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Heute ist es so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen: das Uhrenarmband unserer Armbanduhr. Doch wem ist diese Erfindung eigentlich zu verdanken? War es der Wunsch eines brasilianischen Piloten, die Kreation eines Pariser Hofjuweliers oder die Idee des Mannes, der bereits für Napoleon und Marie Antoinette Uhren baute? Zum Schöpfer der Armbanduhr gibt es einige Theorien. Fest steht jedoch, dass von der ersten Uhr an einem Armband bis hin zur klassischen Armbanduhr, wie wir sie heute kennen, viele Jahre und ebenso viele Entwicklungsschritte notwendig waren.


  1. Entstehung der ersten Armbanduhren
  2. Die beliebtesten Materialien für Uhrenarmbänder
  3. Schließmechanismen von Armbändern
  4. Uhrenarmbänder richtig kombinieren


Die ersten Uhren mit Armbändern


Die Entstehung der Armbanduhr ist nicht nur auf eine einzige Person zurückzuführen, sondern das Ergebnis mehrerer fortschrittlicher Ideen, die letztendlich in der Armbanduhr resultierten. 1806 fertigte der Pariser Hofjuwelier Marie-Étienne Nitot zwei mit Perlen besetzte Armbänder an und befestigte an einem der beiden eine kleine Uhr. Abraham Louis Breguet fertigte für die jüngste Schwester von Napoleon Bonaparte, Caroline Murat, im Jahr 1810 die erste richtige Armbanduhr, bei der das Zifferblatt mit der Zwölf allerdings noch in Richtung der Finger ausgerichtet war. Diese Uhren wurden als Armband mit Uhr, jedoch noch lange nicht als Armbanduhr bezeichnet. 80 Jahre später entwickelte Girard-Perregaux für die deutsche Kriegsmarine eine kleine Serie von Armbanduhren, die an Kettenarmbändern aus Metall befestigt waren. 1904 folgte dann Louis Cartier dem Wunsch des brasilianischen Piloten Alberto Santos Dumont, der davon träumte, die Uhrzeit auch während des Fluges ablesen zu können. Die aus diesem Wunsch entstandene Uhr gilt als Urvater der modernen Herrenarmbanduhr und markiert die Geburtsstunde der berühmten Cartier Santos.


Gelbgoldenes, feingliedriges Stahl-Armband einer Cartier Santos Demoiselle WF9002Y7 Uhr
CARTIER SANTOS DEMOISELLE WF9002Y7


Doch all dies wäre niemals passiert, wenn da nicht das Armband per se wäre. Als Statussymbol, Schmuckstück und Zahlungsmittel waren Armbänder schon in den ältesten Zivilisationen der Menschheit präsent. Heutzutage hat das an einer Uhr befestigte Armband die früher für Taschenuhren verwendeten Uhrenketten fast gänzlich vom Markt gedrängt und deren Funktion übernommen. Sowohl für die simple Aufgabe der Befestigung am Handgelenk als auch für ästhetische Zwecke ist das Uhrenarmband von einer Alltagsuhr heute nicht mehr wegzudenken.



Die beliebtesten Materialien für Uhrenarmbänder


Bei den Materialien für Uhrenarmbänder haben sich vor allem Leder-, Metall- und Kautschukarmbänder aufgrund ihrer strapazierfähigen und optischen Eigenschaften durchgesetzt. Doch auch Armbänder aus Kunststofffasern wie Nylon, die sogenannten Nato-Straps, erfreuen sich mittlerweile großer Beliebtheit. Allerdings sind die bunten Nato-Uhrenarmbänder bisher nur vereinzelt im Sortiment namhafter Luxusuhrenhersteller vorzufinden.


