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Hin und wieder genießen wir es, uns ein wenig zu gruseln – und zwar insbesondere dann, wenn uns der Herbst erreicht hat und Halloween vor der Tür steht. Wir schauen Horrorfilme im Kino, hören Crime-Podcasts und stellen unseren Mut in Geisterbahnen und Dungeons auf die Probe. Doch leider sind die Verbrecher und ihre Taten manchmal alles andere als reine Fiktion. Anlässlich des 31. Oktobers haben wir daher ein Halloween-Special für Sie vorbereitet, das die Uhren der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte in den Mittelpunkt rückt.



Die größten Verbrecher der Welt und ihre Uhren


Zuvor haben wir Ihnen bereits die Uhren berühmter Film-Bösewichte vorgestellt – und zugegeben, wir waren froh, dass es sich bei ihnen um fiktive Charaktere handelt und sie uns nur auf der Leinwand einen Schauer über den Rücken jagen. Doch anlässlich der gruseligsten Nacht des Jahres möchten wir uns dieses Mal mit realen Verbrechern und ihren Zeitmessern befassen. Wie Sie wissen, geht mit großer Macht zwar meist auch eine große Verantwortung einher, viel Geld ist allerdings nicht immer gleichbedeutend mit gutem Geschmack – oder etwa doch? Sehen Sie selbst, welche Uhren an den Handgelenken der größten Verbrecher aller Zeiten thronten.


Die Iced Out Rolex eines Drogenbarons

Er war der größte Drogenbaron seiner Zeit, 30 Milliarden US-Dollar schwer und bekannt für seine gnadenlosen Verbrechen. Pablo Escobar, auch bekannt als El Patrón, wurde zum Sinnbild für Kokain und internationalen Drogenhandel. Als der reichste Kriminelle der bisherigen Weltgeschichte entsprechen seine damaligen 30 Milliarden US-Dollar heute einem Wert von etwa 59 Milliarden US-Dollar. Dieses Vermögen ermöglichte ihm ein Leben in dekadentem Überfluss: atemberaubende Villen, eine Autosammlung, die an ein Museum erinnert, mit Diamanten besetzte Pistolen, ein privater Zoo, Flugzeuge, Helikopter und selbstverständlich exklusive Uhren.

Insbesondere eine der Uhren von Escobar ist in Erinnerung geblieben. Seine komplett mit Diamanten besetzte Rolex Day-Date wurde 2013 auf einer Auktion im kolumbianischen Bogotá für gerade einmal 8.500 US-Dollar versteigert. Das entspricht laut aktuellem Wechselkurs etwa 7.290 €. Ein wahres Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die aus massivem Gelbgold bestehende und mit hunderten Diamanten verzierte Iced Out Rolex des Drogenbarons auf etwa 70.000 US-Dollar geschätzt wurde. Ob der Vorbesitzer bei der Versteigerung etwas abschreckend gewirkt hat? Der neue Besitzer der Escobar Rolex wollte jedenfalls anonym bleiben und ließ verlauten, dass man ja nie wisse, wer einen irgendwann vielleicht ausfindig machen und einen fragen würde, ob er seine Sachen zurück haben könne. Des Weiteren plane der neue Besitzer, die einstige Verbrecher-Uhr und weiteren ersteigerten Goldschmuck einschmelzen zu lassen. Ihm gefalle nicht, woher diese Gegenstände kämen, und er wolle deshalb lediglich das Material der ersteigerten Dinge als Investment betrachten.


Gelbgoldene Rolex Day-Date 1803 Uhr mit schwarzem Zifferblatt neben Whiskeyglas auf hellem Marmor
ROLEX DAY-DATE 1803


Falls Sie jedoch Gefallen an der Uhr von Pablo Escobar finden, dann sollten Sie einen Blick auf diese Rolex Day-Date (Ref. 1803) aus zweiter Hand werfen. Besagtes Modell ist ebenfalls in Gelbgold gehalten und wurde nachträglich von einem Juwelier mit Diamanten besetzt – zwar mit nicht ganz so vielen wie Escobars Rolex, aber dennoch genügend, um ebenfalls ins Auge zu stechen. Für 18.150 € können Sie stiltechnisch in die Fußstapfen Escobars, einem der größten Verbrecher der Geschichte, treten.


