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Wenn es um Luxusuhren geht, wird auch immer wieder die Pflege des Zeitmessers thematisiert. Doch was beinhaltet eigentlich die richtige Pflege Ihrer Uhr? Neben der regelmäßigen Reinigung und Politur mit einem Brillenputztuch gehören auch die Aufbereitung und Revision zum A und O der Uhrenpflege. Wir erklären Ihnen, was eine Uhrenrevision alles beinhaltet, wann diese nötig ist und wie viel die Wartung Ihrer Uhr kostet.



Was ist eine Revision?


Man kennt es vom Auto: Alle zwei Jahre muss das Gefährt zum TÜV, um dort auf Herz und Nieren geprüft zu werden. Funktioniert etwas nicht, muss es getauscht oder repariert werden. Selbiges gilt für Luxusuhren. Wie auch beim Auto arbeiten in mechanischen Uhren verschiedene Bauteile zusammen, die mit der Zeit Abnutzungserscheinungen aufweisen können und daher regelmäßig geprüft und gegebenenfalls repariert werden müssen. Aus diesem Grund ist die Wartung einer Armbanduhr ist also fast genauso unerlässlich wie die regelmäßige Durchsicht des Autos. Zu einer Revision gehört zudem eine professionelle Politur, nach der Ihr Zeitmesser wieder in neuem Glanz erstrahlt.


Einzelne Bestandteile eines Dreizeigeruhrwerks von Cartier auf grauer Oberfläche
BESTANDTEILE EINES CARTIER UHRWERKES



Die häufigsten Fragen zur Revision von Uhren


Was geschieht bei einer Revision?

Der Ablauf einer Uhrenrevision lässt sich für gewöhnlich zusammenfassend in folgende Schritte unterteilen, die von erfahrenen Uhrmachern und Polierern durchgeführt werden:

  • Erste Durchsicht und Feststellung des Reperaturbedarfs
  • Ausbau des Uhrwerks aus dem Uhrengehäuse
  • Zifferblatt und Zeiger werden demontiert
  • Uhrwerk wird in all seine Einzelteile zerlegt
  • Austausch von abgenutzten und kaputten Bestandteilen
  • Reinigung aller Uhrenbestandteile und Ölung einzelner Komponenten
  • Erneuter Zusammenbau des Werkes
  • Regulierung der Uhr

Im ersten Schritt der Revision wird die Uhr zunächst in ihre Einzelteile zerlegt, um anschließend das Uhrwerk ausbauen zu können. Daraufhin werden Aufzugsmechanismus sowie Zeiger- und Räderwerk auf ihre jeweilige Funktionsfähigkeit geprüft. Erst jetzt wird das Uhrwerk in seine zahlreichen Bestandteile zerlegt. Dabei wird insbesondere der Zustand der einzelnen Komponenten überprüft, da es immer wieder vorkommt, dass Einzelteile nachgearbeitet oder ausgetauscht werden müssen.


Uhrmacher beim Öffnen eines Uhrengehäuses
GEHÄUSEINSPEKTION


Nachdem die Uhr in ihre Einzelteile zerlegt wurde, werden alle Bestandteile in einem Ultraschallbad gereinigt. Bevor das Uhrwerk wieder zusammengesetzt werden kann, werden abgenutzte Teile repariert oder ausgetauscht und das Werk an den notwendigen Stellen mit Öl geschmiert. Anschließend wird das Uhrwerk wieder in Gang gesetzt und händisch aufgezogen. Zum Schluss folgt die Feinregulierung der Uhr. Bei Watchmaster kommt an dieser Stelle eine sogenannte Zeitwaage zum Einsatz. Diese funktioniert ähnlich wie ein EKG und erfasst den „Herzschlag“ des Uhrwerkes. Mit Hilfe dieses Gerätes kann nicht nur eine effiziente, sondern vor allem auch präzise Einstellung des Uhrwerkes vorgenomen werden.

Doch nicht nur das Innere einer Uhr durchläuft bei einer Revision eine strenge Kontrolle. Auch das Gehäuse wird instandgesetzt. Dieser Vorgang beinhaltet neben einer Pflege auch eine professionelle Politur. Bei der daraufhin folgenden Endmontage werden nun Zifferblatt, Zeiger, Werk und Gehäuse zusammengesetzt. Das Einsetzten von Zifferblatt und Gehäuse wird auch als „Einschalten“ bezeichnet.

Zu guter Letzt werden mit Hilfe modernster Technologien die Dichtigkeit und Ganggenauigkeit der Uhr geprüft. Mittels des Wasserdichtigkeitstests wird überprüft, ob das Uhrengehäuse die nötige Dichtigkeit besitzt. Dieses Verfahren setzt sich aus einem Vakuum-, einem Kompressions- und einem Kondensationstest zusammen, welche das Vorhandensein der geringsten Menge an Feuchtigkeit im Gehäuse aufzeigen. Durch die Hilfe eines sogenannten Umlaufgerätes wird die Handbewegung des Trägers simuliert, um so die Ganggenauigkeit überprüfen zu können.


Rolex Uhrengehäuse in einer Druckkammer zur Prüfung der Dichtigkeit
DICHTIGKEITSPRÜFUNG IN DRUCKKAMMER


Bei der abschließenden Endkontrolle wird die Uhr erneut auf ihre Funktion, die Bedienfreundlichkeit und mögliche Beschädigungen wie Kratzer und Dellen am Gehäuse kontrolliert. Nach dieser finalen Abnahme ist der Vorgang der Revision abgeschlossen.


Wie lange dauert das Revisionieren einer Uhr?