Uhrenarmbänder aus Leder

Eine der ursprünglichsten Methoden zur Befestigung einer Uhr am Handgelenk ist das Lederarmband. So gut wie jede Luxusuhrenmarke hat Modelle mit Lederarmband in den verschiedensten Variationen im Sortiment. Der Art des Leders sind selbst im Rahmen der Legalität kaum Grenzen gesetzt. Von herkömmlichen Lederarten wie Kalb, Schaf, Ziege, Hirsch oder Schwein bis hin zu exotischen Ledern wie Alligator, Krokodil, Eidechse, Schlange, Hai, Strauß oder sogar Rochen ist so gut wie alles möglich. Leder hat neben den modischen Aspekten zudem den Vorteil eines äußerst hohen Tragekomforts und einer guten Strapazierfähigkeit.

Wussten Sie, dass auch Taucheruhren Lederarmbänder haben können? Hier ist nur wichtig, dass es sich um handgenähtes Oberleder mit unversiegelten Kanten handelt, damit das Wasser aus dem Leder auch wieder austreten kann.


Uhrenarmbänder aus Metall

Meist aus Edelstahl gefertigt, ist das Metallarmband heute eines der beliebtesten Armbänder. Im 20. Jahrhundert wurde die Manufaktur Gay Frères zu einem Branchen-Giganten im Bereich der Fertigung hochwertiger Metallarmbänder und belieferte einige der größten Namen der Haute Horlogerie, bis Rolex das Unternehmen aufkaufte. Bei den Uhrenarmbändern von Rolex wird auch heute noch größtenteils auf Metall zurückgegriffen. Wenn es um die Wahl der Materialien geht, bringt das Schweizer Unternehmen aber auch gerne Abwechslung ins Spiel. So sind zum Beispiel Two-Tone Varianten aus Stahl und Gold eine häufig gewählte Kombination. In der Welt der Luxusuhren sind auch Armbänder aus Edelmetallen keine Seltenheit. Gold, Titan und Platin sind hier nur einige wenige der prominentesten Vertreter.


Bicolor-Armband aus Stahl mit Butterflyschließe an einer Rolex Submariner 116613LB Uhr
ROLEX SUBMARINER 116613LB


Uhrenarmbänder aus Kautschuk

Kautschukarmbänder haben den Vorteil, wasserfest, hautverträglich, elastisch und dennoch äußerst robust zu sein. Außerdem sind bei der Farb- und Musterwahl sowie bei der Art des Schließmechanismus keinerlei Grenzen gesetzt. Kautschukbänder sind mittlerweile bei so gut wie allen Luxusmarken im Sortiment anzutreffen. Das Schweizer Unternehmen Audemars Piguet zeigt sich als besonders experimentierfreudig, was Farben und Muster, wie zum Beispiel Camouflage-Prints, betrifft. Eine stetig wachsende Fangemeinde ist das Resultat.


Uhrenarmbänder aus Nylon

Zu guter Letzt soll das Nato-Armband kurz vorgestellt werden. 1973 vom britischen Militär eingeführt, war es zunächst unter dem Namen „G10“ bekannt. Da es ursprünglich für das Militär entwickelt wurde, waren vor allem zwei Eigenschaften unabdingbar: Es musste sicher und funktional sein. Das aus Nylon bestehende Armband mit Dornschließe war zu seiner Einführung nur in der Farbe „admiralty grey“ erhältlich. Heute sind in der Farb- und Musterwahl ähnlich wie beim Kautschukband im Grunde keine Grenzen mehr gesetzt.



Welche Arten von Armbandschließen gibt es?


Dornschließe

Prinzipiell unterscheidet man bei den Armbandschließen vor allem zwischen den drei gängigsten Arten des Verschlusses. Eine davon ist die klassische Dornschließe, bei der wie bei einem Gürtel der Riemen des Armbands durch eine Öse gezogen und mittels eines an der Öse befestigten Dorns auf der gewünschten Länge fixiert wird. Die Dornschließe kann auch als sogenannte Doppeldornschließe auftauchen. Bei dieser wird der Riemen, wie der Name schon verrät, durch zwei Dorne fixiert.


