerk einer Uhr. Das Rohwerk setzt sich aus dem Basiswerk, dem Räderwerk, dem Zeigerwerk und den Wellen zusammen. Hemmung, Unruh und Zugfeder gehören nicht zum Èbauche.


Edelstahl

Bezeichnet rostfreien Stahl mit einem hohen Reinheitsgrad. Bei Luxusuhren wird meist Edelstahl des Typs 316L verwendet. Nur Rolex setzt auf den Typ 904L, der noch säureresistenter ist.


Einfacher Kalender

Als einfacher Kalender werden Armbanduhren mit Datums- und Wochentagsanzeige bezeichnet. Diese Funktionen gehören zu den sogenannten kleinen Komplikationen.


Einseitig drehbare Lünette

Diese Art der Lünette ist nur in eine Richtung drehbar und kommt häufig bei Taucheruhren zum Einsatz. Sie erfüllt denselben Zweck wie eine Count-Up Lünette und gewährleistet die Sicherheit des Tauchenden. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Lünette.


Einzeigeruhr

Eine Uhr, die nur einen Zeiger, den Stundenzeiger, besitzt. Philosophisch wird hier versucht, die Zeit entschleunigt darzustellen. Da man durch den fehlenden Sekundenzeiger nicht sehen kann, ob die Uhr stehen geblieben ist, enthalten viele dieser Modelle einen Gangindikator.


Emaille

Das Wort „Email“, häufiger Emaille genannt, stammt von dem altfränkischen Begriff „smalt“ ab und steht für verschmelzen. Bei der Herstellung von Emaille wird eine Masse anorganischer Stoffe (meist Silikate und Oxide) miteinander verschmolzen. In der Uhrenbranche kommen oft emaillierte Zifferblätter zum Einsatz.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Zifferblattdekorationen.


ETA

ETA ist einer der weltweit größten Hersteller und Zulieferer von Rohwerken. Viele namhafte Uhrenhersteller setzen als Basis auf Rohwerke von ETA und veredeln diese anschließend.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über ETA-Uhrwerke. 


Ewiger Kalender

Eine Komplikation einer Armbanduhr, die Tag, Datum, Monat und Jahr ohne manuelle Korrektur mindestens bis zum Jahr 2100 fehlerfrei anzeigen kann.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über den ewigen Kalender.



F


Faltschließe

Bei dieser Art des Armbandverschlusses werden im Gegensatz zur Dornschließe, bei der das ganze Armband geöffnet werden muss, lediglich die Scharniere geöffnet, bzw. geschlossen. Am häufigsten findet man diesen Verschluss bei Armbändern mit Metallgliedern.


Fat Lady

Dies ist der Spitzname für die Rolex GMT-Master II Ref. 16760 mit dunkelroter Coke-Lünette, die auch „Sophia Loren“ genannt wird. Der Name bezieht sich auf die Größe bzw. Höhe des Gehäuses, das mit 6,3 mm etwas höher ist als die Gehäuse anderer GMT-Master Modelle. Das größere Gehäuse wurde aufgrund der Verwendung des neu eingeführten Kalibers 3085 und Saphirglases benötigt.


Feder

Die Feder ist spiralförmig und besteht aus einem sehr dünnen Stahlband. Federn werden an verschiedenen Positionen im Uhrwerk verarbeitet, am häufigsten aber als Zugfedern, die entweder mit der Hand oder automatisch aufgezogen werden und als Kraftreserve für das Uhrwerk fungieren.


Feinregulierung

siehe Regulierung


Finissierung

Die Finissierung, auch Finissage oder Fertigbearbeitung genannt, bezeichnet einen abschließenden Bearbeitungsprozess bei Uhren, bei welchem das Uhrwerk durch spezielle Veredelungstechniken verziert wird.


Fliegeruhr

Die Fliegeruhr geht auf die Kollaboration zwischen Albertos Santos-Dumont und Cartier zurück.  Mit Fliegeruhren lassen sich komplexe mathematische Berechnungen während des Fluges einfach und schnell bewältigen. Es kann sich bei einer solchen Uhr entweder um eine Beobachtungsuhr oder einen klassischen Fliegerchronographen handeln. Beobachtungsuhren waren vor allem für die Navigatoren, wohingegen Chronographen eher den Piloten vorbehalten sind. Allgemein zeichnen sich diese Uhren durch eine sehr intuitive Bedienbarkeit aus. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Fliegeruhren.


Flyback-Funktion

Die Flyback-Funktion ermöglicht das Messen von schnell aufeinanderfolgenden Zeitspannen, was besonders für Piloten nützlich ist. Der Chronographenzeiger lässt sich dabei mit einem einzigen Drücken stoppen, auf Null zurücksetzen und neu starten. Bei Chronographen ohne Flyback-Funktion erfordert dieser Vorgang dreimaliges Drücken.


Foudroyant

Der Foudroyant, auch „Seconde Foudroyante“ oder „blitzende Sekunde“ genannt, ist eine Komplikation, bei der sich ein Zeiger einmal pro Sekunde um sich selbst dreht. Dies ermöglicht das Ablesen von Viertel- bzw. Fünftel-Sekunden.


Frequenz

Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) gemessen. Bei Uhren werden diese als Halbschwingungen (A/h) der Unruh angegeben. Das übliche Intervall liegt bei 28.800 A/h, was etwa 4 Hz entspricht. Halbschwingungen werden auch oft in BPH angegeben.



G


Gangfehler

Die Differenz der zunehmenden oder fallenden täglichen Abweichung bei der Zeitanzeige einer Uhr bezeichnet man als Gangfehler. Diese können entweder durch einen Fehler im Uhrwerk, Abnutzungen oder externe Faktoren wie Temperatur- oder Luftdruckschwankungen entstehen. Kleinere Abweichungen sind bei mechanischen Uhren allerdings normal und kein Grund zur Sorge.


