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Von einem Koch wissen wir, dass er Messer zum Kochen benutzt. Ein Schreiner hantiert hingegen mit Hobeln. Auch können wir uns vorstellen, dass Werkzeuge und Arbeitsschritte immer feiner werden müssen, wenn auch die zu bearbeitenden Objekte zarter und kleiner werden. In Luxusuhren finden sich zahlreiche besonders filigrane Bauteile, von denen einige sogar dünner als ein Haar sind. Um diese und auch äußere Bestandteile bei einer Uhr zu bearbeiten, bedarf es einiger spezieller Uhrmacher- und Polierwerkzeuge.



Arbeitsprozesse und Werkzeuge eines Uhrmachers


Eine der Besonderheiten von Watchmaster ist, dass Sie bei uns gebrauchte Luxusuhren erwerben können, die in der hauseigenen Meisterwerkstatt von erfahrenen Uhrmachern und Uhrmacherinnen aufbereitet wurden. Das heißt nicht, dass die Uhren bei Watchmaster einfach nur bearbeitet werden, sondern mit handwerklichem Geschick und viel Liebe zum Detail wieder ihren Originalzustand erhalten. Wir führen Sie in diesem Artikel in den Alltag der Uhrmacher und Polierer unserer Watchmaster Meisterwerkstatt und zeigen Ihnen, mit welchem Aufwand und Werkzeug eine gebrauchte Luxusuhr wieder in einen erstklassigen Zustand gebracht wird.


Uhrmacher beim Öffnen eines Uhrengehäuses
GEHÄUSEINSPEKTION


Ein erster Blick ins Innere der Uhr

Zu Beginn gilt die Aufmerksamkeit dem Gehäuse und dem darin befindlichen Uhrwerk. Nachdem das Gehäuse vom Armband gelöst wurde, wird die Uhr zunächst einigen Prüfungen unterzogen. Das Gehäuse wird ein erstes Mal geöffnet und der Uhrmacher prüft die Uhr nach der ersten Sichtung nun erneut auf ihre Authentizität. Dabei kommt ein Gehäuseöffner mit speziellen Einsätzen für die unterschiedlichen Modelle oder ein kleiner Gummiball zum Einsatz, die den Gehäuseboden lösen. Neben diesen Geräten finden auch zwei weitere wichtige Werkzeuge Verwendung: die Augen und der geschulte Blick des Uhrmachers.


Prüfung der Dichtigkeit und Ganggenauigkeit

Anschließend wird eine Dichtigkeitsprüfung vorgenommen, bei der getestet wird, ob das Modell die Angaben zu seiner Wasserdichtigkeit noch erfüllt. Die zweite Messung wird auf der Zeitwaage vollzogen. Dort werden die Schläge des Uhrwerks mithilfe eines Körperschallmikrofons aufgenommen. Da die Belastung des Uhrwerks je nach Lage der Uhr unterschiedlich ist, führt man den Test in sechs verschiedenen Lagen durch, wie zum Beispiel in Flachlage mit nach oben gerichtetem Zifferblatt oder in Kronlage mit nach unten gerichteter Krone durch. So wird eine mögliche Gangabweichung errechnet. Nur mit den präzisesten Messgeräten können verlässliche Werte ermittelt werden, die der Uhrmacher benötigt, um den Zeitmesser optimal aufbereiten zu können. Die besten und exklusivsten Messgeräte werden von der Schweizer Firma Witschi hergestellt und bei Watchmaster verwendet. Bereits nach diesen ersten Tests können die erfahrenen Uhrmachermeister abschätzen, welche Arbeiten an der Uhr vorgenommen werden müssen.


Dichtigkeitsprüfung einer Rolex Uhr in einem Witschi Messgerät
DICHTIGKEITSPRÜFUNG


Uhrmacher: Der Beruf der tausend Werkzeuge

Nach den Messungen wird die Uhr erneut geöffnet, um nun etwaige Fehler zu beheben, die den Gang des Uhrwerks einschränken. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Ablagerungen oder Verschleißerscheinungen, die die Reibung im Uhrwerk erhöhen und so seinen Gang stören. Diese Fehler sind insbesondere bei der Hemmung dafür verantwortlich, dass die Uhr schwächelt. An der Hemmung hat die Feder bereits viel Kraft abgegeben, weshalb sie durch kleinste Unebenheiten schon zum Stehen oder Nachgehen gebracht werden. Die gängigen Arbeitsschritte und dazugehörigen Maschinen und Werkzeuge eines Uhrmachers lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Öffnen der Uhr und Ausschalen des Uhrwerkes (Schraubendreher)
  • Entfernen der Zeiger und des Zifferblattes, um an das Uhrwerk heranzukommen (Zeigerabheber)
  • Zerlegen des Uhrwerkes und visuelle Inspektion aller Teile (Schraubendreher)
  • Waschen des Uhrwerkes (Waschmaschine), Zusammenbau (Schraubendreher) und Ölen des Uhrwerkes (Ölgeber)
  • Einschalen und Regulieren des Uhrwerkes (Regulierschlüssel)

Schaut man sich an den Arbeitsplätzen der Uhrmacher um, dann entdeckt man sofort die zahlreichen Arbeitsmittel: Schraubendreher, Döschen mit Ölen, Pinzetten (im Uhrmacher-Jargon als Kornzangen bezeichnet), Gestelle und Lupen. Die edelsten Uhrmacherwerkzeuge werden dabei von Bergeon hergestellt. „Uhrmacher ist der Beruf der tausend Werkzeuge“, sagt man auch über diese Tätigkeit. Wenn man sich ansieht, in wie vielen unterschiedlichen Größen und Feinheiten Schraubendreher vorhanden sind, hegt man daran keinen Zweifel. Ein interessantes Detail ist übrigens, dass die Schraubendreher schlitzförmig sind, denn in Luxusuhren werden fast keine Kreuzschrauben verbaut. Eine gute Möglichkeit, um schnell eine gefälschte Uhr erkennen zu können, ist ein schneller Blick auf den Gehäuseboden. Kreuzschrauben können hier auf eine Fälschung hinweisen.


