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Wissen Sie, wie Sie die Zeit Ihrer Automatikuhr einstellen? Für manche mag dies vielleicht banal erscheinen, aber Sie würden sich wundern, wie viele automatische Werke schon kaputt gegangen sind, weil der oder die TrägerIn nicht wusste, wie man die Uhr richtig einstellt. Dies gilt nicht nur für Automatikuhren, sondern auch für Uhren mit Handaufzug: Beim Einstellen der Uhr ist größte Vorsicht geboten! Sobald Sie an der Uhrenkrone drehen, sollten Sie extrem vorsichtig sein und behutsam vorgehen, um nichts kaputt zu machen. Die Krone stellt nämlich die direkte Verbindung zum Uhrwerk dar.

Bei Taucheruhren müssen Sie die Krone zuerst aufschrauben und nach dem Einstellen unbedingt wieder einschrauben, damit die Wasserdichte der Uhr wieder gewährleistet ist.



Gefahrenzone Datumsgrenze


Da ein Tag 24 Stunden hat, eine Uhr allerdings nur zwölf Stunden anzeigt, sollte beim Einstellen der Uhr der Zeitpunkt des Datumssprungs beachtet werden – damit das Datum nicht bereits mittags umspringt, obwohl dies erst um Mitternacht geschehen sollte. Der Zeitraum, in dem die Uhr auf den nächsten Tag umschaltet, liegt bei den meisten Uhren zwischen 22:00 Uhr und 02:00 Uhr. Die Hersteller müssen dem Uhrwerk dabei etwas Spielraum geben, damit es sich nicht abnutzt. Zur Sicherheit sollten Sie in die Bedienungsanleitung Ihrer Uhr nachschauen, um das genaue Zeitfenster zu kennen. Einige Hersteller wie Rolex haben mit Modellen wie der Datejust einen automatischen und augenblicklichen Datumswechsel um Mitternacht gemeistert.

Während der Datumsgrenze befindet sich das Uhrwerk bereits im Umschaltmodus und können bei einer Schnellschaltung beschädigt werden. Während Sie an der Krone drehen, werden Sie daher einen Widerstand spüren. Drehen Sie die Krone weiter, können Zahnräder beschädigt und ein erheblicher Schaden am Uhrwerk verursacht werden.



5 Schritte zum Einstellen Ihrer Uhr


Doch keine Sorge – mit diesen fünf einfachen Schritten bekommen Sie Ihre Uhr in den richtigen Takt:

  1. Stellen Sie die Uhr auf 5:00 Uhr oder 17:00 Uhr ein. Damit liegen Sie sicher außerhalb der Datumsgrenze und können das Datumsfenster immer einsehen.

  2. Stellen Sie nun das Datum auf den gestrigen Tag ein.

  3. Warten Sie, bis der Sekundenzeiger das Zifferblatt einmal umrundet hat, und ziehen Sie die Krone ganz heraus.

  4. Nutzen Sie jetzt die Zeiteinstellung, um die Uhrzeit über Mitternacht zu stellen und damit das Datum umzustellen. Sie haben nun das richtige Datum.

  5. Abschließend stellen Sie die richtige Uhrzeit ein, wobei Sie darauf achten müssen, bei Uhrzeiten ab 12 Uhr mittags den Stundenzeiger einmal über die 12 Uhr hinaus zu drehen. Ansonsten würde das Datum schon bei 12 Uhr Mittags umschalten.


Hinweise zum Einstellen einer Uhr mit ewigem Kalender

Auch wenn die Bezeichnung des ewigen Kalenders nur von jenen Uhrenmodellen geführt werden darf, die tatsächlich bis zum Jahr 2100 ohne zusätzliches Einstellen auskommen, kann es auch bei diesen Zeitmessern vorkommen, dass Sie einmal in der Situation sein werden, Ihre Uhr mit ewigem Kalender einstellen zu müssen. Dabei sind folgende Dinge zu beachten:

  1. Wie bei anderen Uhren mit Kalenderfunktion gilt folgendes auch bei Uhren mit ewigem Kalender: Unter keinen Umständen sollten Sie das Datum zwischen 23 und 1 Uhr nachts verstellen, da dies der Zeitraum für den zuvor bereits beschriebenen Datumssprung ist und das Werk innerhalb dieses Zeitfensters leicht beschädigt werden kann.

  2. Die idealste Zeit zum Einstellen Ihrer Uhr mit ewigem Kalender ist 6 Uhr.

  3. Das Datum darf auf keinen Fall rückwärts eingestellt werden, da der feine und hochkomplexe Mechanismus im Inneren der Uhr beschädigt werden kann.

Grundsätzlich ist ein Uhrenbeweger für Uhren mit ewigen Kalender sehr sinnvoll, um zu vermeiden, dass die Uhr stehen bleibt und gestellt werden muss. Jeder Tag, der seit dem Stehenbleiben der Uhr verstrichen ist, muss durch den Träger manuell nachgestellt werden.



Sie haben immer noch Probleme mit der Datumseinstellung?