Ganggenauigkeit

siehe Uhrgang


Gangreserve

Als Gangreserve oder auch Gangdauer bezeichnet man die Zeit, die eine Uhr nach dem Aufziehen läuft, bevor sie erneut aufgezogen werden muss. Je höher die Spannung der Zugfeder ist, desto länger läuft die Uhr. Uhren mit Handaufzug sind oft mit einer Gangreserveanzeige ausgestattet, die TrägerInnen anzeigt, wann die Uhr erneut aufgezogen werden muss.


Gehäuse

Das Gehäuse einer Uhr dient sowohl als Schmuckelement als auch als Schutz vor äußeren Einflüssen wie Wasser und Staub. Uhrengehäuse gibt es in verschiedensten Formen, Materialien und Maßen. Es kann entweder aus einem Stück gefertigt oder aus Ober-, Mittelteil und Boden zusammengesetzt sein.


Gehäuseboden

Als Gehäuseboden wird die Rückseite einer Uhr bezeichnet. Beliebt ist hier ein Saphierglasboden, auch Sichtboden genannt, durch den der Blick auf das Uhrwerk freigegeben wird. Durch die Verschraubung des Bodens ist sichergestellt, dass das Innere der Uhr optimal geschützt ist. 


Gelbgold

Die gelbgoldene Farbgebung einer Uhr entsteht durch eine Legierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. Der Preis richtet sich dabei nach dem Goldgehalt.


Genfer Punze

Die Genfer Punze (französisch: Poinçon de Genève) ist eine gesetzlich geschützte Ursprungs- und Qualitätsbescheinigung für mechanische Uhren, die im Schweizer Kanton Genf gefertigt wurden. Erfüllt eine Uhr alle der vorgeschriebenen Kriterien, darf diese das Genfer Siegel auf der Platine oder der Brücke des Werks tragen.  


Genfer Streifen

Als Genfer Streifen bezeichnet man eine Veredelungstechnik bei Schweizer Uhrwerken, bei denen die Platine mit vertikalen Streifen verziert wird. Sie werden auch „Côte de Genève“ genannt.


Glasboden

siehe Sichtboden


Glashütter Streifen

Bei den Glashütter Streifen, auch Glashütter Bandschliff genannt, handelt es sich um dieselbe Veredelungstechnik wie bei den Genfer Streifen, jedoch unterscheiden sich ihre Produktionsorte. Nur bei einem in Glashütte gefertigten Werk spricht man von den Glashütter Streifen.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Glashütter Veredelungen.


Glidelock-System

Ein von Rolex patentiertes Erweiterungssystem für das Uhrenarmband. Anders als beim Easylink-System kann man das komplette Armband verschieben und dieses um bis zu 30 mm verlängern.


Glieder

Als Glieder werden die einzelnen Bestandteile eines Uhrenarmbandes aus Edelstahl bezeichnet. Je nachdem wie viele Glieder nebeneinander liegen, spricht man beispielsweise von einem dreigliedrigen oder viergliedrigen Armband.


GMT

Dies ist die Abkürzung für die Greenwich Mean Time, die die Zeitzone des Nullmeridians markiert und auch als Universalzeit bezeichnet wird.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über GMT-Uhren.


GMT-Uhr

Bei GMT-Uhren können sich TrägerInnen neben der Orts- oder Heimatzeit auch die Zeit einer zweiten, frei wählbaren Zeitzone anzeigen lassen. Um die zweite Zeit problemlos ablesen zu können, enthalten diese Uhren meist eine 24-Stunden-Anzeige, damit zwischen Tag und Nacht unterschieden werden kann.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über GMT-Uhren.


Grande Complication

Als Grande Complication bezeichnet man eine Uhr, in der gleich mehrere große Komplikationen verbaut sind. Viele Uhrenhersteller versehen zudem die Flaggschiffe ihrer Kollektionen mit dem Titel „Grand Complication“.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Grande Complication.


Gravur

Bei einer Gravur handelt es sich um eine in harte Oberflächen gefräste Inschrift oder bildliche Darstellung. Diese kann als Verzierung oder für persönliche Bezüge des Trägers auf dem Zifferblatt, Gehäuse oder dem Uhrwerk eingesetzt werden. Eine besondere Form der Gravur ist die Guillochierung.


Große Sekunde

siehe Zentralsekunde


Guilloche

1786 von Abraham Louis Breguet erfunden, ist die Guillochierung heute eine der beliebtesten Zifferblattverzierungen. Bei dieser wird zunächst das Zifferblatt geglättet und die entsprechenden Zonen für die Zeitangabe und Totalisatoren vorgezeichnet. Danach wird der Zifferblattrohling bearbeitet („guillochiert“). Das dabei gewählte Muster (z. B. Clou de Paris, Wellen, Korn, Vieux Panier oder Schachbrettmuster) gibt dem Zifferblatt seinen ganz eigenen individuellen Charakter.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Zifferblattdekorationen.



H


Handaufzug

Mechanische Uhren mit Handaufzug müssen per Hand durch das Drehen der Aufzugskrone regelmäßig aufgezogen werden. Bei einigen Modellen ist für das Aufziehen ein spezieller Aufzugschlüssel nötig. Die Gangreserve einer Uhr gibt dabei an, wann die Uhr spätestens erneut aufgezogen werden sollte.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Handaufzug und Automatikwerk.


Haute Horlogerie

Der Begriff bezeichnet einerseits die Fertigkeit, hochwertige Luxusuhren und Komplikationen herzustellen, und andererseits findet er synonym für Uhrenmanufakturen Verwendung, die den gesamten Produktionsprozess ihrer Uhren unter einem Dach versammeln.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Haute Horlogerie.