Amerikanische Gangster mit Stil

Al Capone und seine Rolex Prince

Den Film-Gangster Tony Soprano und seine Rolex Day-Date aus Gelbgold haben wir bereits unter die Lupe genommen, als es um fiktive Verbrecher ging. Im wahren Leben scheinen amerikanische Mafia-Paten allerdings etwas weniger von offensichtlichem Prunk am Handgelenk zu halten. Werfen wir deshalb einmal einen Blick auf den wohl berüchtigtsten Verbrecher Amerikas, den Mafia-Boss Al Capone, der auch als „Scarface“ bekannt war. Die Gallionsfigur der amerikanischen Mafia bot bereits Vorlage für zahlreiche Filme, Videospiele und Bücher. Mit Hut, Mantel, Maschinenpistole in der Hand und Zigarre im Mundwinkel steht Capone für ein sehr dunkles Kapitel der Stadt Chicago in den 1920er und 30er Jahren. Sein Handgelenk zierte allerdings ein Uhrenmodell, das man nicht unbedingt als erstes erwartet hätte. Gut, eine Rolex hätte man kommen sehen können – aber eine Rolex Prince? Der elegante Zeitmesser am Handgelenk von Al Capone im Art déco-Design kommt mit rechteckigem Gehäuse aus Gelbgold und kleiner Sekunde an einem Lederarmband. Capones Rolex wirkt aus heutiger Sicht ziemlich zurückhaltend, wird aber an der damaligen Zeit gemessen eine ähnliche Ausstrahlung gehabt haben wie heute ein Full-Pavé Modell. Als eines der ersten Chronometer-zertifizierten Modelle der Marke stand die Rolex Prince von Al Capone damals schon für die ausgesprochen hohe Präzision und Qualität des Unternehmens. Am Handgelenk des Top-Gangsters wurde die Rolex Prince zu einem echten Statussymbol aus dem Hause Rolex, das für Stil und Luxus stand.

Die Piaget von John Gotti

Ein späterer Mafia-Pate, der New Yorker Gangster-Boss John Gotti, setzte noch etwas weniger auf Zurückhaltung. Es mag zwar der Zeit geschuldet sein, in der Al Capone seine Rolex Uhr trug, doch neben der Piaget von John Gotti verblasst diese doch schon sehr. Bei John Gottis Piaget handelt es sich um eine Piaget Ultra-Thin mit der Referenz 9765 mit einer Diamanten besetzten Lünette, einem Gehäuse aus Weißgold und einem ebenso aus Weißgold bestehenden Armband. Nicht nur mit seinem Zeitmesser, sondern auch mit seinem Kleidungsstil an sich zeigte der Mann, der auch unter dem Spitznamen „Dapper Don“, also der adrette Don, bekannt war, seinen Sinn für Stil und Mode. Dieselbe Uhr trug Breitling Markenbotschafter John Travolta übrigens auch bei den Dreharbeiten zum Film „Gotti“. Der Sohn des Mafia-Paten lieh Travolta die Piaget Uhr seines Vaters, um sich für den Film in die Rolle des John Gotti hineinfinden zu können.


Britisches Verbrecher-Duo mit einer Vorliebe für Gold

Bekannt durch Tom Hardys Paraderolle im Film „Legend“ folgen in unserer Liste der berüchtigsten Verbrecher aller Zeiten als nächstes die Zwillinge Ronald und Reginald Kray. Mit ihrer Gang „The Firm“ regierten sie das Londoner East End während der 1950er und 60er Jahre mit eiserner Hand. Zwischen Morden, psychotischen Wutausbrüchen und fiesen Tricks gelang es den beiden ehemaligen Amateurboxern, eine Monopolstellung aufzubauen. In ihren Lokalen konnten sie sogar Politiker und Prominente begrüßen. All das wäre ohne ihre Verbrechen und das gnadenlose Vorgehen mit Sicherheit nicht möglich gewesen. So konnten die Kray-Zwillinge einen durchaus luxuriösen Lebensstil pflegen, zu dem selbstverständlich auch die passenden Armbanduhren gehörten. So waren gleich mehrere Uhren Teil der Memorabilia der Krays. Reginalds Vorliebe für goldene Armbanduhren führte so weit, dass er regelmäßig verschiedene Uhren aus massivem Gelbgold trug, darunter Modelle von Rotary und eines von Omega, das im Film „Legend“ auch auf der Leinwand zu sehen ist. Die Omega Uhr glänzt mit einem feinmaschigen Armband und einem champagnerfarbenen Zifferblatt, das von einer Diamanten besetzten Lünette umrahmt wird. Auch Zwillingsbruder Ronnie trug goldene Uhren. Zu seinem Nachlass gehörte unter anderem ein Modell von Longines, eine goldene Uhr von Waltham und eine billige Stahluhr im Stil einer Datejust (Ref. 16233). Reginald Krays Omega wurde nach Ende der Dreharbeiten übrigens für rund 10.000 Britische Pfund versteigert.


Rolex Datejust 16233 Bicolor-Uhr in schwarzer Marmorschale neben Whiskeyglas
ROLEX DATEJUST 16233


Eine Uhr für das Böse

Denkt man an den Inbegriff des Bösen und versucht diesem einen Namen zu geben, dann wird oft eine bestimmte Person genannt: Adolf Hitler. Dieser steht sinnbildlich für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Mit seiner fanatischen Vision eines „Tausendjährigen Reichs“ legitimierte er Genozid und Massenmord. Etwa 6 Millionen Juden fielen dem Holocaust vor nicht einmal 100 Jahren zum Opfer und machen Hitler zum wohl größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte. Am 6. März 1934 wurde ihm eine besonders präzise Taschenuhr überreicht, die unter Anleitung des Feinuhrmachers Alfred Helwig von Schülern der deutschen Uhrmacherschule angefertigt wurde.

