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Es gibt Uhrenmarken, über die man fast keine Informationen findet, und dann gibt es Rolex. Über Rolex wurde und wird so viel geschrieben, dass daraus fast schon wieder eine Art Desinformation wird. Für den Fall, dass Sie die zahlreichen Bestenlisten bisher immer nur überflogen haben und Ihnen etwas entgangen sein könnte, haben wir hier fünf Fakten über Rolex zusammengestellt, die Sie eventuell noch nicht kennen.



Kennen Sie schon diese Fakten über Rolex?


1. Eine Manufaktur namens Aegler

Es ist allgemein bekannt, dass Rolex nicht als Uhrenmanufaktur begann, sondern von Gründer Hans Wilsdorf als Importgeschäft für Schweizer Uhrwerke in London gegründet wurde. Als das Unternehmen dann nach Genf umgezogen war und mit der Produktion von Uhren unter dem Namen Rolex begann, ließ es sich weiterhin von verschiedenen spezialisierten Unternehmen beliefern. 

Einer dieser und gleichzeitig auch einer der wichtigsten Zulieferer war das Unternehmen Aegler. Gegründet wurde die Firma im Jahr 1878 von Jean Aegler und seiner Frau. Die Spezialisierung des Betriebs lag in der Fertigung von kleinen Damenuhren mit Ankerhemmung. Es gelang Aegler gegen Ende des 19. Jahrhunderts, ein 11-Linien-Ankerwerk zu konstruieren, das einen Durchmesser von nur 20 mm hatte. Dies sollte den Grundstein für die erfolgreiche Verbreitung der Armbanduhr legen und passte perfekt in Wilsdorfs Pläne, der es sich in den Kopf gesetzt hatte, die Armbanduhr für Männer zu etablieren. Dafür benötigte er allerdings Uhrwerke, die in die kleinere Gehäuse passten. Mit Aegler fand er ein Unternehmen, das zudem auch noch seinen hohen Anspruch an Präzision erfüllte. Allerdings veranlasste er, dass nicht der Name des Herstellers, sondern der seiner Marke, nämlich Rolex, auf den Uhrwerken eingeprägt wurde. Bereits 1914 lautete der Name der Firma dann auch Aegler SA, Rolex Watch Company.


2. Die Rolex, die ins Gefangenenlager geliefert wurde

Neben Paul Newman’s Daytona ist die Rolex Explorer II (Ref. 1655) als „Steve McQueen“ bekannt. Allerdings gibt es (noch) keinen Fotobeweis, auf dem der Hollywood-Schauspieler das Modell tatsächlich trägt. Bewiesen ist dagegen, dass McQueen eine Rolex Submariner besaß, die er später seinem Stuntman Loren Janes vermachte. Doch McQueen trug noch ein weiteres Modell von Rolex. In dem Film „Gesprengte Ketten“ ist er als Captain Virgil Hilts mit einer Rolex Speedking am Handgelenk zu sehen. Der Film erzählt die Geschichte einiger alliierter Kriegsgefangener, die aus einem als ausbruchsicher geltenden deutschen Kriegsgefangenenlager entkommen wollen.  Die Geschichte des Films beruht auf wahren Begebenheiten, in der auch die Firma Rolex eine Rolle spielt.


Rolex Oyster 3525 Chronograph aus Edelstahl mit gelblichem Zifferblatt in gebrauchtem Zustand
ROLEX OYSTER 3525 CHRONOGRAPH (Photo: Phillips)


Obwohl Hans Wilsdorf sein Unternehmen im Zuge des Ersten Weltkriegs wegen hoher Zölle und anderer Repressalien aus England in die Schweiz verlagerte, blieb er dem Land zeitlebens verbunden. Als einer der wenigen Uhrenhersteller aus der neutralen Schweiz ergriff er offen Partei für die Alliierten. Dies ging so weit, dass er ein besonderes Programm ins Leben rief. Nachdem er erfahren hatte, dass den Piloten der Royal Air Force ihre Uhren – insbesondere Modelle von Rolex – abgenommen wurden, wenn sie in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten, rief er die Betroffenen auf, sich mit Rolex in Verbindung zu setzen, damit ihre Uhren ersetzt würden. Da nach der Genfer Konvention Kriegsgefangene das Recht haben, durch das Rote Kreuz Briefe und Pakete zu empfangen, war es möglich, den Soldaten die Zeitmesser zukommen zu lassen. Das Besondere an dem Programm war, dass Wilsdorf die Uhren erst nach Kriegsende bezahlt haben wollte. 