Heliumventil

Dieses Ventil ist ein wichtiger Bestandteil von Taucheruhren. Beim Ab- und Auftauchen im Wasser bildet sich im Inneren der Uhr ein hoher Druck, der die Uhr beschädigen würde, wenn er nicht über das Ventil entweichen könnte.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Taucheruhren.


Hemmung

Die Hemmung einer Uhr besteht aus Ankerrad und Anker und ist das Herz eines Uhrwerks. Sie sorgt für den regelmäßigen Gang der Uhr und verbindet die Feder mit dem Räderwerk.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Hemmungen.


Hesalitglas

Hesalitglas, auch Acrylglas genannt, ist das günstigste Glas, das bei Uhren verbaut wird. Zwar zerspringt dieses Glas im Ernstfall nicht in unzählige Einzelteile, dafür ist es aber sehr anfällig für Kratzer, was sich negativ auf die Ablesbarkeit der Uhr auswirken kann. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Uhrenglas.


Hulk

Dies ist der Spitzname für die Rolex Submariner Ref. 116610LV mit grünem Zifferblatt und grüner Cerachrom-Lünette.



I


Index

Ein Index (Plural: Indizes) markiert Stunden, Minuten und/oder Sekunden auf dem Zifferblatt und teilt dieses in meist gleichmäßige Abschnitte ein. Indizes werden häufig in Form von Strichen oder Punkten dargestellt, können aber auch andere Formen annehmen.


Indikation

Als Indikationen gelten bei einer Uhr alle Teile, mit deren Hilfe die Zeit angezeigt wird. Befindet sich der Sekundenzeiger wie der Minuten- und Stundenzeiger mittig, spricht man von einer Zentralsekunde. Ist die Sekunde hingegen in Form eines Totalisators realisiert, ist die Rede von einer kleinen Sekunde. Unter Hilfsindikatoren fällt alles, was über die einfache Zeitanzeige hinausgeht, wie zum Beispiel Komplikationen oder zusätzliche Zeitzonen.



J


Jahreskalender

Viele Kalender zeigen neben der Jahresanzeige auch Monat und/oder Datum an. Der Unterschied zum ewigen Kalender liegt in der Genauigkeit und ob bei Schaltjahren nicht manuell umgestellt werden muss.


Justierung

siehe Regulierung



K


Kaliber

Das Kaliber bezeichnete ursprünglich nur den Durchmesser eines Uhrwerkes, wird heute aber ausschließlich als Synonym für das Werk einer Uhr verwendet. Über die Kalibernummer kann man den Kalibertyp und so präzise Ersatzteile bestimmen.


Karat

Karat (kt) ist eine Einheit für die Messung des Goldgehaltes sowie für das Bestimmen des Gewichtes eines Edelsteins. Die Messung des Goldgehaltes erfolgt über eine 24-Stufen-Skala. Reines Gold hat demnach 24 Karat. Armbanduhren werden meist in 750er-Gold (18 kt), 585er-Gold (14 kt) und 333er-Gold (8 kt) angeboten. Bei Edelsteinen entspricht 1 Karat einem Gewicht von 0,2 Gramm.


Keramik

Keramik versammelt allgemein eine Vielzahl anorganischer nichtmetallischer Werkstoffe, wobei man bei Uhren meistens die Verbindung Zirkoniumoxid nutzt. Dies ist ein künstlich hergestelltes Pulver, das durch hitzeinduzierte Schrumpfung eine extrem hohe Dichte erreicht. Dies macht Keramikuhren sehr robust und kratzfest. Neben dem hohen Tragekomfort ist Keramik zudem sehr hautfreundlich und damit besonders für Allergiker geeignet.


Kermit

Dies ist der Spitzname für die Rolex Submariner Ref. 16610LV mit schwarzem Zifferblatt und grüner Aluminium-Lünette.


Kleine Sekunde

Bei einigen Uhrenmodellen wird die Sekunde nicht zentral angegeben, sondern dezentral in Form eines eigenen Totalisators mit einem separaten Zeiger. Diese Art der Zeitdarstellung findet man häufig bei Chronographen.


Kloben

Der Kloben ist ähnlich wie die Brücke ein Lagerhalter in mechanischen Uhrwerken. Doch im gegensatz zur Brücke ist dieser nur einseitig auf der Platine befestigt. Dünnere Kloben werden auch als Barrette bezeichnet.


Komplikation

Als Komplikationen werden Zusatzfunktionen bei Uhren bezeichnet, die über die Funktion der Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige hinausgehen und TrägerInnen einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Kleine Komplikationen sind Datum oder eine zweite Zeitzone. Große Komplikationen sind Chronographen, ewiger Kalender, Repetition oder Mondphase.


Krone

Die Krone oder auch Uhrenkrone ist eine kleine Schraube am Gehäuserand einer Armbanduhr. Meistens befindet Sie sich mittig auf der rechten Seite. Über das Drehen der Krone kann man die Uhrzeiger und das Datum einstellen. Modelle mit Handaufzug können über die Krone erneut aufgezogen werden.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Uhrenkrone.


Kronenschutz

Um die Uhrenkrone vor Schlägen und Erschütterungen zu schützen, begannen Uhrenhersteller in den 1950er Jahren, diese mit Hilfe einer Konstruktion zu schützen, die bald als Kronenschutz bekannt wurde. Über die Jahre integrierte man diesen in das Gehäuse und experimentierte mit zahlreichen Designs.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Uhrenkrone.



L


Lagerstein

siehe Stein


Lépine

Bei einer Lépine handelt es sich um die Bezeichnung für eine Taschenuhr ohne Schutzdeckel. Das Zifferblatt ist also immer einsehbar, dabei jedoch auch äußeren Einflüssen stets ausgesetzt.