Hitlers Taschenuhr besaß im Inneren ein halbfliegendes Ankertourbillon, zwei Federhäuser, eine Kompensationsunruh und ein Gold-Ankerrad mit Diamantdeckstein. Wo sich diese Uhr befindet und ob sie überhaupt noch existiert, ist nicht bekannt. Die Hitler-Uhr, auch als Hitler-Tourbillon bezeichnet, gilt bis heute als verschollen. Mit Hitlers Armbanduhr verhält es sich ähnlich. Die einen behaupten, ein Modell von Jaeger-LeCoultre auf Fotos des Diktators auszumachen, andere erkennen ein Modell von A. Lange & Söhne. Genaueres weiß man allerdings nicht, da auch diese Uhr bis heute verschwunden bleibt.

Ein paar Uhren des Dritten Reichs sind uns allerdings sehr wohl bekannt. Neben der Longines von Oskar Schindler ist auch die Uhr von Eva Braun, Hitlers Lebensgefährtin, noch gut erhalten. Braun bekam von Hitler zu ihrem 27. Geburtstag ein mit Diamanten besetztes Modell der Marke ESZEHA geschenkt, auf dessen Rückseite die Gravur „Zum 6.2.1939 herzlichst A. Hitler“ prangt. ESZEHA war eine deutsche von Karl Scheufele gegründete Marke, der unter anderem die bis heute bestehende Marke Chopard etablierte. Bei Brauns Uhr handelt es sich um eine elegante, kleine Damenuhr ungeklärter Herkunft mit weißem Zifferblatt und arabischen Indizes. Bis heute befindet sich die Brillantuhr von Eva Braun in einem Depot der Münchner Museen, da vermutet wird, dass es sich bei diesem Zeitmesser um Nazi-Raubgut handeln könne.


Mit Diamanten besetzte ESZEHA Damenuhr mit weißem Zifferblatt von Eva Braun
ESZEHA Uhr von Eva Braun (Photo: welt.de)


Wie eine Rolex Uhr einen Verbrecher überführte

Um Sie nicht mit einem all zu unbehaglichen Gefühl zurückzulassen, möchten wir zum Abschluss die Geschichte mit Ihnen teilen, wie eine Rolex Uhr dabei half, einen Mord aufzuklären und einen international gesuchten Verbrecher zu stellen.

Albert Johnson Walker, besser bekannt als der Rolex Killer, war ein Wirtschaftsverbrecher und Hochstapler aus Kanada. Nachdem er durch Betrug zu mehreren Millionen Dollar gekommen war, floh er 1990 mit seiner Tochter nach England und baute sich unter dem Pseudonym David W. Davis ein neues Leben auf. Der Salonlöwe Walker war in der Lage, schnell Kontakte zu knüpfen und sich in höheren Kreisen zurechtzufinden. Unter dem Namen Davis gründete Walker mit einem Bekannten, einem gewissen Ronald Joseph Platt, ein Unternehmen für TV-Reparaturen.

Platt erfüllte sich nach langem Hin und Her schließlich seinen Lebenstraum und zog mit seiner Frau nach Kanada. Seinen Führerschein, seine Geburtsurkunde und einen Unterschriftsstempel ließ er auf Bitten von Walker „für das Geschäft“ zurück. Dieser nahm daraufhin jedoch Platts Identität an und führte dessen Leben in England weiter. In der Zwischenzeit mussten Platt und seine Frau allerdings feststellen, dass das Leben in Kanada nicht ihren Vorstellungen entsprach und die Familie beinahe in den Ruin trieb, weshalb das Ehepaar 1995 kurzerhand wieder zurück nach England zog. Walker stand nun vor dem Problem, dass es zwei Ronald Joseph Platts in England gab. Daher beschloss er, dieses Problem endgültig aus der Welt zu schaffen. Bei einem Angelausflug am 20. Juli 1996 ermordete Walker seinen Freund, dessen Identität er gestohlen hatte, und warf ihn über Bord. Der Mord schien perfekt und alles lief so, wie Walker es geplant hatte – zumindest bis die Leiche von Platt zwei Wochen später von Fischern gefunden wurde. Aufgrund des hohen Verwesungsgrades konnte diese allerdings nicht mehr identifiziert werden, was die Polizei zunächst vor ein Rätsel stellte.


Rolex Oyster Perpetual Date 115200 Uhr mit silbernem Zifferblatt und Datumsfenster liegend auf hellgrauem Marmor
ROLEX OYSTER PERPETUAL DATE 115200


Schließlich war es Platts Armbanduhr, die den Fall aufklären sollte. Diese befand sich noch am Handgelenk des Opfers. Die Rolex von Platt verfügte über einen automatischen Aufzug mit einer Gangreserve von 48 Stunden und eine Datumsanzeige. Dies ermöglichte es der Polizei, den genauen Todeszeitpunkt von Platt festzustellen. Doch das war noch nicht alles, denn über die Seriennummer der Uhr konnte der Besitzer, ein gewisser Ronald Joseph Platt, ermittelt und die Leiche somit identifiziert werden. Auf diese Weise konnte Walker anhand der Rolex seines Opfers überführt und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden. Das für Gerechtigkeit sorgende Modell war eine Rolex Oyster Perpetual Date etwa wie die Referenz 15000 oder 115200.