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GMT-Uhren wurden ursprünglich für die Luftfahrt entwickelt, um Piloten die Möglichkeit zu geben, zwei Zeitzonen vom Zifferblatt ihrer Uhr auf einen Blick ablesen zu können. Von ihren Anfängen als Hilfsinstrument für Piloten und Vielflieger bis zu ihrem heutigen Status als Designsymbol und Trendsetter hat die GMT-Uhr eine bewegte Geschichte hinter sich.


  1. Was ist eine GMT-Uhr?
  2. Die Festlegung der GMT-Zeit im Zeitverlauf
  3. GMT-Uhren: Erste Generation
  4. GMT-Uhren: Zweite Generation
  5. Eine dritte Zeitzone ablesen
  6. Vorteile von GMT-Uhren
  7. Beliebte Uhren mit GMT-Funktion
  8. Alternativen zu GMT-Uhren


Was ist eine GMT-Uhr?


Als GMT-Uhr wird gemeinhin eine Uhr mit einer zweiten Zeitzone bezeichnet. Neben der Ortszeit kann der Träger also ebenfalls die Uhrzeit einer anderen Zeitzone einstellen und im Blick behalten. Die Abkürzung GMT steht dabei für Greenwich Mean Time, die ehemals als offizielle Weltzeit angesehen wurde. War der GMT-Zeiger anfangs noch an den Stundenzeiger gebunden, vereinfachte sich die Funktion der Uhren in den nächsten Jahren erheblich.


Rolex GMT-Master II 16710 Uhr mit blau-roter Lünette
ROLEX GMT-MASTER II 16710



Die Festlegung der GMT-Zeit im Zeitverlauf


Um zu verstehen, was die GMT-Zeit ist, sollte man zuerst das Konzept von Zeitzonen an sich erklären. Für viele Jahrhunderte hatte jeder Ort seine eigene Ortszeit, die sich nach der Sonne richtete. Durch technische Fortschritte wie der Einführung der Eisenbahn und Telegrafie kam auch der Wunsch nach einheitlichen Zeitzonen auf – geografische Zonen, in denen alle Orte, die innerhalb von ihnen liegen, dieselbe Zeit haben.

In der USA und Kanada beschloss man unter Druck der Eisenbahnen, den Kontinent in vier Zeitzonen aufzuteilen. Eine Zone glich dabei einer Stunde. Im Deutschen Reich hatte jedes Land noch seine eigene Zeit, die sich meistens an der jeweiligen Hauptstadt orientierte. 1893 führte das Zeitgesetz dann die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) als offizielle Zeitzone für das gesamte Reich ein.

Der nächste Schritt war es, weltweit einheitliche Zeitzonen einzuführen. Diese maß man am Nullmeridian – eine zufällig gewählte Grenze, die die Erde in Ost und West aufteilt und anhand derer man die geografischen Längen abliest. Das Problem dabei war die Willkürlichkeit, da der Nullmeridian von Land zu Land, Beruf zu Beruf und Situation zu Situation anders ausgelegt wurde.

Auf der Internationalen Meridiankonferenz von 1884 kamen deswegen 25 Länder zusammen und entschieden, den Greenwich-Meridian als offiziellen Nullmeridian festzulegen. Offiziell stimmten nur 24 Länder ab, denn Frankreich war erbost, weil man weder den Pariser Meridian noch den Ferro-Meridian anerkennen wollte und enthielt sich. Ausschlaggebend für den Greenwich-Meridian war dessen prominente Verwendung in der Schifffahrt.

Der Greenwich Meridian verläuft durch die Sternwarte in Greenwich. Die Greenwich Mean Time (GMT) war dabei von 1884 bis 1928 die offizielle Weltzeit, bis sie 1972 von der koordinierten Weltzeit (UTC) abgelöst wurde. Dennoch verwenden Uhren und elektronische Geräte bis heute noch bei der Einstellung der Stunden die GMT-Zeit als Standardzeit.



GMT-Uhren: Die erste Generation


Die meisten GMT-Uhren der früheren Generation, wie zum Beispiel die Rolex GMT-Master Ref. 16700, Ref. 1675 oder Ref. 16750, verfügen über zwei Zeitzonen. Diese werden über einen zweiten Zeiger eingestellt, der als GMT-Zeiger oder 24-Stunden-Zeiger bezeichnet wird. Dafür dreht man die 24-Stunden-Lünette so lange, bis man auf dieser mit dem GMT-Zeiger die zweite Zeitzone ablesen kann.