Leuchtmasse

Indizes, Zeiger und Ziffern sind bei manchen Uhren mit einer Leuchtmasse überzogen, damit auch bei schlechteren Lichtverhältnissen und in der Dunkelheit eine gute Ablesbarkeit gewährleistet ist. Die Lumineszenz gibt dabei Auskunft über die Leuchtkraft. Während früher noch auf radioaktives Radium und Tritium zurückgegriffen wurde, wird heute unbedenkliches Superluminova als Leuchtmittel verwendet.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Leuchtmasse in Uhren.


Limitierte Edition

Bei Uhren, die nur in einer begrenzten, festgelegten Stückzahl produziert und verkauft werden, spricht man von limitierten Editionen oder Limited Editions. Bei diesen kann es sich um komplett neue Modelle handeln oder, was häufig der Fall ist, um ein bekanntes Modell, das um optische oder technische Neuerungen erweitert wird. Anlass dafür sind oft Jubiläen und andere festliche Anlässe.


Lünette

Die Lünette ist ein Bestandteil des Uhrengehäuses. Früher war sie der Ring, der das Schutzglas einer Uhr fixierte, und fest mit dem Gehäuse verschraubt. Heute ist die Lünette oftmals drehbar und mit einem Tachymeter oder Indizes ausgestattet.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Lünette.



M


Manufaktur

Als Manufaktur werden Uhrenhersteller bezeichnet, die alle Einzelteile einer Uhr, insbesondere aber das Kaliber, selbst herstellen.


Maxi-Zifferblatt

Dies ist ein von Rolex patentiertes Zifferblatt, bei dem die Leuchtpunkte größer sind als normalerweise üblich, was dem Zifferblatt Volumen und Präsenz gibt.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Rolex Zifferblätter.


Milanaise-Armband

Das Milanaise-Band ist ein Metallarmband aus vielen kleinen, ineinander verwobenen Maschen und bietet aufgrund der hohen Flexibilität einen sehr angenehmen Tragekomfort.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Materialien für Uhrenarmbänder.


Mineralglas

Dies ist eine Art Uhrenglas, welches aus gehärtetem Kristallglas besteht. Mineralglas wurde überwiegend in den 70er Jahren verwendet, bevor es von dem robusteren Saphirglas abgelöst wurde.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Uhrenglas.


Minutenrepetition

Dies ist eine Form der Repetition, die die Stunden, Viertelstunden und Minuten in unterschiedlichen Tonhöhen anschlägt. 


Minuterie

Die Minuterie beschreibt den das Zifferblatt umlaufenden Kranz für die Minutenanzeige. Diese ist meist mit Kennzeichnungen für jede einzelne Minute, oft aber auch nur mit Markierungen in 5-Minuten-Schritten versehen.


Monatsanzeige

Bei der Monatsanzeige handelt es sich wie bei der Datumsanzeige um eine Komplikation auf dem Zifferblatt die nicht zur Zeitanzeige benötigt wird. Monatsanzeigen sind häufig auf sogenannten Voll- oder ewigen Kalendern zu finden.


Mondphase

Dies ist eine Komplikation, die die aktuelle Mondphase anzeigt. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Mondphase.


Mother of Pearl

Das sogenannte Mother of Pearl Dial bezeichnet ein Zifferblatt, welches komplett mit einer hauchdünnen Perlmutt-Schicht belegt ist. Aufgrund des äußerst zerbrechlichen Ausgangsmaterials ist der Zeitaufwand bei der Herstellung eines Perlmutt-Zifferblattes sehr hoch und Uhren mit diesem in einem höheren Preissegment angesiedelt.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Zifferblattdekorationen.



N


Nickel

Dieser Werkstoff wird häufig als Legierung zur Herstellung rostfreier Materialien verwendet. Hinweis: Greifen Sie bei einer Nickelallergie zu Uhren, die aus Titan, Gold, Platin oder Keramik gefertigt sind. 


Nivaflex

Bei Nivaflex handelt es sich um eine Legierung, die aus Kobalt, Nickel, Chrom, Molybdän, Wolfram, Eisen, Titan und Beryllium besteht und häufig zur Herstellung von Zugfedern genutzt wird. Es ist härter und widerstandsfähiger als der zuvor für Zugfedern verwendete Kohlenstoffstahl.


Nullstellung

Dies bezeichnet den Vorgang, bei dem die verschiedenen Zeiger eines Chronographen auf ihren ursprünglichen Ausgangspunkt (Null) zurückgesetzt werden. Siehe auch: Flyback-Funktion


Nylon

Nylon ist eine Kunstfaser, die häufig für die Herstellung von textilen Uhrenarmbändern verwendet wird. Das Material ist robust, beinahe hypoallergen und findet sich oft bei Sport- oder Taucheruhren.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Materialien für Uhrenarmbänder.



O


Oszillation

Im Falle einer Uhr ist mit der Oszillation die stetige oszillierende Bewegung der Spirale der Unruh um den Ruhepunkt gemeint. Die Unruh bildet in Verbindung mit dem Steigrad und dem Anker den Oszillator.


Oyster

Das Oyster-Gehäuse wurde 1926 von Rolex erfunden und war das erste wasserdichte Gehäuse bei Armbanduhren bestehend aus Lünette, Gehäuseboden und einer Aufzugskrone, die allesamt mit dem Mittelteil verschraubt sind.


Oyster Perpetual

Die Oyster Perpetual gilt als die erste wasserdichte Armbanduhr und ist eine von Rolex patentierte Serie, deren Uhren keine Datumsfunktion besitzen. „Oyster“ bezeichnet dabei das von Rolex patentierte wasserdichte Gehäuse. „Perpetual“ wird bei Rolex synonym für alle Modelle mit Automatikwerk verwendet. Alle Rolex Uhren, die diese Eigenschaften besitzen, tragen auf dem Zifferblatt den Schriftzug „Oyster Perpetual“.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Rolex Oyster.