Es könnte sein, dass Sie die Zeit falsch eingestellt haben. Gehen Sie die oben genannten Punkte noch einmal Schritt für Schritt durch. Sollten immer noch Probleme auftreten, empfiehlt es sich, einen professionellen Uhrmacher aufzusuchen. Spielen Sie auf keinen Fall weiter am Datumsmechanismus herum, da dies weitere Beschädigungen verursachen kann!



Spezialfälle beim Einstellen der Uhr


Wie bei so ziemlich allen Dingen im Leben gibt es auch bei der Einstellung der Uhr Sonderfälle, die zusätzlicher Erläuterungen bedürfen. Damit beim Einstellen von GMT-Uhren und Modellen mit einer Mondphasen-Komplikation keine Probleme auftreten, sollen diese beiden Spezialfälle nachfolgend noch einmal eingehender betrachtet werden.


Mondphasen-Uhren – Komplikation mit Komplikationen?

Insbesondere bei Uhren mit einer Mondphasen-Komplikation ist besondere Vorsicht geboten. Der Mechanismus ist noch komplexer als bei gewöhnlichen Uhren und bietet so gut wie keinen Spielraum. Drehen Sie zu weit oder gehen Sie zu grob mit dem Mechanismus um, ist der Schaden schnell angerichtet. Damit Sie keine Probleme beim Einstellen Ihrer Uhr mit Mondphase haben, befolgen Sie einfach die nachfolgenden Schritte. Je nach Modell können Sie die Mondphase entweder mit einem Drücker oder über die Krone einstellen. Orientieren Sie sich bei der Einstellung am Vollmond.


Einstellung der Mondphasenanzeige über einen Drücker:


  1. Stellen Sie mit dem Drücker Ihrer Uhr auf Vollmond um.

  2. Finden Sie nun über einen Mondkalender heraus, an welchem Tag der letzte Vollmond war.

  3. Berechnen Sie die Differenz zum heutigen Datum.

  4. Betätigen Sie den Drücker entsprechend der zuvor errechneten Anzahl. Die Mondanzeige ist nun richtig eingestellt.

Ein Beispiel: Der letzte Vollmond war am 16.07.2019 und Sie möchten Ihre Uhr am 06.08.2019 einstellen. Seit dem letzten Vollmond sind also 22 Tage vergangen. Betätigen Sie den Drücker 22 Mal, ist die Mondphase richtig eingestellt.


Einstellen der Mondphase bei einer Patek Philippe Complications Uhr
PATEK PHILIPPE COMPLICATIONS 5205G


Einstellung der Mondphasenanzeige über die Krone:


Bei der Krone hängt die Einstellung der Mondphase direkt mit dem Datum zusammen.

  1. Stellen Sie daher das Datum des letzten Vollmondes ein.

  2. Danach stellen Sie wieder das aktuelle Datum ein, womit die Mondphase nun korrekt ist.

Beachten Sie in jedem Fall die Bedienungsanleitung Ihrer Uhr, um die richtige Vorgehensweise herauszufinden.


GMT-Uhren – die Zeit(en) im Blick

Bei der GMT-Master II eine zweite Zeitzone sehen zu können, ist eine der nützlichsten Funktionen, die Luxusuhren Ihnen bieten können. Neben der allgemeinen Funktionsweise einer GMT-Uhr, sollten Sie auch wissen, wie man diese richtig einstellt.

Man unterscheidet bei einer GMT-Uhr zwischen Lokalzeit und Referenzzeit. Die Lokalzeit ist die Zeit vor Ort; die Referenzzeit ist die zweite Zeitzone, die sie einstellen möchten. Da sich bei der Einstellung der Referenzzeit der Stundenzeiger mitbewegt, müssen Sie diese vor der Lokalzeit einstellen.


Einstellung der Referenzzeit:


  1. Schrauben Sie die Krone auf und ziehen Sie diese bis zur Position 2 heraus.

  2. Achten Sie darauf, dass sich die Lünette auf der Grundposition befindet. Das Dreieck ist dabei auf die 12:00-Position gerichtet.

  3. Durch das Drehen der Krone können Sie nun die Referenzzeit einstellen. Die Stunden lesen Sie dabei von der Lünette, die Minuten ganz normal vom Zifferblatt ab.

Einstellung der Lokalzeit:


  1. Ziehen Sie die Krone bis zur Position 1 heraus.

  2. Die Lokalzeit stellen Sie ein, indem Sie die Krone in die entsprechende Richtung bewegen. Der Stundenzeiger bewegt sich dabei im 1-Stunden-Takt.

  3. Das Datum ist an die Lokalzeit gebunden und passt sich automatisch an, sobald der Stundenzeiger Mitternacht überschreitet.

  4. Vergessen Sie nach dem Einstellen der Zeit nicht, die Krone wieder fest zu verschrauben, um die Wasserdichtheit zu garantieren!


Einstellen einer Rolex GMT-Master II 16710 UhrROLEX GMT-MASTER II 16710