Rolex GMT-Master 16700 Uhr mit schwarz-roter Lünette
ROLEX GMT-MASTER 16700


Um leichter zwischen Tag (AM) und Nacht (PM) unterscheiden zu können, entstanden die zweifarbigen Lünetten. Diese sind aufgrund ihrer charakteristischen Farbgebungen unter Spitznamen wie „Pepsi“ und „Coke“ bekannt geworden und sind im Sortiment vieler Uhrenhersteller zu finden. Die Limitierung der frühen GMT-Modelle: Der GMT-Zeiger ist fest mit dem Stundenzeiger verbunden. Man kann daher nur zwei Zeitzonen einstellen und ablesen.



GMT-Uhren: Die zweite Generation


Eine große Erleichterung beim Einstellen einer Uhr mit GMT-Funktion bot die zweite Generation von GMT-Uhren, bei denen der GMT-Zeiger vom Stundenzeiger gelöst wurde und nun beide unabhängig voneinander eingestellt werden konnten. Dies erlaubte mehr Flexibilität und eine bequemere Bedienung und macht diese Art der GMT-Uhren bis heute zum beliebtesten Modell für Vielflieger. Es gibt jedoch selbst in dieser Entwicklung kleine technische Unterschiede.

Bei der 1983 lancierten Rolex GMT-Master II mit dem Kaliber 3085, wie zum Beispiel bei der Ref. 16710, wird der Minutenzeiger zusammen mit dem GMT-Zeiger eingestellt. Der lokale Stundenzeiger kann danach eingestellt werden. Diese Technik wurde unter anderem auch von Omega mit dem Kaliber 1128, beispielsweise bei der Seamaster 300M GMT, kopiert. Ein anderer Ansatz war es, den GMT-Zeiger komplett unabhängig von Minuten- und Stundenzeiger einzustellen. Dies kam zum Beispiel bei Hamilton Jazzmaster Uhren der früheren Generation zum Einsatz, die auf dem ETA 2893-2 GMT Kaliber basieren.



Der Trick mit der dritten Zeitzone


Wenn Ihre GMT-Uhr eine drehbare 24-Stunden-Lünette hat, können Sie über diese sogar eine dritte Zeitzone anzeigen. Ursprünglich war diese als Orientierungshilfe für den GMT-Zeiger gedacht. Mit etwas Übung gewöhnt man sich jedoch schnell daran, diesen auch ohne die Lünette zu lesen. Sobald Sie dies beherrschen, können Sie die Lünette bewegen, um mit ihr eine dritte Zeitzone anzugeben.

Dies lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären:

Gehen wir davon aus, dass Sie sich in Berlin (Deutschland) befinden und die Ortszeit – also Ihre jetzige Zeit – auf 10:30 Uhr (AM) gestellt haben. Als Referenzzeit wollen Sie die Uhrzeit in New York wissen. Sie stellen den GMT-Zeiger deswegen sechs Stunden vor auf 04:30 Uhr (AM). Die Lünette befindet sich dabei auf der Nullposition, also mit dem Dreieck auf 12 Uhr. Wenn Sie nun eine dritte Zeitzone anzeigen wollen, müssen Sie den Unterschied zwischen Ihrer Ortszeit und der zweiten Referenzzeit berechnen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz intuitiv. Sagen wir, Sie wollen einen Anruf nach London tätigen. Die Zeit in London liegt eine Stunde hinter der Zeit in Berlin, weswegen Sie die Lünette nun einmal nach links, also entgegen des Uhrzeigersinns drehen. Nun können Sie über den Stunden- und Minutenzeiger die Zeit ablesen. Diese liegt bei 09:30 Uhr (AM).


Rolex GMT-Master II 126711CHNR Uhr mit schwarz-brauner Keramik-Lünette am Handgelenk eines Mannes
ROLEX GMT-MASTER II 126711CHNR



Vorteile von GMT-Uhren



  • GMT-Uhren bieten dem Träger im Gegensatz zu manch anderen Zusatzfunktionen einen echten Mehrwert und erleichtern den Alltag.
  • Heute Berlin, morgen New York und übermorgen Tokyo? Eine GMT-Uhr ist der ideale Begleiter für Vielreisende, um stets den Überblick und die Orientierung in verschiedenen Zeitzonen zu behalten.
  • Eine GMT-Uhr mit 24-Stunden-Skala hilft Ihnen dabei, zwischen Tag und Nacht (AM oder PM) in einer anderen Zeitzone zu unterscheiden.
  • GMT-Uhren sind aufgrund der in vielen Farben verfügbaren Lünetten ein echter Hingucker und stylisches Accessoire.
  • Ein zusätzliches Plus: GMT-Uhren lassen sich auch als Kompass verwenden.
  • Wenn Sie eine GMT-Uhr erwerben möchten, können Sie aus einer großen Auswahl an Modellen wählen. Von sehr schlichten bis hin zu komplexen Zifferblättern ist für jeden Geschmack die passende Uhr dabei.