Oystersteel

Seit 1985 setzt Rolex bei seinen Uhren auf Edelstahl 904L und gab dem Material 2018 den Namen „Oystersteel“. Es besteht jedoch kein Unterschied zur Legierung 904L.
   


P


Panda

Panda beschreibt ein Zifferblatt-Design, bei dem das Hauptzifferblatt weiß und die Totalisatoren schwarz sind. Beim Reverse Panda ist das Zifferblatt hingegen schwarz, während die Totalisatoren weiß bleiben.


Paneristi

Als Paneristi werden die Fans von Panerai bezeichnet. Die Bezeichnung entstand aus einem frühen Online-Forum, in dem sich Uhrenliebhaber austauschten und auch zu Treffen verabredeten. Darüber hinaus werden damit auch Uhrenenthusiasten allgemein bezeichnet.


Patina

Eine Patina ist die natürliche oder künstliche Verfärbung einer Oberfläche über einen längeren Zeitraum. Entgegen der Annahme vieler ist dies allerdings kein Schönheitsfehler, sondern kann insbesondere bei vintage Uhren sehr gefragt sein und einige Modelle zu begehrten Sammelobjekten machen.


Paul Newman

Paul Newman war ein bekannter US-amerikanischer Schauspieler und gleichzeitig Namensgeber des Spitznamens für die Rolex Daytona Ref. 6239 mit Handaufzug und Panda-Zifferblatt.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Paul Newman und seine Daytonas.


Pepsi-Lünette

Dies bezeichnet eine blau-rote Lünette. Die Farbgebung wurde ursprünglich durch die GMT-Master Modelle von Rolex populär und wird heute aufgrund der großen Beliebtheit auch gern von anderen Herstellern genutzt.


Perlage

Oft findet man für diese Verzierungstechnik auch die Bezeichnung „Wölkchenschliff“. Dabei handelt es sich um eine spezielle, meist konzentrische Form der Oberflächenveredelung. Das Muster wird auch als „Pfauenaugenmuster“ bezeichnet und ist außerhalb der Haute Horlogerie vor allem von Bistro-Stehtischen bekannt. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Glashütter Veredelungen.


Platin

Platin ist ein grauweißes, glänzendes Metall, das zu den seltensten und teuersten Metallen der Welt zählt. Von Uhrmachen wurde es bereits 1920 entdeckt, als Louis Cartier unzählige Art-Déco-Kreationen daraus zauberte. Es ist unvergänglich, säureresistent und oxidiert nicht. Seine Dehnbarkeit macht es außerordentlich widerstandsfähig und hitzebeständig.


Politur

Wenn Uhren nach längerem Tragen doch einmal einen Kratzer abbekommen, sollte man sie zur professionellen Politur geben. Bei einer Politur wird die beschädigte Metallschicht abgetragen, um die Uhr erneut in ihrem altem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Politur kommt auch im Zuge einer Aufbereitung zum Einsatz.


Pulsometer

Ein Pulsometer ist eine Skalierung, mittels welcher der aktuelle Puls schnell und unkompliziert gemessen werden kann. Dafür muss lediglich der Chronograph gestartet werden und der aktuelle Puls kann nach 15 Pulsschlägen von der Skala abgelesen werden.


Pussy Galore

Dies ist der Spitzname für die Rolex GMT-Master Ref. 6542, die nach dem gleichnamigen Bond-Girl benannt ist, welches die Uhr im Film „Goldfinger“ trug. 


PVD-Beschichtung

Bei PVD („Physical Vapour Deposition“, deutsch: Physikalische Gasphasenabscheidung) handelt es sich um ein Beschichtungsverfahren, bei dem das Ausgangsmaterial bedampft wird und so eine vollständige metallische Ummantelung erhält, die es widerstandsfähiger macht. Durch die PVD-Beschichtung erhalten viele Edelstahl-Uhren ihre schwarze Farbe. Um eine Uhr mit einer goldenen Lackierung zu versehen, kann der Prozess auch mit Goldpartikeln durchgeführt werden. Man spricht hier von einer PVD-Vergoldung.



Q


Quarzkrise

Als Quarzkrise wird eine Wirtschaftskrise der Uhrenindustrie in den 1970/80er Jahren bezeichnet, die viele deutsche und Schweizer Uhrenhersteller in den Ruin trieb. Nachdem günstige japanische Quarzuhren den Uhrenmarkt eroberten, mussten viele traditionelle Uhrenhersteller Insolvenz anmelden, da für sie ein Wechsel zur Produktion günstigerer Modelle, die dieselbe Präzision wie mechanische Uhren besaßen, nicht möglich war.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Quarzkrise.


Quarzwerk

Dies ist ein Uhrwerk einer elektronischen Quarzuhr, bei dem ein Quarzkristall den Takt vorgibt. Dieser wird in Schwingung versetzt, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Die Energie erhält der Uhrenquarz in den meisten Fällen durch eine Knopfzelle (Batterie).
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Quarzuhren.



R


Rattrapante

Chronographen mit Rattrapante-Komplikation werden auch als Doppel- oder Schleppzeigerchronographen bezeichnet. Diese Komplikation erlaubt es, zusätzliche Zwischenzeiten während des Zeitnehmens zu messen. Dies geschieht über den Rattrapante-Zeiger, einen zweiten Sekundenzeiger (auch Schleppzeiger), der vom Chronographenzeiger unabhängig gestoppt werden kann und per Knopfdruck wieder unter diesen springt.


Referenz

Anhand der Referenznummer kann ein Uhrenmodell dem jeweiligen Hersteller zugeordnet werden. Sie wird oft als Ref. abgekürzt und definiert auch die Attribute des einzelnen Modells. 


Regatta-Timer

Regatta-Uhren verfügen über eine Komplikation, um den Start einer Segelregatta zu timen. Dabei wird die verbleibende Zeit bis zum Start heruntergezählt.