Uhrmacherwerkzeuge in einer schwarzen Kiste
UHRMACHERWERKZEUGE


Ob wirklich alle dieser zahlreichen Werkzeuge benötigt werden, hängt ganz von den Uhrmachern und ihren Gewohnheiten ab. Jeder entwickelt mit der Zeit seine ganz eigene Art des Revisionierens, indem er seine persönliche Erfahrung einbringt. Natürlich gibt es immer wieder Spezialfälle, bei denen dann besonderes Werkzeug zum Einsatz kommt. Während sich die Uhrmacher an die Perfektionierung des Uhrwerks machen, wandern die Einzelteile des Uhrengehäuses und Armbands weiter zu den Polierern und Poliererinnen.



Der letzte Schliff der Uhr


Weiter geht es mit dem Schleif- und Poliervorgang der äußeren Bestandteile einer Uhr. Den Arbeitsplatz beherrschen hier große, kastenförmige Poliermaschinen, in die verschiedene Scheiben eingehangen werden, mit denen dann an den Gehäusen und Armbändern gearbeitet wird. Für viele mag „Schleifen“ nach einem großen Eingriff klingen, jedoch ist das Ziel dieser Arbeitsschritte, die gebrauchte Uhr wieder möglichst in ihren Originalzustand zu bringen. Jedes Uhrenmodell bringt dabei verschiedene Anforderungen an die Polierer mit sich.


Die verschiedenen Oberflächen von Luxusuhren

Um zu verstehen, warum das Schleifen und Polieren eine ganz eigene Herausforderung ist, muss man wissen, dass Uhren ganz unterschiedlich gestaltete Oberflächen haben können. Am besten lässt sich das an einem konkreten Beispiel erklären. Den meisten dürfte das Oyster-Armband von Rolex bekannt sein. Das dreireihige Metallarmband besteht aus polierten inneren und satinierten äußeren Elementen. Bei den satinierten Elementen erkennt man den sogenannten Strich oder die Richtung des Schliffs. Diese gilt es bei der Aufbereitung beizubehalten.

Ob eine Uhr bereits revisioniert wurde und wie gut dabei gearbeitet wurde, erkennt man insbesondere an den Übergängen zu den polierten Bestandteilen. Bei einem neuen Armband sind die Kanten zwischen den Gliedern noch klar und voneinander abgetrennt. Bevor ein Einzelteil allerdings mit einer Schleif- oder Polierscheibe in Kontakt kommt, entscheidet der Polierer, was überhaupt geschliffen oder poliert werden muss und kann. Tiefe Kerben lassen sich zum Beispiel nicht wegschleifen, denn dafür müsste zu viel Material abgetragen werden. Man kann auch nicht einfach mit ein und derselben Polierscheibe über alle Teile der Uhr gehen kann. Den Anfang machen meist gröbere Schleifscheiben, die aus Gummi gefertigt sind, in das Korunden eingelassen wurden. Korund ist ein Mineral, dass aufgrund seiner Härte und Abriebfestigkeit in der Industrie ein bevorzugtes Schleifmittel ist. Diese härteren Partikel sorgen für den Schliff auf den stahlharten Oberflächen.


Schleifen eines Uhrengehäuses aus Stahl, um Gebrauchsspuren zu beseitigen
SCHLEIFPROZESS


Was alles zum Polieren gehört

Nachdem gröbere Gebrauchsspuren durch das Schleifen beseitigt wurden, wird die aufgeraute Oberfläche nun mit weicheren Polierscheiben bearbeitet. Die Polierscheibe besteht anders als die Schleifscheiben nicht aus Gummi oder Filz, sondern aus einer Vielzahl hauchdünner Lappen. Diese Polierscheibe wird allerdings nur im Zusammenhang mit bestimmten Polierpasten verwendet. Diese bestehen aus verschiedenen Poliermineralien und einem Träger, der die Verbindung zwischen dem Poliermittel und der Polierscheibe herstellt. Auch hier wird zwischen Pasten für gröbere bis feinere Polituren unterschieden.


Politur der blauen Lünette einer Rolex Submariner 116613LB
POLIERPROZESS


Der Charakter einer Uhr wird durch ihre Form und Beschaffenheit bestimmt. Deswegen ist es unabdingbar, beim Schleifen und Polieren darauf einzugehen. Wo hat das Gehäuse bestimmte Kanten und wie sehen diese im Originalzustand aus? Wie sind Übergänge gestaltet? Wo gibt es satinierte und wo polierte Flächen? All dies müssen Polierer abwägen können und bei ihren Arbeitsschritten im Blick behalten, damit die Luxusuhr aus zweiter Hand ihr bestmögliches Finish erhält und wieder in neuem Glanz erstrahlt.



Abschließende Qualitätskontrolle aller Uhren


Bei Watchmaster durchläuft eine Luxusuhr in der Uhrmacherwerkstatt zum Schluss noch einmal eine finale Qualitätskontrolle, um sicherzustellen, dass alles seinen gewohnten Gang geht. Dafür wird jede Uhr ein weiteres Mal auf Herz und Nieren geprüft und die Dichtigkeit und Ganggenauigkeit abschließend mit dem Watchmaster Zertifikat und einer zweijährigen Garantie bescheinigt.