Die beliebtesten GMT-Modelle


Rolex GMT-Master II 116710LN

Der Klassiker der Rolex GMT-Master II Kollektion ist die Ref. 116710LN mit der einfarbigen schwarzen Lünette. Der 2005 eingeführte SuperCase gibt den Modellen mehr Volumen und die klassisch in schwarz gehaltene Lünette macht die Referenz zum perfekten Alltagsbegleiter, der mit Understatement zu bestechen weiß.


Omega Seamaster Planet Ocean 600M GMT

Auch Omega hat in seiner Seamaster Kollektion eine wunderschöne GMT-Uhr untergebracht – mit auffälligen orangefarbenen Akzenten und einem Zifferblatt, das mit seinem kräftigen Blau an die Tiefen des Ozeans erinnert. Im Inneren der Omega Planet Ocean 600M GMT mit der Ref. 232.30.44.22.03.001 schlägt das vom Omega gefertigte Kaliber 8605 mit Co-Axial Hemmung.


Breitling Avenger II GMT

Auch Breitling bietet mit der Avenger II GMT eine eigene Kollektion von GMT-Uhren, die durch die markanten Reiter und satinierten Edelstahl-Lünetten bestechen. Die farblichen Akzente sind bei der klassisch-eleganten Ref. A3239011.C35.107A auf den roten GMT-Zeiger beschränkt, was die Lesbarkeit des Zifferblattes deutlich erleichtert.


Panerai Luminor GMT

Mit der Luminor GMT schenkt die italienische Luxusmarke Panerai einer seiner bekanntesten Serien eine zweite Zeitzone auf 9 Uhr. Der maskuline und gleichzeitig elegante Charakter von Panerai sowie der weltbekannte Kronenschutz bleiben auch bei den GMT-Modellen erhalten.



Drei Alternativen zu GMT-Uhren


Dual Time-Uhren

Wenn Ihnen eine GMT-Uhr etwas zu sportlich ist oder Sie eine klare Trennung der Zeitzonen-Anzeigen bevorzugen, können Sie auch eine Dual Time-Uhr wie die Audemars Piguet Royal Oak Dual Time in Betracht ziehen. Diese besitzt keine Lünette, sondern einen separaten Totalisator, der eine zweite Zeitzone über einen zweiten Stundenzeiger anzeigt. Dual Time-Uhren wissen besonders mit ihrer Raffiniertheit und Übersichtlichkeit zu überzeugen. Anders als bei den neuen GMT-Modellen kann man bei einer Dual Time aufgrund der fehlenden Lünette allerdings keine dritte Zeitzone hinzuschalten und hat somit nur zwei Uhrzeiten im Blick.


Audemars Piguet Dual Time 25685BA Uhr mit gelbgoldenem Gehäuse und schwarzem Lederarmband
AUDEMARS PIGUET DUAL TIME 25685BA


World Time-Uhren

1930 von Louis Cottier entwickelt, gehören Weltzeit-Uhren, wie zum Beispiel die Frederique Constant Worldtimer, heute zu den Standards der Haute Horlogerie. Das Zifferblatt sieht dabei auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aus, ist aber sehr einfach abzulesen. Es gibt eine innere Lünette, die die Zeitzonen der 24 Weltstädte zeigt. Eine Ebene weiter innen liegt eine 24-Stunden-Lünette. Zum Ablesen der Uhr synchronisieren Sie die Lünette mit der Zeitzone und die 24-Stunden-Lünette so, dass sie mit Ihrer Ortszeit übereinstimmt. Wenn nun Zeit vergeht, beginnt die 24-Stunden-Lünette zu rotieren. Die verschiedenen Zeitzonen können Sie dann direkt am Zifferblatt ablesen.


Frederique Constant Worldtimer FC-718WM4H6 Weltzeit-Uhr mit Stahlgehäuse und Lederarmband
FREDERIQUE CONSTANT WORLDTIMER FC-718WM4H6


GPS-Uhren

Eine weitere Alternative zu GMT-Uhren sind GPS-Uhren wie die Seiko Astron GPS Solar. Diese werden meistens durch ein Quarzwerk angetrieben, können sich aber dank moderner Technik mit Satelliten verbinden und automatisch auf die aktuelle Zeitzone umstellen. Wer also davor zurückschreckt, seine GMT-Uhr selbst einstellen zu müssen oder dies als zu umständlich empfindet, ist mit der sich selbst synchronisierenden Astron GPS Solar sehr gut bedient.


Schwarze Seiko Astron GPS Solar SBXA009 Uhr
SEIKO ASTRON GPS SOLAR SBXA009