Regulierung

Die Regulierung, auch Reglage, dient der Verringerung eines Gangfehlers, um die Ganggenauigkeit einer Uhr zu korrigieren. Dafür wird der Gang der Uhr in verschiedenen Lagen und bei unterschiedlichen Temperaturen gemessen und vom Uhrmacher dementsprechend optimiert.


Rehaut

Als Rehaut wird der über das ebene Zifferblatt hinaus erhöhte Uhrenrand bezeichnet. Der Rehaut wird oftmals mit Gravuren, Skalen oder anderen schmückenden Applikationen versehen.


Repetition

Diese Komplikation ermöglicht die Wiedergabe eines akustischen Signals bei einer Uhr über eine Tonfeder. Für Minute und Stunde wird dabei ein jeweils unterschiedlicher Ton verwendet. Dieser Mechanismus benötigt ein Repetitionsschlagwerk und gilt als eine der aufwendigsten Komplikationen. Im Gegensatz zur Petite Sonnerie und zur Grande Sonnerie schlägt die Repetition nur auf Wunsch durch Betätigen eines Drückers an.


Retrograde

Als Retrograde Uhren werden jene Uhren bezeichnet, welche entgegen des Uhrzeigersinns laufen.


Revision

Dies bezeichnet den Vorgang, bei dem das Uhrwerk einer Uhr von einem Uhrmacher entweder überholt oder instand gesetzt wird. Wird eine Uhr nur äußerlich überholt, spricht man von einer Aufbereitung.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Aufbereitung von Uhren.


Rhodiniert

Ist ein Zifferblatt rhodiniert, so ist es mit einer sehr dünnen Schicht aus Rhodium versehen. Rhodium zeichnet sich durch seinen kühlen, hellen und leicht bläulichen Schimmer aus. 


Rolesium

Dies ist eine Wortkreation von Rolex für die Kombination der Materialien Platin und Edelstahl.


Rolesor

Dies ist ein eingetragener Markenname der Rolex eigenen Symbiose aus Gold und Edelstahl. Damit bezeichnet das Unternehmen Armbänder, die nicht nur aus Edelstahl, sondern auch aus Gold bestehen. Bei den Rolex Bicolor-Modellen handelt es sich also im Grunde um Rolesor Modelle. 


Roségold

Der Farbton Roségold entsteht durch Kupfer, welches dem Gold hinzugefügt wird. Je röter der Goldton ist, desto höher ist der Kupferanteil. Roségold ist eine besonders kostbare Rotgold-Variation, da der Goldanteil bei dieser recht hoch ist.


Rotor

Der Rotor ist bei Automatikuhren ein meist kugelgelagertes, frei schwingendes Gewicht, welches durch seine Trägheit und die Schwerkraft ein gewisses Drehmoment auf den Aufzugsmechanismus der Uhr ausübt und somit für das konstante Laufen der Uhr sorgt. 



S


Saphirglas

Seit den 80er Jahren ist dies das standardmäßig verwendete Uhrenglas im Luxussegment. Saphirglas ist bruch- und kratzsicher, garantiert aber dennoch exzellente Lesbarkeit.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Uhrenglas.


Schleichende Sekunde

Mit dem Begriff „Schleichende Sekunde“ (französisch: Seconde trotteuse) werden Sekundenzeiger betitelt, die sich kontinuierlich und nicht springend (wie bei der Springenden Sekunde) von Sekunde zu Sekunde bewegen.


Schlumpf

„Schlumpf“ (englisch: „Smurf“) ist der Spitzname für die Rolex Submariner Ref. 116619LB aus Weißgold mit blauem Zifferblatt und blauer Lünette. 


Schnellschaltung

Im Gegensatz zur gewöhnlichen Datumsschaltung ermöglicht die Datumschnellschaltung ein einfacheres Einstellen des Datums, indem die herausgezogene Krone im Uhrzeigersinn gedreht wird.


Schwarzpolitur

Diese Art der Finissage gilt als die aufwendigste Technik und ist auch als Spiegelpolitur (französisch: miroir ou bloqué) bekannt. Die Rauheit der Oberfläche wird bei der Schwarzpolitur geringer als die Wellenlänge des Lichts, weshalb die Oberfläche daraufhin entweder weiß oder schwarz zu sein scheint. Dieses Phänomen resultiert aus zum Auge entweder „zurückgeworfenen“ oder durch die Politur „geschluckten“ Photonen des Sonnenlichts. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Glashütter Veredelungen.


Selbstaufzug

Bei einer Automatikuhr spricht man von Uhren mit Selbstaufzug.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Automatikuhren.


Sichtboden

Dies ist ein Gehäuseboden einer Uhr, der aus Glas gefertigt ist und den Blick auf das Uhrwerk und dessen Funktionen freigibt.


Skelettuhr

Beim Skelettieren handelt es sich um ein Kunsthandwerk, bei dem Teile im Inneren der Uhr entfernt werden oder Material abgetragen wird, um das Uhrwerk freizulegen und die feine Uhrenmechanik sichtbar zu machen. 


Sonnenschliff

Der Sonnenschliff ist eine Verzierungstechnik, welche besonders bei größeren Bauteilen wie Zahnrädern Verwendung findet. Beim Schleifen entsteht ein sich nach innen verjüngendes, spiralförmiges Muster.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Glashütter Veredelungen.


Sonnerie

Uhren mit Selbstschlagwerk geben die Zeit automatisch über eine Glocke oder Tonfeder wieder. Ertönt das Signal nur zu jeder vollen Stunde, spricht man von einer Petite Sonnerie (kleiner Schlag). Schlägt die Uhr hingegen viertelstündlich, so verfügt sie über eine Grande Sonnerie (großer Schlag).


Springende Sekunde

Mit diesem Begriff bezeichnet man Sekundenzeiger, sich sprungartig und nicht kontinuierlich (wie bei der Schleichenden Sekunde) von Sekunde zu Sekunde bewegen. Eine andere Bezeichnung ist „Tote Sekunde“ (französisch: Seconde morte). 