Faltschließe

Eine weitere Verschlussmöglichkeit ist die sogenannte Faltschließe, bei der sich das Armband auf einer vorher festgelegten Länge, durch zwei aufeinander zu faltende Metallplättchen am Handgelenk befestigen lässt. Bei Taucheruhren ist zudem häufig eine sogenannte Sicherheits-Faltschließe vorzufinden. Bei dieser befindet sich über der eigentlichen Schließe ein zusätzlicher Bügel, der das ungewollte Öffnen der Schließe verhindert.


Butterflyschließe

Die Butterflyschließe besteht aus zwei entgegengesetzten Faltschließen, welche jeweils einen Teil des Armbands festhalten und diese schließlich in der Mitte der Schließe miteinander verbinden. Diesen Armbandverschluss findet man oft bei Lederarmbändern. Sie wirken sehr hochwertig und sind materialschonender, da das Leder des Armbands nicht an den Perforierungen abgeknickt und abgenutzt wird.


Uhrenarmbänder mit Dornschließe (Omega Seamaster Aqua Terra 150M), Faltschließe (Cartier Santos Demoiselle) und Butterflyschließe (Rolex Submariner)
Uhrenarmbänder mit Dornschließe, Faltschließe und Butterflyschließe



Die richtige Wahl des Uhrenarmbandes


Prinzipiell lassen sich Uhrenarmbänder eigentlich recht einfach austauschen und so ans Outfit anpassen. Bei manchen Uhren ist das Wechseln des Armbandes jedoch komplizierter als bei anderen, was einen schnellen Wechsel des Bandes oft umständlich gestaltet. Falls in einem solchen Fall nicht die Möglichkeit besteht, auf eine andere Uhr mit dem gewünschten Armbandmaterial oder der passenden Farbe auszuweichen, dann sollte gegebenenfalls besser das Outfit angepasst werden. Denn es gilt: Metalle und Leder sollten bei der Kleiderwahl übereinstimmen! Das bedeutet, dass zu einer Uhr mit braunem Lederarmband auf keinen Fall ein schwarzer Ledergürtel oder schwarze Lederschuhe kombiniert werden sollten.

Einfacher und vielseitiger sind da Uhren mit Metallarmband. Diese können zwar für bestimmte Anlässe unter Umständen zu sportlich sein, jedoch kann eine etwas sportlicher anmutende Luxusuhr ein sonst streng wirkendes Outfit durchaus auflockern. Dies zeigt beispielsweise die Omega Seamaster 300M aus Edelstahl mit blauer Lünette und blauem Zifferblatt am Handgelenk von Prinz William, der diese beinahe jeden Tag und zu so gut wie jedem Anlass trägt. Die Kombinationsregel gilt allerdings auch für verschiedenfarbige Metalle: Ein silbernes Uhrengehäuse passt meist nicht zu einer goldenen Gürtelschnalle oder einem Ring in Hammerschlagoptik.

Auch Nato- oder Kautschukbänder können eine gute Ergänzung zu einem eleganten Outfit sein. Bestes Beispiel hierfür ist die Uhrenwahl des britischen Geheimagenten Bond: Im Film „Skyfall“ trägt dieser eine Omega Seamaster an einem grau-schwarz gestreiften Nato-Armband zum Anzug.


Schwarz-grünes Nato-Armband mit Dornschließe an einer Omega Aqua Terra 150M Golf Edition 220.12.41.21.01.002 Uhr
OMEGA AQUA TERRA 150M GOLF EDITION 220.12.41.21.01.002


Nicht zu vernachlässigen ist auch der Punkt der passenden Uhrengröße. Zierliche Modelle können an einem kräftigen Handgelenk schnell untergehen und deplaziert wirken. Daher sollten Sie sich vor dem Kauf einer Uhr gründlich informieren, welche Uhrengröße zu Ihnen passt. Natürlich lässt sich über Geschmack bekanntlich streiten, aber diese simple Regel sollte eingehalten werden, insbesondere für gesellschaftliche Anlässe.



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