Besondere Bekanntheit erlangte Corporal Clive James Nutting, der sich in einem persönlich an den Firmengründer gerichteten Brief einen Rolex Oyster 3525 Chronographen zusenden ließ. Dieses Modell war schon zu damaligen Zeiten ein vergleichsweise teures Modell. Nutting versicherte jedoch, das Modell bezahlen zu können, da er sich während der Gefangenschaft als Schuhmacher etwas dazu verdiente. Vier Monate später kam die Rolex im Gefangenenlager an, ihr beigefügt ein Brief von Hans Wilsdorf, der sich für die Verzögerung entschuldigte und die Wahl von Nutting lobte. Was Wilsdorf nicht wusste:  Nutting hatte die Uhr vermutlich weniger aus ästhetischen, denn praktischen Gründen „bestellt“. Es wird angenommen, dass er die Uhr nutzte, um mit Hilfe ihrer Stoppfunktion die Wachpatrouillen genauestens erfassen und die Flucht von 76 Gefangenen durch einen Tunnel aus dem Lager planen zu können. Dem penibel organisierten Ausbruch aus dem Lager „Stalag Luft III“ im Jahr 1944 war jedoch kein Glück beschieden. Nur drei der geflohenen Gefangenen schafften es, tatsächlich zu entkommen. Was blieb, war eine besondere Geschichte. Die Rolex von Nutting sowie seine Korrespondenz mit Wilsdorf erzielten bei einer Auktion 66.000 Britische Pfund.


3. Zwei Uhren im Weltraum

Stellen Sie sich vor, die NASA ruft Sie an und teilt Ihnen mit, dass Sie in drei Tagen zum Mond fliegen sollen. Jack Swigert ist dies tatsächlich passiert. Drei Tage vor dem Abflug der Apollo 13 Mission bestand die Gefahr, dass der Pilot der Kommandokapsel, Ken Mattingly, an Röteln erkranken könnte und wurde daher durch Jack Swigert ersetzt. Obwohl die Speedmaster von Omega weiterhin die „NASA-Uhr“ war, nahm der Rolex Träger Swigert seine persönliche GMT-Master 1675 „Pepsi“ mit auf die Mission. Durch eine Havarie an Bord und die dramatische Rettungsaktion wurde die Mission weltberühmt. 


Gebrauchte Rolex GMT-Master 1675 Uhr mit schwarzem Zifferblatt und Pepsi-Lünette
ROLEX GMT-MASTER 1675


Auf einem Foto, einen Tag nach der glücklichen Landung auf der Erde, sieht man Jack Swigert neben Richard Nixon stehen. An seinen Handgelenken: die Omega Speedmaster und seine GMT-Master. Später sendete er ein persönliches Schreiben an René Jeanneret, Mitglied des Rolex Direktoriums, und bedankte sich dafür, dass dieser mit seinen Uhren dafür Sorge trage, dass er (Swigert) stets pünktlich sei.


4. Der Ort, an dem Hans Wilsdorf der Name Rolex einfiel

Wer sich mit der Marke Rolex beschäftigt, wird bestimmt auch die ein oder andere Diskussion darüber verfolgt haben, was der Name Rolex eigentlich bedeutet. Eine Theorie besagt, dass sich Rolex von „horlogerie exquise“ (deutsch: exquisite Zeitmessung) ableitet. Das Unternehmen selbst behauptet schlicht, dass es ein Kunstwort sei, welches sich in allen gängigen Sprachen gleich aussprechen lässt. Weniger bekannt ist aber der Ort, an dem Wilsdorf die Kreation einfiel. Wilsdorf erzählte in einem Interview, dass er wochenlang über einen passenden Namen nachdachte. Dafür probierte er die verschiedensten Kombinationen aus allen Buchstaben des Alphabets aus, doch fand keinen, der passte. Dann fuhr er eines Tages auf dem Oberdeck eines Pferdeomnibusses durch London. Während er dem Treiben auf der Straße zusah, kam ihm plötzlich die Lösung: Das Unternehmen sollte Rolex heißen.


5. Rolex kurbelt den Verkauf von Pizzen an

Tom Monaghan, der Gründer von Domino’s Pizza, beschrieb in seiner Biografie, wie er einem seiner Franchisenehmer seine Rolex gab, als dieser ihm einen Wochenumsatz von 20.000 US-Dollar präsentierte. Daraus entwickelte sich die „Rolex Challenge“, die den SiegerInnen dieser Herausforderung eine Rolex Air-King mit dem Logo des Unternehmens einbrachte, welches sich anfangs noch präsent auf dem Zifferblatt befand, später aber als Edelstahl-Applikation ins Armband integriert wurde. 


Rolex Air-King Uhr mit Domino’s Logo Armband-Applikation auf Rolex Garantie-Papieren liegend
ROLEX AIR-KING „DOMINO'S EDITION“ (Photo: Sotheby’s)


Da der Wert einer Rolex beständig steigt, haben sich die Bedingungen jedoch ein wenig geändert. Heutzutage ist in vier aufeinander folgenden Wochen ein wöchentlicher Umsatz in Höhe von 25.000 US-Dollar zu verzeichnen, um mit einer Domino’s Rolex belohnt zu werden. Im Durchschnitt macht ein Domino’s-Franchise einen Umsatz von etwa 17.000 US-Dollar pro Woche. Es bedarf also einiger Pizzen mehr, bis man in den Besitz einer Schweizer Luxusuhr mit Domino’s Logo kommt.


Rolex Air-King Edelstahl-Uhr mit Domino’s Pizza Logo auf silbernem Zifferblatt
ROLEX AIR-KING „DOMINO'S EDITION“ (Photo: Sotheby’s)