Springende Stunde

Uhren mit springender Stunde sind Zeitmesser, welche die Stunden über ein Fenster anzeigen. Immer zur vollen Stunde springt die Anzeige auf die nächste Stunde und zeigt für die folgenden 60 Minuten diese Zahl im Fenster an, bis sie zur nächsten weiter springt.


Stein

Als Steine bezeichnet man die synthetischen Rubine und Saphire, die in das Uhrwerk verbaut werden, um die Reibung zu minimieren. Mechanische Uhren besitzen minimal 15, durchschnittlich aber 18 Lagersteine. Je mehr Komplikationen in einer Uhr verbaut werden, desto höher ist auch die Anzahl der Steine.


Stoßsicherung

Die Stoßsicherung ist ein elastisch gesichertes Lager, welches dazu dient, Stöße auf die Zapfen und die Unruh abzufangen. Sie dient also als Schutzmechanismus gegen äußere Einflüsse.  


Swiss Made

Dieser Begriff bezeichnet allgemein alle Exportgüter, die in der Schweiz hergestellt wurden. Bei Uhren ist Swiss Made ein Qualitätsmerkmal, welches garantiert, dass das Kaliber der jeweiligen Uhr in der Schweiz zusammengebaut wurde. Darüber hinaus muss mindestens die Hälfte der verbauten Teile in der Schweiz produziert worden sein.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Swiss Made.



T


Tachymeter

Mit einem Tachymeter, auch Tachometer genannt, können Geschwindigkeiten berechnet werden. Bei Armbanduhren befindet sich eine Skala mit Geschwindigkeitsangaben meist auf der Lünette oder dem äußeren Zifferblatt, die dabei hilft, die gestoppte Zeit umzurechnen.


Tag-Nacht-Anzeige

Bei diesen Uhren kann besonders leicht zwischen Vormittag (AM) und Nachmittag (PM) unterschieden werden. Bei GMT-Uhren wird diese Funktion von der zweifarbigen Pepsi- oder Coke-Lünette übernommen. 


Taucheruhr

Als Taucheruhren bezeichnet man Uhrenmodelle, die wasserdicht und druckfest sind. In Deutschland darf eine Uhr nur als „Taucheruhr“ oder „Diver’s (Watch)“ ausgewiesen werden, wenn deren Wasserdichte geprüft, eine Ablesbarkeit aus 25 cm Entfernung möglich und Timer oder Lünette vorhanden ist. Die Wasserdichtigkeit muss bis mindestens 20 bar (etwa 200 m) gegeben sein.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Taucheruhren.


Telemeter

Eine Telemeter-Skala ermöglicht es, zurückgelegte Entfernungen zu messen. 


Titan

Titan ist ein äußerst robustes, antiallergenes Metall und wird aufgrund seiner besonderen Eigenschaften gerne für strapazierfähige Bauteile verwendet. Zudem ist es überraschend leicht.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Uhren aus Titan und Stahl.


Tonneau-Gehäuse

Dies ist eine Art der Gehäuseform, bei der es sich um ein senkrechtes Rechteck mit nach außen hin bauchigen Flanken handelt. Es erinnert in seiner Form an Weinfässer.


Totalisator

Totalisatoren sind kleine Hilfszifferblätter (englisch: Sub Dials) auf dem Hauptzifferblatt einer Uhr, die beispielsweise Sekunden, Minuten oder Stunden anzeigen und insbesondere bei Chronographen genutzt werden.


Tourbillon

Das Tourbillon dient dem Ausgleich von schwerkraft-bedingten Gangfehlern und wurde einst für die meist starr in einer Position verharrenden Taschenuhren entwickelt, um einen konstanten Gang zu ermöglichen. Da Armbanduhren am Handgelenk regelmäßig bewegt werden, hat ein Tourbillon bei diesen keinen funktionalen, sondern einen rein ästhetischen Zweck.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Tourbillon.


Two-Tone

Bicolor- oder Two-Tone Uhren sind zweifarbige Modelle, bei denen zwei verschiedenfarbige Materialien für Gehäuse und Armband verwendet werden. Eine beliebte Farbkombination ist Edelstahl und Gold.



U


Uhrenbeweger

Dies ist ein meist elektronisches Gestell zur Aufbewahrung von mechanischen Automatikuhren. Die Uhr wird in den Uhrenbeweger gelegt und dort konstant bewegt. Ein Uhrenbeweger simuliert die Bewegungen des Uhrenträgers und gewährleistet, dass die Armbanduhr auch nach längerer Lagerung noch präzise läuft. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Instandhaltung einer Uhr.


Uhrenglas

Das Uhrenglas schließt das Gehäuse auf der oberen Seite, liegt über dem Zifferblatt und schützt so das Innere der Uhr. Bei Armbanduhren kommen Saphirglas, Mineralglas oder Hesalitglas zum Einsatz.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Uhrenglas.


Uhrgang

Der Uhrgang, auch als Gang oder Ganggenauigkeit einer Uhr bekannt, beschreibt die tägliche zunehmende oder fallende Abweichung bei der Zeitanzeige einer Uhr. Bei Quarzuhren ist eine Ganggenauigkeit von ± 30 Sekunden im Monat, bei Uhren mit mechanischem Uhrwerk von ± 30 Sekunden am Tag der Durchschnitt. Neueste mechanische Uhren erreichen dabei sogar ± 10 Sekunden am Tag. Die Abweichungen selbst sind als Gangfehler bekannt. 


Uhrwerk

Als Uhrwerk, kurz auch Werk, wird der gesamte Mechanismus im Inneren einer Uhr bezeichnet, der diese antreibt.