Wie lange die Revision einer Uhr dauert, hängt stets vom jeweiligen Hersteller des Zeitmessers und auch von der Komplexität der Uhr ab. Die Hersteller geben verschiedene Zeiträume dafür an. Deshalb haben wir eine kleine Übersicht verschiedener Marken und den von ihnen angegebenen Zeiten für eine Revision zusammengetragen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Revisionieren komplexer Uhrenmodelle wesentlich mehr Zeit beansprucht als die Instandsetzung einfacher Modelle ohne Komplikationen.

  • Audemars Piguet: 8 bis 16 Wochen
  • Breitling: etwa 6 Wochen
  • Glashütte Original: 4 bis 15 Wochen
  • Jaeger-LeCoultre: 8 bis 10 Wochen
  • Omega: etwa 3 Wochen
  • Panerai: 4 bis 12 Wochen
  • Patek Philippe: 6 bis 10 Wochen
  • Rolex: 4 bis 6 Wochen (lediglich 15 Werktage bei einem Großteil der neueren, in der Servicezentrale in Köln eingesandten Modelle)
  • TAG Heuer: 5 bis 6 Wochen (Vintage und Haute Horlogerie Modelle beanspruchen jedoch deutlich mehr Zeit)


Wo und von wem werden Revisionen durchgeführt?

Die Revision Ihrer Armbanduhr wird im Idealfall direkt vom Hersteller Ihrer Uhr übernommen. Zwar können Sie Ihren Zeitmesser theoretisch auch zu jedem anderen qualifizierten Juwelier Ihres Vertrauens geben, doch hat dies folgenden Nachteil: Falls Ihre Uhr noch über eine Garantie verfügt, erlischt diese, sobald sich jemand anderes als ein fachkundiger Konzessionär der jeweiligen Marke zu Revisions- oder Reparaturzwecken der Uhr annimmt. Zwar ist die Revision beim Uhrenhersteller meist etwas teurer als bei einem herkömmlichen Juwelier, doch gehen Sie so absolut auf Nummer Sicher und können davon ausgehen, dass Sie Ihre Uhr im bestmöglichen Zustand und mit der verbleibenden Restgarantie zurückerhalten.


Uhrmacher beim Demontieren des Zifferblattes
DEMONTAGE DES UHRZEIGERS


Wie oft ist eine Uhrenrevision nötig?

Ob täglich genutzt oder sicher verwahrt, eine regelmäßige Revision ist definitiv empfehlenswert. Eine mechanische Armbanduhr sollte, sofern sie täglich getragen wird, in einem Intervall von ca. 2 bis 5 Jahren zur Revision gebracht werden. Wird der Zeitmesser eher selten getragen, kann dieses Intervall auch bei 6 bis 7 Jahren liegen. Dennoch gilt: Lieber früher als später zur Revision gehen. Auch wenn Sie eine Automatikuhr besitzen und diese in einem Uhrenbeweger lagern, sollten Sie kürzere Intervalle in Betracht ziehen, da die Komponenten des Uhrwerks konstant in Bewegung sind und so Reibung erzeugen. Demnach ist eine Abnutzung der Bestandteile vollkommen normal.

Sollten Ihnen Unstimmigkeiten an Ihrem Zeitmesser auffallen, wie zum Beispiel das Beschlagen des Uhrenglases, sollten Sie selbstverständlich sofort einen Uhrmacher aufsuchen und die Uhr überprüfen lassen, auch wenn die nächste Revision eigentlich noch ein paar Jahre entfernt ist.


Was kostet die Revision einer Uhr?

Die Kosten für eine Uhrenrevision können variieren, befinden sich aber meist in einem Bereich zwischen 150 und 300 €. Dabei kommt es darauf an, ob Sie Ihre Uhr bei einem Uhrmacher der jeweiligen Marke oder bei einer selbstständigen Werkstatt revisionieren lassen und um was für einen Typ Uhr es sich handelt. Je komplizierter das Werk einer Uhr ist, desto mehr Zeit nimmt die Revision in Anspruch und wird dementsprechend teurer ausfallen. Falls Sie Ihre Uhr bei einem Konzessionär der jeweiligen Marke revisionieren lassen, müssen Sie ebenfalls mit etwas höheren Preisen rechnen. Der Einfachheit halber haben wir Ihnen hier nun ein paar der beliebtesten Uhrenmodelle und die Preise für die Revision beim jeweiligen Hersteller zusammengefasst. Bitte beachten Sie aber, dass es sich bei den Preisen nicht um fixe Größen, sondern um Richtwerte handelt, die je nach Modell und Zustand der Uhr abweichen können.


Marke Modell Preis für Revision beim Hersteller
Rolex Submariner
Daytona
Datejust
ab 650 €
ab 750 €
ab 600 €
Omega Speedmaster Moonwatch
Seamaster 300M
731,09 € für Chronographen, 536,13 € für Nicht-Chronographen
Breitling Navitimer 01
Colt Automatic
zwischen 395 € und 660 €
Audemars Piguet Royal Oak ab 880 €
Patek Philippe Nautilus zwischen 1.100 € und 1.980 €
Jaeger-LeCoultre Reverso ab 590 €

Wichtig ist vor allem, dass Sie dem Uhrmacher vertrauen können und eine Gewährleistung auf die von Ihnen in Anspruch genommenen Dienste erhalten. Ist dies nicht der Fall oder handelt es sich bei der Person, die die Revision anbietet, nicht um einen Uhrmacher, dann sehen Sie bitte von diesem möglicherweise günstigeren Angebot ab. Ansonsten gehen Sie das Risiko ein, Ihrer Uhr eher zu schaden, als zu helfen. Die Revision zählt zwar nicht zu den günstigsten Unterhaltskosten einer Luxusuhr, kostet aber meist immer noch weniger als ein kaputter Zeitmesser und steht zudem ja auch nicht jedes Jahr an.