Unruh

Das Unruh-Spirale-Schwingsystem wird kurz als Unruh bezeichnet und stellt die Zeitbasis dar. Die Unruh sorgt für die Bewegung der Uhrzeiger und Ganggenauigkeit bei einer Armbanduhr.



V


Valjoux

Dabei handelt es sich um einen Schweizer Hersteller von mechanischen Uhrwerken, der insbesondere für seine Chronographenwerke bekannt ist. Früher gehörte Valjoux zu ETA, heute sind beide Unternehmen Teil der Swatch Group.


Verschraubte Drücker

Verschraubte Drücker findet man insbesondere bei Chronographen, die auch für geringere Tauchtiefen geeignet sind. Durch die Verschraubung ist das Gehäuse wasserdicht. Möchte man die Chronographen benutzen, so muss man die Drücker zunächst aufschrauben. Um die Uhr vor eindringendem Wasser zu schützen, sollte man dies unter Wasser jedoch unterlassen und genauestens prüfen, ob die Drücker wieder richtig verschraubt sind, bevor die Uhr erneut mit Wasser in Kontakt kommt.


Verschraubte Krone

Bei der verschraubten Krone, auch Schraubkrone genannt, handelt es sich um eine mit dem Gehäuse verschraubten Krone. Diese gewährleistet die Wasserdichte des Uhrengehäuses. Möchte man die Krone benutzen, so muss man diese zunächst aufschrauben.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Uhrenkrone.


Viertelrepetition

Dies ist eine Form der Repetition, die die Stunden und Viertelstunden in unterschiedlichen Tonhöhen anschlägt.


Vollkalender

Eine Uhr mit Vollkalender (englisch: Triple Date) umfasst drei Datumskomponenten. Diese sind Datums-, Wochentags- und Monatsanzeige. Man findet häufig auch die Bezeichnung Vollkalendarium.



W


Wasserdichtigkeit

Die Angabe zur Wasserdichte gibt Aufschluss darüber, welchem Druck eine Uhr ohne Beschädigung unter Wasser standhalten kann. Sie wird in Meter, Fuß oder Bar angegeben. Es können allerdings Druckspitzen entstehen, weswegen der Wert nicht wortgenau interpretiert werden sollte. So entsprechen 3 Bar zwar dem Druck in 30 m Tiefe, bedeuten aber nicht, dass man mit einer solchen Uhr auch 30 m tief tauchen kann.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Wasserdichtigkeit.


Wecker

siehe Alarm


Weißgold

Unter Weißgold werden verschiedene Legierungen zusammen gefasst, die zumeist mit Silber gemischt wurden. Je nach Zusammensetzung ist hier ein helles bis graues Weiß möglich.


Weltzeituhr

Mit einer solchen Uhr können die Zeiten mehrerer oder aller Zeitzonen gleichzeitig angezeigt werden. Die Anzeige kann sowohl mechanisch als auch digital dargestellt werden. 


Werk

siehe Uhrwerk


Wochentagsanzeige

Diese Funktion gehört zu den kleinen Komplikationen und zeigt den jeweils aktuellen Tag der Woche an. Häufig geschieht dies durch ein Sichtfenster im Zifferblatt oder einen separaten Totalisator.



Y


Yacht-Timer

Die Yacht-Timer Komplikation ist eine der spezifischsten Komplikationen überhaupt. Sie zeigt einen 5- oder 10-Minuten-Countdown an, um den Start einer Regatta exakt bestimmen zu können.



Z


Zapfen

Die Zapfen sind elementarer Bestandteil des Uhrwerks und sorgen für einen sicheren Halt der Unruh im Unruhlager. Die Zapfen sind äußerst fragil und werden durch eine Stoßsicherung geschützt.


Zeiger

Der Uhrzeiger ist ein Stab, der Stunden, Minuten und/oder Sekunden auf dem Zifferblatt angibt. In der Regel ist der Stundenzeiger ein Drittel kürzer als der zumeist etwas dünnere Minutenzeiger und der gewöhnlich noch dünnere Sekundenzeiger. Uhrzeiger sind in vielen verschiedenen Formen und Farben erhältlich. Besonders bekannte Zeigerformen sind zum Beispiel die Breguet-Zeiger und die Snowflake-Zeiger von Tudor.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über Uhrzeiger.


Zentralsekunde

Während die kleine Sekunde in einem eigenen Totalisator liegt, ist die Zentralsekunde, auch große Sekunde, an der zentralen Drehachse in der Mitte des Zifferblattes angebracht.


Zifferblatt

Das Zifferblatt dient dem Ablesen der Uhrzeit und ist zur Anzeige der Stunden gewöhnlich in vier oder zwölf gleichmäßige Abschnitte aufgeteilt, die meist in Form von Indizes oder Ziffern markiert sind. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig bis hin zu Zifferblättern, die ohne jegliche Markierungen auskommen und komplett leer sind.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über das Zifferblatt.


Zweite Zeitzone

Neben der Ortszeit kann auch die Uhrzeit einer anderen Zeitzone angezeigt werden. Uhren mit einer zweiten (oder dritten) Zeitzone werden auch GMT-Uhren genannt.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über GMT-Uhren.


Zwiebelkrone

Die Zwiebelkrone ist eine recht große und markant geriffelte Kronenform. Sie erinnert optisch an eine Zwiebel und verdankt diesem Aussehen ihren Namen. Zwiebelkronen findet man häufig bei Beobachtungsuhren, da die Bedienung auch mit Handschuhen möglich sein musste. 
Mehr Informationen finden Sie in unserem Magazinartikel über die Uhrenkrone.


Zykloplupe

Die Zykloplupe ist eine 1953 von Rolex Gründer Hans Wilsdorf erfundene und patentierte Vergrößerungslupe, die sich über der Datumsanzeige befindet. Sie ist ebenfalls aus robustem Saphirglas gefertigt wie auch das Uhrenglas selbst.